25.9.05
18.9.05
"Die Zahlen sprechen für sich." Das mag per se (sic!) schon richtig sein. Wie immer zieht jedoch jeder den Schluß, der ihm in den Kram passt. Wie schön - zurück in Deutschland.
Das war´s zur Wahl. War ganz nett, sonst gab es ja nicht viel im Sommerloch.
Bitterkeit, nicht Ironie.
Das war´s zur Wahl. War ganz nett, sonst gab es ja nicht viel im Sommerloch.
Bitterkeit, nicht Ironie.
Es ist vollkommen unwichtig, wer uns die nächsten vier Jahre
nicht regiert.
Texas-Jim, um den 15. Juli
17.9.05
Unsere Kellertreppe hat sechzehn Stufen.
Geht ja, mag der geneigte Leser sich denken. Geht aber garnicht, sage ich.
Gestern war ich euphorisch genug, es zu probieren.
Sechzehn Stufen hoch - geht garnicht. Nicht in einem Schritt.
Sechzehn Stufen runter - geht, denke ich. Im Fliegen denke ich noch daran, daß die letzten fünf Stufen eine Neunzig-Grad-Kehre machen. Und ich überlege kurz, wie ich die fliegenderweise nachvollziehen könnte. Gewichtsverlagerung, Aerodynamik, alles klar. Links ein wenig mit der Hand flattern (Auftrieb), während die Rechte krampfhaft rudernd nach dem Geländer zu greifen versucht. Ich hatte schon immer eine klügere Körperhälfte (senkrechte Teilung, nicht waagerecht!), und eine, die sich immer etwas zickig anstellte.
Um wenigstens nicht mit dem Kopf an die Wand zu knallen, mache ich einfach mal garnichts. Mehr ist auch nicht drin, beide Hände sind von ihrer Theorie überzeugt, meine Beine lassen mich sowieso immer im Stich, und viel mehr habe ich auch garnicht anzubieten.
Ich senke demütig den Kopf, und knalle mit demselben an die Wand, an der ich gleich darauf wenig elegant nach unten gleite.
Als ich wieder aufwache, fällt mir auf, daß mich wohl nur mein extra-starkes Haargel dämpfenderweise vor dem Schlimmsten bewahrt hat. Hoffentlich hat meine Frisur nicht allzusehr gelitten. Womöglich sind mir Haare abgebrochen? Ich betaste meinen Kopf, der die Ausmaße eines kleinen Planeten hat. Haare sind alle da, nur etwas geplättet. Wieso sollte es denen auch besser gehen als mir? Als ich meine Hand wieder aus dem Haar nehme, fällt mir auf, daß Hände eigentlich nicht rot sein sollten. Probehalber betrachte ich meine andere Hand. Die ist eher bläulich, weil ich wahrscheinlich eine ganze Weile auf ihr gelegen bin. Auch gut.
Nur der rote Streifen an der Wand - der war vorhin noch nicht da.
Entweder erkläre ich morgen abend, daß ich vollkommen nüchtern die Treppe hinuntergestürzt bin, oder daß ich im Vollrausch das Treppenhaus frisch gestrichen habe.
Geht ja, mag der geneigte Leser sich denken. Geht aber garnicht, sage ich.
Gestern war ich euphorisch genug, es zu probieren.
Sechzehn Stufen hoch - geht garnicht. Nicht in einem Schritt.
Sechzehn Stufen runter - geht, denke ich. Im Fliegen denke ich noch daran, daß die letzten fünf Stufen eine Neunzig-Grad-Kehre machen. Und ich überlege kurz, wie ich die fliegenderweise nachvollziehen könnte. Gewichtsverlagerung, Aerodynamik, alles klar. Links ein wenig mit der Hand flattern (Auftrieb), während die Rechte krampfhaft rudernd nach dem Geländer zu greifen versucht. Ich hatte schon immer eine klügere Körperhälfte (senkrechte Teilung, nicht waagerecht!), und eine, die sich immer etwas zickig anstellte.
Um wenigstens nicht mit dem Kopf an die Wand zu knallen, mache ich einfach mal garnichts. Mehr ist auch nicht drin, beide Hände sind von ihrer Theorie überzeugt, meine Beine lassen mich sowieso immer im Stich, und viel mehr habe ich auch garnicht anzubieten.
Ich senke demütig den Kopf, und knalle mit demselben an die Wand, an der ich gleich darauf wenig elegant nach unten gleite.
Als ich wieder aufwache, fällt mir auf, daß mich wohl nur mein extra-starkes Haargel dämpfenderweise vor dem Schlimmsten bewahrt hat. Hoffentlich hat meine Frisur nicht allzusehr gelitten. Womöglich sind mir Haare abgebrochen? Ich betaste meinen Kopf, der die Ausmaße eines kleinen Planeten hat. Haare sind alle da, nur etwas geplättet. Wieso sollte es denen auch besser gehen als mir? Als ich meine Hand wieder aus dem Haar nehme, fällt mir auf, daß Hände eigentlich nicht rot sein sollten. Probehalber betrachte ich meine andere Hand. Die ist eher bläulich, weil ich wahrscheinlich eine ganze Weile auf ihr gelegen bin. Auch gut.
Nur der rote Streifen an der Wand - der war vorhin noch nicht da.
Entweder erkläre ich morgen abend, daß ich vollkommen nüchtern die Treppe hinuntergestürzt bin, oder daß ich im Vollrausch das Treppenhaus frisch gestrichen habe.
16.9.05
Wie würden Sie entscheiden?
- 1

- Wer fährt schon Ford? Da müsste die Werkzeugkiste mindestens dreimal so groß sein... Und zieht keine Wurst vom Teller. Pah!
- Hätte ich doch nur gelernt, wie man wenigstens den Ölstand misst... Und warum gehen meine Scheienwischer nicht aus?
- Wie kommt die Schlampe in den Schuhen nur auf die Kiste?
- 2

- Jetzt aber ab in den Stall! Wir sind spät dran!
- Jetzt aber ab aufs Bett! Ich bin spät dran!
- Kannst Du mein Dirndl zuknöpfen? Mein Mann war spät dran...
- 3

- Johnny Hirsch, das grüne Wunder - draußen Blech und innen Plunder...
- "Ohne Worte"
- Sogar ihre Fensterscheiben sind sauberer als meine!
- 4

- Silageballen müssen abgedeckt werden, gute Frau!
- Darf ich Ihre Dose halten, äh, will sagen Ihren Eimer?
- GUMMISTIEFEL?
- 5

- Was macht mein Gehörschutz in Deinem Schlafzimmer? Und halt´ Dich gefälligst aufrecht mit Deinem Kreuz!
- Ich wollte nur nochmal fragen wegen Ihrer Dose, äh dem Eimer... Aua - nicht hauen!
- Zum Glück steht ihr grün nicht...
- 6

- Ich hab´gesagt Putzen, nicht lutschen!
- Ketten - Sie haben Ketten an der Tür? Argh...
- Sind die Stiefel aus Wildleder?
- 7

- Wohl zu windig zum Raps Spritzen heute.
- Ob Sie mich wohl auch auf Ihrem Hänger mitnehmen könnten?
- Frisur? Das ist doch keine Frisur!
- 8

- Zieh´ sofort meine Arbeitsweste aus!
- `Schuldigung - falsches Zimmer.
- Okay, Schlampe! Wo ist mein Mann?
- 9

- Ich hatte gedacht, es gibt was zu essen?
- Gnädigste, ob ich wohl von Ihrem Holz vor der Hütte...?
- Ha! Ein Holzbackofen - that´s Steinzeit!
- 10

- Sind meine Hosen schon gewaschen?
- Ob ich ihr mit den Socken wohl behilflich sein soll?
- Wollsocken - aaah!
- 11

- Was suchen Sie in meiner Klärgrube?
- Zum Glück geht mir das Wasser bis an den Bauch...
- Spliss!
- 12

- Wenn Sie Ihre Hosen wohl anbehalten wollen! Ich soll hier eine Kuh besamen.
- Blechkondome!?
- Bandanas sind sowas von out!
Bitte nicht am Bildschirm ankreuzen!
Die Bilder gibt es in größerer Form bei www.jungbauernkalender.de. Von dort sind sie nämlich
Wash it down!
1. Die MissionOkay, Eltern und Schwesterherz im Urlaub, Arbeit genug für den Texaner, und irgendwann quillt der Wäschekorb eben über.
Nackt fahren kommt zwar bei den Damen überaus gut an, ist aber sehr hinderlich. Schließlich sind manche Dinge, mit denen ich zu tun habe entweder heiß, schmutzig, scharf oder alles zusammen.
Problemstellung: Wo steht die Waschmaschine?
2. Wo bitte ist die "Sortieren"-Funktion?Die Maschine fand sich sinnigerweise und nach kurzer Suche in der Waschküche. Wer hätte das gedacht?
Wir haben hier eine Portion Unterwäsche für ein Regiment, mehrere hundert Hosen in unterschiedlichen Verwesungsstadien, und sonstiges Zeug, was man eben so bei sich trägt, wenn man weniger durch adonischen Körperbau als durch ein freches Mundwerk beeindrucken möchte.

Erkenntnis1: Besonders schmutzige Hosen stehen ohne Inhalt aufrecht.
Erkenntnis2: "Dirty deeds done dirt cheap" einzulegen und so aufzudrehen, daß man im Keller jeden Ton hört, fördert den
Frohsinn beim Waschen, aber nicht bei den Nachbarn
Erkenntnis3: Lange Hosen werden genauso schnell schmutzig wie
kurze - man muß nur seine Beine nicht so sauber waschen. Also
mehr lange Hosen anziehen.
Erkenntnis4: Weiße Hemden haben
gerne Schmutzränder. Das ist übrigens die Innenseite des Hemds - die Außenseite war mir dann auch zu peinlich für ein Foto. Zudem ließ sich dier Herkunft mancher Flecken nicht mehr eruieren, und bei all dem Schmutz hier möchte ich dem Leser schmutzige Gedanken doch ersparen.Ich stopfe also soviel wie möglich in die Maschine. Leider lässt sich die Trommel jetzt nicht mehr drehen, also wird die Menge halbiert.
Beim Probedrehen der Trommel klemmt etwas, und es klappert. Was AC/DC übertönt könnte grundsätzlich auch der Maschine schaden, also wird der Wäscheberg noch einmal herausgezerrt, das dabei zerrissene Hemd der Einfachkeit halber in der Mülltonne entsorgt, und erneut sortiert. Die Koppeln an den Hosen bleiben dran - wer bei der Bundeswehr war kennt den Grund. Sie lassen sich nur überaus bescheiden aus den Schlaufen pfriemeln, und so gut wie garnicht mehr hinein. Dafür fällt mir beim Sortieren etwas anderes auf: Die Taschen...
3. Never ever!Dinge wie Zollstöcke, Schraubendreher, Messer, Bleistifte, Nägel und Kronenkorken gehen zwar beim Waschen nicht ein, müssen aber auch nicht unebdingt gewaschen werden.
Erkenntnis4: Taschen durchsortieren spart etwa ein Drittel an Gewicht in der Maschine. Außerdem den Monteur und den Ärger.
Ich war selbst überrascht, was ich alles in meinen Taschen hatte. Geld war leider keines dabei. Am Rande sei bemerkt, daß Schwedennägel ganz nett pieksen, wenn man unvorsichtig in die Tasche fasst und daß mir selber auch ganz schlecht wurde, als ich feststellen mußte, daß der Dreck am Vespermesser kein Rost war. Ich ersparte mir also die Sucherei nach dem anderen Schraubendreher, und führte mir stattdessen den Inhalt einer Flasche zu Gempte, die interessanterweise von einem ebensolchen Kronkorken verschlossen wurde wie der auf dem Bild zu erkennende.
4. ThreesomeDrei Fächer fürs Waschmittel?
Ich entschließe mich, nur zwei davon zu füllen, schließlich schadet eine Überdosierung auch der Umwelt.
Ich kann dafür ja mit der Hand das Waschmittel etwas festdrücken, dann geht mehr rein. Null problemo.
5. A Million miles from homeDer Entschluß, nur zwei Fächer zu füllen war in Ordnung. Doch mit was? Ich geriet etwas ins Schwimmen, einerseits ob der Menge an Waschmitteln und andererseits ob des Inhalts einer Flasche, die versehentlich auf dem Boden landete. Die Dinger gehen tatsächlich kaputt, sinnierte ich staunend, als ich in der Schmiere zu Boden ging. Ich entschloß mich trotzdem für das sympathische Waschmittel im Vordergrund, weil es den größten Meßbecher hatte. Damit waren die beiden Fächer schnell gefüllt, und nur wenig gelangte auf den Boden, wo es sich mit der Schmiere zu einem eher seltsam anmutenden Brei vermischte. Zur Sicherheit warf ich noch ein gut Teil aus der Flasche mit dem schwarzen Verschluß in eines der Fächer, um das Waschpulver etwas anzufeuchten. Die Flasche war übrigens für "schwarze Wäsche", also genau richtig für ölverschmierte Hosen und Hemden.
6.Push it!Knöpfe und Drehregler massenhaft, genau das Richtige für einen Technikfreak wie mich. Also alle Drehregler blind verstellt, Knöpfe so gedrückt, daß möglichst viele rote Lampen leuchten, dann tut das schon. Wer liest schon eine Betriebsanleitung? Pah!
Und 132 sind nur 6 mehr als das Dreifache von 42 - wir sind der perfekten Lösung schon recht nahe.
(Ich hab´s trotzdem hinbekommen - eine Freundin hat mich beim zweiten Versuch unterstützt, den Boden geputzt, die Wäsche aufgehängt und den Rest in den Mülleimer gekippt. Ich liebe sie!)
15.9.05
Ämmaaa!

An dieser Stelle hatte ich die Herren bereits vorgestellt. Und da es der Himmel heute offenbar gut mit mir zu meinen scheint, lässt er sie demnächst noch einmal auftreten, falls keines der Bandmitglieder durch einen Herzinfarkt oder die Vogelgrippe dahingerafft wird, wegen Friseursbeleidigung angezeigt wird oder alzheimerbedingt seinen Text vergisst.
Alles in allem gute Chancen, die Herren erleben zu dürfen.
Außerdem eine gute Gelegenheit, meinen Patenonkel mal wieder auf die Pflicht hinzuweisen, mich in die Geheimnisse der Rockmusik einzuweihen. Dabei geht es weder um korrekten Drogenkonsum oder die richtige Anzahl an Groupies pro Hotelzimmer, sondern darum, wer den Eintritt zahlt.
Vielleicht lade ich auch S. ein. Der Nachteil daran wären weniger die Kosten denn die Tatsache, daß ich dann vom Konzert wahrscheinlich nichts mitbekommen werde.
Egal - ich muß da hin!
Mantra
Koffein ist nicht gleich Konzentration. Koffein ist nicht gleich Konzentration. Koffein ist nicht gleich...
In vier Tagen und einer Stunde bin ich frei. Zumindest sind die Ketten dann etwas länger.
In vier Tagen und einer Stunde bin ich frei. Zumindest sind die Ketten dann etwas länger.
Kindermund...
Ich sitze mit Chef und Chefin beim Kaffee. Um uns herum turnen die Kleine und eine ihrer Schulfreundinnen, die man beide glatt für Engel halten könnte, wenn sie nicht ständig die Klappe offen hätten, und schmieren nutella pfundweise auf Laugenbrezeln.
Es läutet an der Tür. Ungewöhnlich, die üblichen Kaffeebesucher benutzen den Lieferanteneingang oder die Terrassentür. Die Chefin geht zur Sprechanlage, einer der Engel rutscht halb unter den Tisch.
"Wer ist es denn?"
-"Deine Frau Mama."
-"Das hab´ ich befürchtet."
Ich wäre beinhae erstickt an meiner nutellafreien Butterbrezel und meinem Kaffee, lief hochrot an und konnte mich kaum mehr am Tisch halten. Als die Mutter auftauchte, rutschte der Engel vollends unter den Tisch, natürlich nicht ohne vorher mit einer Hand nach seiner Nutellabombe zu langen. Als die Chefin meinen Zustand der etwas konsternierten Mutter erklärte, und dabei auch den Anteil des Engels zur Sprache brachte, biß mich der Engel in den Fuß.
Gelassen langte ich unter den Tisch, zog den Engel am Kragen hoch und erklärte ihm, daß meine Socken bereits drei Tage alt, und meine Füße ungewaschen wären, während ich den Engel zur Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit langsam hin und her schlenkerte. Dies schockierte den Engel weniger als erwartet, denn er streckte mir ungerührt den Fuß entgegen und präsentierte ein ansehnliches Loch in der Socke, das dank der einheitlichen Graufärbung von Fuß und Socke nicht einmal besonders auffiel. Die Mutter war wohl solche Zustände nicht gewohnt, und man sah ihr an, daß sie am liebsten im Boden versunken wäre.
Also schnappte ich mir den Rest meiner Brezel und die beiden Engel, verfrachtete beim Hinausgehen die Brezel an ihren Bestimmungsort und die beiden Engel auf den Traktor, damit sie beim Futterladen wenigstens keinen Unsinn machen konnten. So durfte immerhin der Engel noch ein wenig dableiben, was durchaus im Sinn des Engels war, und ich brauchte mit den fröhlich krähenden Beinahe-Engeln kein Radio.
Es läutet an der Tür. Ungewöhnlich, die üblichen Kaffeebesucher benutzen den Lieferanteneingang oder die Terrassentür. Die Chefin geht zur Sprechanlage, einer der Engel rutscht halb unter den Tisch.
"Wer ist es denn?"
-"Deine Frau Mama."
-"Das hab´ ich befürchtet."
Ich wäre beinhae erstickt an meiner nutellafreien Butterbrezel und meinem Kaffee, lief hochrot an und konnte mich kaum mehr am Tisch halten. Als die Mutter auftauchte, rutschte der Engel vollends unter den Tisch, natürlich nicht ohne vorher mit einer Hand nach seiner Nutellabombe zu langen. Als die Chefin meinen Zustand der etwas konsternierten Mutter erklärte, und dabei auch den Anteil des Engels zur Sprache brachte, biß mich der Engel in den Fuß.
Gelassen langte ich unter den Tisch, zog den Engel am Kragen hoch und erklärte ihm, daß meine Socken bereits drei Tage alt, und meine Füße ungewaschen wären, während ich den Engel zur Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit langsam hin und her schlenkerte. Dies schockierte den Engel weniger als erwartet, denn er streckte mir ungerührt den Fuß entgegen und präsentierte ein ansehnliches Loch in der Socke, das dank der einheitlichen Graufärbung von Fuß und Socke nicht einmal besonders auffiel. Die Mutter war wohl solche Zustände nicht gewohnt, und man sah ihr an, daß sie am liebsten im Boden versunken wäre.
Also schnappte ich mir den Rest meiner Brezel und die beiden Engel, verfrachtete beim Hinausgehen die Brezel an ihren Bestimmungsort und die beiden Engel auf den Traktor, damit sie beim Futterladen wenigstens keinen Unsinn machen konnten. So durfte immerhin der Engel noch ein wenig dableiben, was durchaus im Sinn des Engels war, und ich brauchte mit den fröhlich krähenden Beinahe-Engeln kein Radio.
13.9.05
Nur geträumt
Heute morgen ergab ich mich vollkommen dem studentischen Leben - und drehte mich um halb sechs einfach noch einmal um.
Genaugenommen war nur der Wecker viel zu früh gestellt, ich habe heute keinen Stalldienst.
Ich schlief also selig wieder ein und träumte davon, einzukaufen. Ich füllte meinen Korb mit Dingen, die eindeutig zum Essen bestimmt waren, und die mich über die Maßen ansprachen, auch wenn ich mich jetzt an nichts Bestimmtes mehr erinnern kann.
Ich war wirklich enttäuscht, als ich heute morgen den Kühlschrank durchstöberte. Traumdeutung, anyone?
Genaugenommen war nur der Wecker viel zu früh gestellt, ich habe heute keinen Stalldienst.
Ich schlief also selig wieder ein und träumte davon, einzukaufen. Ich füllte meinen Korb mit Dingen, die eindeutig zum Essen bestimmt waren, und die mich über die Maßen ansprachen, auch wenn ich mich jetzt an nichts Bestimmtes mehr erinnern kann.
Ich war wirklich enttäuscht, als ich heute morgen den Kühlschrank durchstöberte. Traumdeutung, anyone?
Akkuschrauber und Kaffee
Ich bin als Allkunn der Familie ein wenig verschrien, und immer, wenn es bei einem Stückchen Handarbeit absolut keinen Blumentopf zu gewinnen gibt, holt man den Texaner. So auch gestern abend.
Ich saß gerade herum und versuchte mir einzureden, daß sich mein Kopf nach weniger alszwanzig sechs Bierchen nicht drehen dürfe, schon gar nicht beinahe vierundzwanzig Stunden später, und disputierte mit meinem Kopf etwas fruchtlos herum, als es an der Tür läutete. Ich stand etwas hastig auf, und setzte mich sofort wieder, um dem Weltall zu erklären, daß ich es garnicht nett finde, wenn es sich über meinen Kopf lustig macht, indem es sich um seine Achse dreht und seine Galaxien lüpft wie eine Ballerina ihr Kleidchen. Es läutete wieder, und ich vergaß die überaus stichhaltige Formulierung, die ich dem Weltall noch um die Ohren hatte hauen wollen, und ertrank stattdessen in einer Welle aus Kopfschmerzen, weil meine Ohren sich lärmbedingt nach innen verzogen hatten, und dem bißchen Hirn, das sowieso zitternd in einer Ecke hockte, auf die Nerven zu gehen begannen.
Derart betäubt und meines freien Willens beraubt blieb mir nichts anderes übrig als dem Läuten ein Ende zu bereiten und an die Tür zu gehen. Damit wurde ich zwar das Läuten los, aber das schrille Quieken meiner Nachbarin zwang eines meiner Ohren offenbar dazu, von meinem gemarterten Hirn abzulassen und sich in Richtung Magen zu verkriechen. Mit einer Hand am Hals, die einerseits versuchte, das widerspenstige Ohr zurück in Richtung Kopf zu bugsieren und andererseits den Magen, der offenbar neben der pochenden Leber ein wenig Platzangangst bekommen hatte, daran zu hindern, dem Ohr nach oben zu folgen, konnte ich weder diesen verfluchten Schachtelsatz anständig beenden noch der Nachbarin ihre Bitte abschlagen.
Ich versprach also, mir die Sache einmal anzusehen und verzog mich, um alle Organe noch einmal auf ihre Rechte und Pflichten hinzuweisen und mein Werkzeug zu holen.
Das schwerverwundete Möbel in ihrem Zimmer, das ich reparieren durfte, war einmal ein Bett gewesen. Offensichtlich hatte sie darauf Ringkämpfe veranstaltet, oder was auch immer junge Mädchen so auf ihren Betten tun. Die Besitzerin, um die sechzehn Jahre alt und noch kein Jahr hier wohnend, war etwas beschämt ob des desolaten Zustands des Wracks. Als ich mich umwandte, sprangen mir Dinge in die Augen, die, wenn sie nicht im Zimmer einer Sechzehnjährigen liegen und wenn ich nicht gerade derart verkatert bin, deutliche Hinweise auf das Grauen gegeben hätten, das diesem Bett widerfahren sein mußte. Aber mein arg gebeutelter Kopf schüttelte nur denselben und schnauzte mich an, ihn gefälligst in Ruhe zu lassen, für Vermutungen seien seine Hirnwindungen heute nicht zu gebrauchen.
Ich stieß also meinen konstruktivischen Verstand in die Seite, der sich daraufhin nur verschlafen umdrehte und mir zugrummelte, ich solle doch ein paar Latten einsetzen, bevor er sich die Decke über den Kopf zog und weiterschlief.
Um meine Unwissenheit zu übertünchen und das Mädchen etwas in Trab zu halten, beides Dinge, von denen ich vermute, daß sie nie schaden können, bestellte ich Kaffee. Das Mädchen verschwand in Richtung Küche, und ich zog meinen Zollstock aus der Tasche, um wenigstens etwas zu tun. Das Bett hatte sich in der Mitte gespreizt, die Seitenwände waren bereits angerissen, der Rost von den Auflagen heruntergefallen und unmöglich schräg verkeilt, an einer Ecke waren zwei Holzdübel ausgerissen. Das Bett war im Eimer, aber das konnte ich dem Mädchen ja nun schlecht sagen. Ich versuchte mich also an die weisen Worte aus meinem Kopf zu erinnern, doch das dröhnende "Klar! Bring her den Schnaps!" von gestern abend schien keine große Hilfe, wie ich es auch drehte und wendete. Da mir durch die ganze Dreherei und Wenderei sowieso schlecht wurde, drehte und wendete ich mich selbst eben auch, taumelte gemächlich zur Tür und ließ den Kaffee Kaffe und das Mädchen Mädchen sein.
Was haben Sie denn erwartet? Hä? Natürlich habe ich es repariert - mit einigen Dachlatten und einer Handvoll Spax. Toll - wie romantisch. Danke fürs Nachbohren. Und da Sie es nun schon so genau wissen, erlauben Sie mir bitte, Ihnen mitzuteilen, daß der Freund des Mädchens anwesend und genauso beschämt war wie selbiges. Wie die Karnickel, die zwei. Ja, furchtbar sowas. Sie sagen es! Den Gag hatten Sie doch erwartet, geben Sie es ruhig zu.
Oder hatten Sie auf meine lüsterne Ader und ein Ende im frisch reparierten Bett gehofft, wie? Sie brauchen Sich nicht zu schämen, schließlich sind wir alle nur Sexblogger.
Ach ja - der Kaffee war auch fad.
Ich saß gerade herum und versuchte mir einzureden, daß sich mein Kopf nach weniger als
Derart betäubt und meines freien Willens beraubt blieb mir nichts anderes übrig als dem Läuten ein Ende zu bereiten und an die Tür zu gehen. Damit wurde ich zwar das Läuten los, aber das schrille Quieken meiner Nachbarin zwang eines meiner Ohren offenbar dazu, von meinem gemarterten Hirn abzulassen und sich in Richtung Magen zu verkriechen. Mit einer Hand am Hals, die einerseits versuchte, das widerspenstige Ohr zurück in Richtung Kopf zu bugsieren und andererseits den Magen, der offenbar neben der pochenden Leber ein wenig Platzangangst bekommen hatte, daran zu hindern, dem Ohr nach oben zu folgen, konnte ich weder diesen verfluchten Schachtelsatz anständig beenden noch der Nachbarin ihre Bitte abschlagen.
Ich versprach also, mir die Sache einmal anzusehen und verzog mich, um alle Organe noch einmal auf ihre Rechte und Pflichten hinzuweisen und mein Werkzeug zu holen.
Das schwerverwundete Möbel in ihrem Zimmer, das ich reparieren durfte, war einmal ein Bett gewesen. Offensichtlich hatte sie darauf Ringkämpfe veranstaltet, oder was auch immer junge Mädchen so auf ihren Betten tun. Die Besitzerin, um die sechzehn Jahre alt und noch kein Jahr hier wohnend, war etwas beschämt ob des desolaten Zustands des Wracks. Als ich mich umwandte, sprangen mir Dinge in die Augen, die, wenn sie nicht im Zimmer einer Sechzehnjährigen liegen und wenn ich nicht gerade derart verkatert bin, deutliche Hinweise auf das Grauen gegeben hätten, das diesem Bett widerfahren sein mußte. Aber mein arg gebeutelter Kopf schüttelte nur denselben und schnauzte mich an, ihn gefälligst in Ruhe zu lassen, für Vermutungen seien seine Hirnwindungen heute nicht zu gebrauchen.
Ich stieß also meinen konstruktivischen Verstand in die Seite, der sich daraufhin nur verschlafen umdrehte und mir zugrummelte, ich solle doch ein paar Latten einsetzen, bevor er sich die Decke über den Kopf zog und weiterschlief.
Um meine Unwissenheit zu übertünchen und das Mädchen etwas in Trab zu halten, beides Dinge, von denen ich vermute, daß sie nie schaden können, bestellte ich Kaffee. Das Mädchen verschwand in Richtung Küche, und ich zog meinen Zollstock aus der Tasche, um wenigstens etwas zu tun. Das Bett hatte sich in der Mitte gespreizt, die Seitenwände waren bereits angerissen, der Rost von den Auflagen heruntergefallen und unmöglich schräg verkeilt, an einer Ecke waren zwei Holzdübel ausgerissen. Das Bett war im Eimer, aber das konnte ich dem Mädchen ja nun schlecht sagen. Ich versuchte mich also an die weisen Worte aus meinem Kopf zu erinnern, doch das dröhnende "Klar! Bring her den Schnaps!" von gestern abend schien keine große Hilfe, wie ich es auch drehte und wendete. Da mir durch die ganze Dreherei und Wenderei sowieso schlecht wurde, drehte und wendete ich mich selbst eben auch, taumelte gemächlich zur Tür und ließ den Kaffee Kaffe und das Mädchen Mädchen sein.
Was haben Sie denn erwartet? Hä? Natürlich habe ich es repariert - mit einigen Dachlatten und einer Handvoll Spax. Toll - wie romantisch. Danke fürs Nachbohren. Und da Sie es nun schon so genau wissen, erlauben Sie mir bitte, Ihnen mitzuteilen, daß der Freund des Mädchens anwesend und genauso beschämt war wie selbiges. Wie die Karnickel, die zwei. Ja, furchtbar sowas. Sie sagen es! Den Gag hatten Sie doch erwartet, geben Sie es ruhig zu.
Oder hatten Sie auf meine lüsterne Ader und ein Ende im frisch reparierten Bett gehofft, wie? Sie brauchen Sich nicht zu schämen, schließlich sind wir alle nur Sexblogger.
Ach ja - der Kaffee war auch fad.
12.9.05
Bekenntnisse eines Maschinenwesens (III)
Ich kann zum Mittagessen nichts Süßes sehen. Kaiserschmarr´n, süße Pfannkuchen und ähnliche Dinge drehen mir den Magen um.
Aus der Reihe: Dinge, die meine Mutter zur Verzweiflung trieben.
Aus der Reihe: Dinge, die meine Mutter zur Verzweiflung trieben.
Bekenntnisse eines Maschinenwesens (II)
Ich habe Abgst vor diesen Kochtöpfen mit Überdruckventil im Deckel. Ich benutze sie nur, nachdem ich das Ventil herausgedreht und gereinigt habe.
Meine Mutter würde mich auslachen, wenn sie das wüsste.
Ich denke, ihr solltet das wissen.
Meine Mutter würde mich auslachen, wenn sie das wüsste.
Ich denke, ihr solltet das wissen.
11.9.05
Satz des Abends
"Könntest Du bitte die Tür schließen, wenn Du aus dem Badezimmer gehst? Ich stehe schließlich gerade unter der Dusche. (...) Ja, ich dusche immer öffentlich. Ich habe keine Rechte. Ich bin vier Jahre alt."
(Familienfeste und andere Schwierigkeiten, heute abend bei arte.)
(Familienfeste und andere Schwierigkeiten, heute abend bei arte.)
Boys of summer
Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Deshalb an dieser Stelle ein Ausblick, der mir den Sommer im Gedächtnis erhält - der gute O&K Faun F 1110 im Fahrsilo, ein wenig Zeit in der ganzen Hektik, weil eine kleine Havarie behoben werden muß.Der Texaner legt sich unter den Radlader in den Schatten, riecht das frische Gras und kochendes Hydrauliköl, blinzelt nach oben in den wolkenlosen Himmel und schaut dem Falken nach, den die Linse des Telefons leider nicht einfangen konnte.
9.9.05
Großwildjagd im Serverraum
Nur weil ich meinen Vater im Büro angegrinst und ihm gesagt habe, daß er in khaki und mit beneidenswertem Urlaubsschnauzer eher nach britischen Großwildjäger der Jahrhundertwende denn nach seiner eigentlichen Profession aussieht, durfte ich den Rest des Nachmittags im Serverraum verbringen, um dem zickenden NAS mal zu zeigen, wer hier der Boss ist.
Wenigstens unsere Mädels haben gegluckst vor Freude. Und nach einer Stunde kam eine der Damen mit etwas Wasser in meine heiße und laute Arrestzelle, in der ich wegen Platzmangel an der Wand lehnte und in den Bildschirm starrte.
(Aus der Reihe: Stimmt zwar nicht hundertprozentig, hört sich aber gut an.)
Wenigstens unsere Mädels haben gegluckst vor Freude. Und nach einer Stunde kam eine der Damen mit etwas Wasser in meine heiße und laute Arrestzelle, in der ich wegen Platzmangel an der Wand lehnte und in den Bildschirm starrte.
(Aus der Reihe: Stimmt zwar nicht hundertprozentig, hört sich aber gut an.)
Denkwürdig
#
Den letzten Liebesbrief, den ich bisher bekam, habe ich direkt weggeworfen, nur weil aus dem Umschlag neben Wohnungsschlüsseln und besagtem Brief auch eine Einkaufsliste auftauchte.
Ich hasse übertriebenen Pragmatismus. Und ich kaufe keine Damenhygieneartikel.
#
Den ersten Liebesbrief, den ich je bekam, habe ich direkt weggeworfen, weil ich ihre Handschrift nicht lesen konnte. Trotzdem hat sie mich ihrer Mutter vorgestellt, bevor wir im Bad verschwanden. Wir waren sechs Jahre alt.
#
Daß ich einmal einen dicken Leitz-Ordner für meine Liebeskorrespondenz begonnen habe, mit dreißig Registerkarten, feinsäuberlich beschriftet und alphabetisch geordnet, hat sich als überzogene Reaktion herausgestellt.
#
Meiner ersten großen Liebe habe ich die Haare geschnitten. Dann durfte ich sie eine Woche nicht mehr besuchen, und es war aus zwischen uns. Außerdem gefiel sie mir ohne Haare auch nicht mehr besonders. Und die Konkurrenz im Kindergarten war groß.
#
Bei Postkarten stecke ich immer im Dilemma, sie entweder lesefertig aufzubewahren, wie es mir Spaß macht, sie betrachtungsfertig aufzuhängen, wie es sich gehört, oder sie wegzuwerfen, um nicht wieder im Dilemma zu stecken.
#
Ich machte mir einst Hoffnungen bei einer Dame, die bahauptet hatte, sie möge Naturburschen wie mich. Diese Hoffnungen zerstoben, als sie die Natur an meinen Schuhsohlen kleben sah.
#
Mittlerweile braucht eine Kurznachricht aus Italien für den Herflug genauso wie das absendende Telfon mit dem Auto.
#
Ich bin gestern noch einmal ganz schön braun geworden. Leider hatte ich ein Hemd an, das aufgrund ungünstiger Umstände auf einer Seite ärmellos, auf der anderen kurzärmelig ist. Und genauso sehe ich jetzt eben aus.
#
Ich werde alt oder Alkoholiker, wenn ich vorher darüber nachdenke, mich zu betrinken. Eher ersteres als Letzteres, da ich mich nach langem Zaudern (Ersteres!) so gut wie immer dagegen ebtscheide (Zweiteres!)
Den letzten Liebesbrief, den ich bisher bekam, habe ich direkt weggeworfen, nur weil aus dem Umschlag neben Wohnungsschlüsseln und besagtem Brief auch eine Einkaufsliste auftauchte.
Ich hasse übertriebenen Pragmatismus. Und ich kaufe keine Damenhygieneartikel.
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Den ersten Liebesbrief, den ich je bekam, habe ich direkt weggeworfen, weil ich ihre Handschrift nicht lesen konnte. Trotzdem hat sie mich ihrer Mutter vorgestellt, bevor wir im Bad verschwanden. Wir waren sechs Jahre alt.
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Daß ich einmal einen dicken Leitz-Ordner für meine Liebeskorrespondenz begonnen habe, mit dreißig Registerkarten, feinsäuberlich beschriftet und alphabetisch geordnet, hat sich als überzogene Reaktion herausgestellt.
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Meiner ersten großen Liebe habe ich die Haare geschnitten. Dann durfte ich sie eine Woche nicht mehr besuchen, und es war aus zwischen uns. Außerdem gefiel sie mir ohne Haare auch nicht mehr besonders. Und die Konkurrenz im Kindergarten war groß.
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Bei Postkarten stecke ich immer im Dilemma, sie entweder lesefertig aufzubewahren, wie es mir Spaß macht, sie betrachtungsfertig aufzuhängen, wie es sich gehört, oder sie wegzuwerfen, um nicht wieder im Dilemma zu stecken.
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Ich machte mir einst Hoffnungen bei einer Dame, die bahauptet hatte, sie möge Naturburschen wie mich. Diese Hoffnungen zerstoben, als sie die Natur an meinen Schuhsohlen kleben sah.
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Mittlerweile braucht eine Kurznachricht aus Italien für den Herflug genauso wie das absendende Telfon mit dem Auto.
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Ich bin gestern noch einmal ganz schön braun geworden. Leider hatte ich ein Hemd an, das aufgrund ungünstiger Umstände auf einer Seite ärmellos, auf der anderen kurzärmelig ist. Und genauso sehe ich jetzt eben aus.
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Ich werde alt oder Alkoholiker, wenn ich vorher darüber nachdenke, mich zu betrinken. Eher ersteres als Letzteres, da ich mich nach langem Zaudern (Ersteres!) so gut wie immer dagegen ebtscheide (Zweiteres!)
As tears go by
Gestern abend saß ich im Schaukelsessel und genoß mein Leben, als genau dieses sich plötzlich zickig stellte und beweisen wollte, daß es ganz schnell zuende sein kann, so ein Leben.
Ich schaukelte gemütlich vor mich hin, mehr oder minder im Takt zu meiner musikalischen Neuerwerbung, die aus den Lautsprechern rockte, hatte ein Bierchen auf dem Tisch stehen, genau richtig temperiert und so frisch, daß die Kohlensäure in kleinen Schwaden aus der Flasche zog, ein Buch in der Hand, das mich bei jedem Umblättern stärker in die Welt zwischen seinen Seiten zog, und spürte eine angenehme Müdigkeit nach einem langen und heißen Silagetag.
Ich brach ein Stück von dem Block aus ganzen Mandeln ab, die nur von Honig und Zuckerguß zusammengehalten wurden und von meiner Mutter ebenso verbrecherisch durch den Zoll geschmuggelt wie kämpferisch vor dem Appettit meines Vaters verteidigt worden waren.
Vor lauter Wohligkeit und Genuß überkam mich ein Kichern, das durch meinen ganzen Körper fuhr, und sich zu einem inneren Lachanfall ausweitete, der mir die Luft nahm und meinen Sessel ins Vibrieren brachte.
Ich stellte noch einige philosophische Betrachtungen darüber an, wie das Verhältnis von Lachanfällen, ganzen Mandeln im Mund und Bier im Magen sich bei Lachanfällen auf die Lebenserwartung von luxusmüden Mitteleuropäernin den Zwanzigern mit sechzehn auswirken würde, setzte mich etwas auf, und versuchte, meine Atmung wieder etwas anzustoßen, weil ich sie doch für unverzichtbar halte, und sei es nur aus der Gewohnheit heraus, als mir beim Aufsetzen ein rabiater Formel-1-Wagen in die Leiste fuhr um dort einigen schmerzhaften Schaden anzurichten. Eine meiner Hände löste sich unwillkürlich von meinem Hals, und fuhr an meine Leiste, um den Wagen aus dem metertiefen Krater zu kratzen, den er gefühlsmäßig dort hinterlassen hatte.
Ich war mir der Skurrilität meiner Situation durchaus bewußt, und versuchte, nach einem Stift zu greifen, um wenigstens noch einen Teil meiner Gedanken für die Nachwelt festzuhalten, oder zumindest noch eine ulkige Grabinschrift über meinen viel zu frühen und jähen Tod beim Genuß ganzer Mandeln und Bier. Stattdessen rutschte ich wenig königlich von meinem Sessel nach vorne auf dem Boden und röchelte vor mich hin, während mir immer noch die Lachtränen über die Wangen liefen, die Mandeln in meiner Luftröhre eine Panzersperre bastelten und das Bier von unten in meine Speiseröhre schwappte, um zu sehen, was denn dort oben so interessant sei, oder ob es nur noch mehr Gesellschaft durch diese ulkigen Mandeln bekommen sollte. Leider hatten sich diese ja im Weg geirrt, und waren grade dabei, mich umzubringen, während ich heldenhaft das Bier in seine Schranken verwies und mit einer Hand am Hals und der anderen an der Leiste leise zu sterben versuchte, um "As tears go by" der Rolling Stones nicht zu stören. Ich schaffte es eben noch, einem lustigen letzten Gedanken folgend, mit der Nase auf die Wiederholtaste des CD-Spielers zu drücken, ehe ich zusammenbrach und mit dem Kinn auf dem Verstärker aufschlug, was mein Genick mit einem entsetzten Knacken quittierte.
Ich dachte daran, ob die Kreide, mit der man meine toten Umrisse aufzeichnen würde, auf dem blanken Parkett überhaupt halten würde und ob man sie vielleicht in rot bekommen könnte, bevor ich verschied und Tage später von den Nachbarn gefunden wurde, die der Auffassung waren, daß man "As tears go by" nun wirklich nicht tagelang hören könne, und ich solle das gefälligst unterlassen.
Also stand ich, obschon bereits drei Tage tot und kalt, noch einmal auf, um die Wiederholtaste erneut zu drücken, weil auch Mick Jagger mittlerweile bei den leisen Stellen etwas vergrätzt klang, und offenkundig darum bat, noch ein anderes Stück zum Besten geben zu dürfen. Daß er allerdings nun auch noch "(I can´t get no) satisfaction" grölte, hätte ich ihm sicher nicht verziehen, wenn ich noch gelebt hätte.
Es ist ganz schön schwer, Texte zu tippen, wenn man tot ist, glaubt mir.
Ich schaukelte gemütlich vor mich hin, mehr oder minder im Takt zu meiner musikalischen Neuerwerbung, die aus den Lautsprechern rockte, hatte ein Bierchen auf dem Tisch stehen, genau richtig temperiert und so frisch, daß die Kohlensäure in kleinen Schwaden aus der Flasche zog, ein Buch in der Hand, das mich bei jedem Umblättern stärker in die Welt zwischen seinen Seiten zog, und spürte eine angenehme Müdigkeit nach einem langen und heißen Silagetag.
Ich brach ein Stück von dem Block aus ganzen Mandeln ab, die nur von Honig und Zuckerguß zusammengehalten wurden und von meiner Mutter ebenso verbrecherisch durch den Zoll geschmuggelt wie kämpferisch vor dem Appettit meines Vaters verteidigt worden waren.
Vor lauter Wohligkeit und Genuß überkam mich ein Kichern, das durch meinen ganzen Körper fuhr, und sich zu einem inneren Lachanfall ausweitete, der mir die Luft nahm und meinen Sessel ins Vibrieren brachte.
Ich stellte noch einige philosophische Betrachtungen darüber an, wie das Verhältnis von Lachanfällen, ganzen Mandeln im Mund und Bier im Magen sich bei Lachanfällen auf die Lebenserwartung von luxusmüden Mitteleuropäern
Ich war mir der Skurrilität meiner Situation durchaus bewußt, und versuchte, nach einem Stift zu greifen, um wenigstens noch einen Teil meiner Gedanken für die Nachwelt festzuhalten, oder zumindest noch eine ulkige Grabinschrift über meinen viel zu frühen und jähen Tod beim Genuß ganzer Mandeln und Bier. Stattdessen rutschte ich wenig königlich von meinem Sessel nach vorne auf dem Boden und röchelte vor mich hin, während mir immer noch die Lachtränen über die Wangen liefen, die Mandeln in meiner Luftröhre eine Panzersperre bastelten und das Bier von unten in meine Speiseröhre schwappte, um zu sehen, was denn dort oben so interessant sei, oder ob es nur noch mehr Gesellschaft durch diese ulkigen Mandeln bekommen sollte. Leider hatten sich diese ja im Weg geirrt, und waren grade dabei, mich umzubringen, während ich heldenhaft das Bier in seine Schranken verwies und mit einer Hand am Hals und der anderen an der Leiste leise zu sterben versuchte, um "As tears go by" der Rolling Stones nicht zu stören. Ich schaffte es eben noch, einem lustigen letzten Gedanken folgend, mit der Nase auf die Wiederholtaste des CD-Spielers zu drücken, ehe ich zusammenbrach und mit dem Kinn auf dem Verstärker aufschlug, was mein Genick mit einem entsetzten Knacken quittierte.
Ich dachte daran, ob die Kreide, mit der man meine toten Umrisse aufzeichnen würde, auf dem blanken Parkett überhaupt halten würde und ob man sie vielleicht in rot bekommen könnte, bevor ich verschied und Tage später von den Nachbarn gefunden wurde, die der Auffassung waren, daß man "As tears go by" nun wirklich nicht tagelang hören könne, und ich solle das gefälligst unterlassen.
Also stand ich, obschon bereits drei Tage tot und kalt, noch einmal auf, um die Wiederholtaste erneut zu drücken, weil auch Mick Jagger mittlerweile bei den leisen Stellen etwas vergrätzt klang, und offenkundig darum bat, noch ein anderes Stück zum Besten geben zu dürfen. Daß er allerdings nun auch noch "(I can´t get no) satisfaction" grölte, hätte ich ihm sicher nicht verziehen, wenn ich noch gelebt hätte.
Es ist ganz schön schwer, Texte zu tippen, wenn man tot ist, glaubt mir.
Heute morgen las ich in diesem Blog, hocherfreut darüber, jemanden im Netz gefunden zu haben, der mir so ähnlich schien. Ich ärgerte mich nur ein wenig darüber, daß in den letzten Tagen nichts Neues erschienen war.
Erst dann fiel mir ein, daß ich ja selbst etwas schreiben könnte.
Und das tue ich nun.
Erst dann fiel mir ein, daß ich ja selbst etwas schreiben könnte.
Und das tue ich nun.
4.9.05
An dieser Stelle gab es eben einen Quasi-Ticker vom Wahlspektakel.
(Mit mir in den Kommentaren.)
Sehr amüsant.
(Mit mir in den Kommentaren.)
Sehr amüsant.
Ich bin reichlich sprachlos derzeit.
Ich plage mich mal wieder mit einer eingebildeten Lebenskrise herum.
Ich bin froh, daß die Krise nicht einmal teilweise rot schimmert. Es hat keinen Sinn, dem roten Schimmer zu erklären, daß ich mich ärgere, wenn ignoriert wird, was ich sage.
Ich habe heute einen Anruf von meinem Vater bekommen. Im Grunde genommen hat er nicht viel gesagt, aber ich hätte mein telefonino aufessen können vor Freude. Er hat genau den Kern getroffen, wie immer eben, wenn wir beide genügend Abstand haben. Die beiden großen Schweiger der Familie, die Eigenbrödler, die beiden, die alle Jahre eine Hundertahchtzig-Grad-Wende im Leben brauchen. Ich fühlte mich plötzlich wichtig, ohne von Nutzen sein zu müssen, ich fühlte mich unterstützt, ohne Leistung bringen zu müssen, ich habe verstanden, daß ich nicht alles können muß, daß mein Wollen für manche Menschen reicht.
Ich bin dieses Jahr einmal dehydriert und mit einem Koffeinspiegel im Blut, der ohne weiteres meine Pumpe hätte lahmlegen können, im Krankenhaus aufgewacht. Das muß nicht noch einmal passieren. Mein Schutzengel ist beschäftigt genug mit meinen sonstigen Dummheiten.
Ich habe Freunde, die zu mir kommen und für mich kochen, wenn ich allein bin.
Ich habe sogar eine Freundin, die für mich waschen würde. Die ihren Kolleginnen erzählt, was für ein toller Kerl ich sei, und mich mit einer nach der anderen verabredet. Die mir Kurznachrichten schreibt, einfach so. Die mich tätschelt, und lacht, wenn ich vor Schreck an die Decke springe. Die es einfach noch einmal versucht, wenn ich am Fenster sitze und weit weg bin. Mit der ich sofort Ruhe finde. Mit der ich gerne am Fenster rauche. Die meine Haare zaust.
Ich kann Stille und Lärm genießen, Reglosigkeit und Schallgeschwindigkeit.
Ich sollte ein wenig dankbar sein für das alles.
Ich sollte mir überlegen, was ich anfangen will mit meinem Studium, meiner Arbeit, meiner Freizeit. Und ob ich nicht doch teilen möchte.
Und um die gedrückte, hochgeistige Stimmung ein wenig zu heben, sollte ich mir auch überlegen, was ich aus den Resten heute abend kochen soll. Und noch einmal den Artikel über den Texaner und die Waschmaschine überfliegen.
Ich plage mich mal wieder mit einer eingebildeten Lebenskrise herum.
Ich bin froh, daß die Krise nicht einmal teilweise rot schimmert. Es hat keinen Sinn, dem roten Schimmer zu erklären, daß ich mich ärgere, wenn ignoriert wird, was ich sage.
Ich habe heute einen Anruf von meinem Vater bekommen. Im Grunde genommen hat er nicht viel gesagt, aber ich hätte mein telefonino aufessen können vor Freude. Er hat genau den Kern getroffen, wie immer eben, wenn wir beide genügend Abstand haben. Die beiden großen Schweiger der Familie, die Eigenbrödler, die beiden, die alle Jahre eine Hundertahchtzig-Grad-Wende im Leben brauchen. Ich fühlte mich plötzlich wichtig, ohne von Nutzen sein zu müssen, ich fühlte mich unterstützt, ohne Leistung bringen zu müssen, ich habe verstanden, daß ich nicht alles können muß, daß mein Wollen für manche Menschen reicht.
Ich bin dieses Jahr einmal dehydriert und mit einem Koffeinspiegel im Blut, der ohne weiteres meine Pumpe hätte lahmlegen können, im Krankenhaus aufgewacht. Das muß nicht noch einmal passieren. Mein Schutzengel ist beschäftigt genug mit meinen sonstigen Dummheiten.
Ich habe Freunde, die zu mir kommen und für mich kochen, wenn ich allein bin.
Ich habe sogar eine Freundin, die für mich waschen würde. Die ihren Kolleginnen erzählt, was für ein toller Kerl ich sei, und mich mit einer nach der anderen verabredet. Die mir Kurznachrichten schreibt, einfach so. Die mich tätschelt, und lacht, wenn ich vor Schreck an die Decke springe. Die es einfach noch einmal versucht, wenn ich am Fenster sitze und weit weg bin. Mit der ich sofort Ruhe finde. Mit der ich gerne am Fenster rauche. Die meine Haare zaust.
Ich kann Stille und Lärm genießen, Reglosigkeit und Schallgeschwindigkeit.
Ich sollte ein wenig dankbar sein für das alles.
Ich sollte mir überlegen, was ich anfangen will mit meinem Studium, meiner Arbeit, meiner Freizeit. Und ob ich nicht doch teilen möchte.
Und um die gedrückte, hochgeistige Stimmung ein wenig zu heben, sollte ich mir auch überlegen, was ich aus den Resten heute abend kochen soll. Und noch einmal den Artikel über den Texaner und die Waschmaschine überfliegen.
1.9.05
Während der letzten Tage
habe ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Beziehung geplant.
Und es hat keinen Sinn.
Ich bin müde, fertig, am Ende meiner Kräfte, und vielleicht ein gutes Stück darüber hinaus. Mir fehlen dazu die Worte. Es ist nicht mehr diese gute Müdigkeit nach harter Arbeit, die in den Fingern kribbelt und Augen zufallen lässt.
Es ist ein Gefühl, das Hirn abzuschalten, das sowieso nur noch zeitverzögert und unverständlich reagiert. Die Befehle an den Körper kommen nicht mehr aus dem Kopf, nur noch aus, ja woher eigentlich?
Ich möchte wieder alles umwerfen, was ich aufgebaut habe, wieder alles zerstören. Wieder einmal.
Ist es Ironie des Lebens, daß der Junge, der schon mit fünfzehn Familienplanung betrieben hat, mit dreiundzwanzig wieder oder immer noch alleine ist? Ist die Balgerei auf dem Sofa, die ganze Gefühlsenergie, die investiert wurde, alles Planen, Denken, Lieben nur dazu da, um sich hinterher aufzuregen?
Morgen geht es mir wieder besser. Da regnet es hoffentlich.
Und es hat keinen Sinn.
Ich bin müde, fertig, am Ende meiner Kräfte, und vielleicht ein gutes Stück darüber hinaus. Mir fehlen dazu die Worte. Es ist nicht mehr diese gute Müdigkeit nach harter Arbeit, die in den Fingern kribbelt und Augen zufallen lässt.
Es ist ein Gefühl, das Hirn abzuschalten, das sowieso nur noch zeitverzögert und unverständlich reagiert. Die Befehle an den Körper kommen nicht mehr aus dem Kopf, nur noch aus, ja woher eigentlich?
Ich möchte wieder alles umwerfen, was ich aufgebaut habe, wieder alles zerstören. Wieder einmal.
Ist es Ironie des Lebens, daß der Junge, der schon mit fünfzehn Familienplanung betrieben hat, mit dreiundzwanzig wieder oder immer noch alleine ist? Ist die Balgerei auf dem Sofa, die ganze Gefühlsenergie, die investiert wurde, alles Planen, Denken, Lieben nur dazu da, um sich hinterher aufzuregen?
Morgen geht es mir wieder besser. Da regnet es hoffentlich.