Ich denke, die Suchbegriffe, die in den Logs auftauchen, spiegeln nicht nur wieder, zu welchem Zweck für manche das Internet besteht, sondern auch, über welche Themen ich schreibe. Denn so eine Suche ist immer ein zweischneidiges Schwert. Es muß jemanden geben, der sich für diesen Begriff interessiert und jemanden, der diesen Begriff schon verwendet hat. Wessen Interesse ist nun größer?
Deshalb habe ich bestimmte Suchbegriffe außen vor gelassen. Nur wo ich mir vorstellen konnte, daß die Erwartungen der Suchende total enttäuscht wurden, konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Wo sich Suchbegriff und gefundener Artikel diametral widersprechen, zeigt sich die Unvollkommenheit der Suchmaschinen, die vielleicht indirekt auch etwas mit der Unvollkommenheit der Kommunikation an sich zu tun hat. Trotz aller Deutlichkeit bleibt Deutungsmöglichkeit. Außerdem bin ich erschrocken darüber, daß die Geschichten, die ich im Rahmen meiner beschränkten schreiberischen Möglichkeiten für meine schönsten hielt, so weit zurück bleiben hinter den Augenblickseingebungen, den stimmungsbedingten Wutanfällen, den Zweizeilern, in denen ich der Welt einmal kurz vor die Füße spucke, mit denen sie dann wieder munter auf mir herumtrampelt.
Wahnsinn, was?
1. perversAuf diesen, den häufigsten aller Suchbegriffe, hin taucht ein Artikel auf, der... Ach, sucht doch selbst! Jedenfalls werden Menschen, die sich nicht für meterhohe Lautsprechertürme begeistern können, enttäuscht sein. Oder ebendiese pervers finden. Dann wäre die Welt durch ein doppeltes Mißverständniss quasi wieder im Lot. Man kann ja nicht alles haben.
2. klofick meisterWäre ich geworden. Es ging um ein Filmprojekt. Ich hatte die Rolle quasi schon. Gemeinsam mit S. Das wäre was geworden! Geschichten für die Ewigkeit, wilder, hemmungsloser Sex vor der Kamera und so.
Leider war ich damals erst fünfzehn. Und der Regisseur bekam beinahe einen Herzinfarkt, weil ich mit Mamis gestrickten Socken und zigfach geflickten Hosen, aufgeschlagenen Knien und rasiertem Kopf, weil es das Gesicht noch nicht nötig hatte, nicht unbedingt danach aussah. Nicht wegen Jugendschutz und so, denn Kunst ist Kunst ist Kunst! Sondern einfach nur, weil es unglaubwürdig gewesen wäre.
Dem Suchenden möchte ich mit auf den Weg geben, daß alle obengenannten Details bei der Erlangung der Meisterschaft im, wiesollichsagen, Kloficken eben, sehr hinderlich sind. Außerdem sollte man dazu einen Partner auftreiben. Ehrlich. Und wenn es geklappt hat, eröffnest Du ein Blog, ja? Weil DAS will ich lesen!
3. eschacher luftOh ja. Hatten wir schon mal. So ziemlich das übelste Zeug, das hier aus der Gegend kommt, wenn man einmal von Leberkäse mit Schlagsahne absieht. Treibt dir die Luft aus den Lungen und die Tränen aus den Augen, wirkt wie der Kuss einer Königskobra und ist wahrscheinlich genauso tödlich. Ich trinke keinen mehr, weil der Eindruck bei der Damenwelt doch arge Kratzer bekommt, wenn man nach dem ersten Glas keuchend am Boden liegt, nach dem zweiten auf der Bar tanzt und nach dem dritten ganz unanständige Sachen tut, die allerdings nur zum Teil mit Punkt 2 zu tun haben. Also Finger weg, wenn ihr euer Hirn nicht auf dem Boden zusammensuchen wollt. (Siehe hierzu auch: Pangalaktischer Donnergurgler.)
4.marta jandova nacktIch gehe davon aus, daß sie nackt noch besser aussieht als bekleidet. Hatte allerdings noch keine Gelegenheit, das zu überprüfen. Ich schließe mich also diesem Hilferuf dezent an.
Meine Empfehlung ist ein Konzert von Die Happy. Kann unter Verwendung von Punkt 3. zu Punkt 1. führen, eventuell über Punkt 2. Gilt allerdings auch ohne die obengenannten Punkte. Schon mal mit Musik versucht?
5. arsch der weltJa. Lumpenburg. (Nachbarort, phonetische Schreibweise).
6. jungs sind so hegmannNa toll. Und da kommt ihr zu mir? Das
hier ist die richtige Adresse. Dort findet man auch ab und an einen Satz von mir, wenn ich meine Klappe mal wieder nicht halten kann. Vielleicht kommt ihr dann ja wieder einmal bei mir vorbei.
Aber ich gebe es ja ehrlich zu: Die Geschichten von Herrn Hegmann sind spitze. Deshalb mache ich euch keinen Vorwurf. Geht nur, laßt mich hier alleine! Und kauft wenigstens eines seiner Bücher! Marschmarsch!
7. und
8. make my day bzw.
you make my dayDanke, danke. Wenn dies allerdings jeden Tag gewünscht wird, sollte man sich auch ab und an
hier umsehen. Making my day. Everyday.
Doch über ein wenig Lob freue ich mich auch. You made my day.
9. bundeswehrhosen rotGibt es nicht im Original. Nur in oliv. Ist außerdem unpolitischer. Und vielleicht gesünder für unsere Jungs. Tarnung und so.
Rot werden Hosen bevorzugt, wenn man den Eisenmatten zu nahe kommt, die als Armierung in Schalungen gelegt werden. Das tut dann aber weh und macht überhaupt keinen Spaß.
10. friseurin schneidet nackt haareDazu sollte man vielleicht nicht jede beliebige Friseurin heranziehen. Und wenn sie schon nackt ist, kann die Schere auch außen vor bleiben. Mit so einem Frisierstuhl lassen sich bestimmt ganz tolle Dinge anstellen (siehe Punkt 1.). Wäre bestimmt ein Highlight, wenn auch nicht unbedingt ein Strähnchen.
11. nacken junge nackt gesã¤ã_ schlug trug zogIch bin da etwas überfragt... Aber Gewalt ist keine Lösung.
12. altmodische unterwäsche bilderIch dachte, Feinripp-Unterhemden kämen wieder in Mode? Nicht? Ansonsten empfehle ich das Miedermuseum von Triumph in Heubach. (Motorradfanatiker, Zunge wieder einrollen. Es wird keine Speed Triple im Bikini gezeigt.)
13. afrikaner trägt flip-flopsWenn er das denn gerne tut...
14. mädchen inkontinentDas ist allerdings ein Problem. Vor allem ab einem gewissen Alter. Windeln machen sich mit sechzehn einfach schlecht unter Stringtanga und Hüfthosen. Außerdem sieht man das Arschgeweih dann so schlecht.
15. was erwartest du von mir?Kommt darauf an. Erzähl doch noch ein wenig von Dir!
16. meine schwester oben-ohneWer ist denn Deine Schwester? Vielleicht könntest Du mich ihr einmal vorstellen? Zur not auch oben-mit?
17. lebenslauf eines alkoholikerJetzt aber... Frag in zehn Jahren noch mal nach, okay?
18. ständer mannschaftsduscheVielleicht hängt man daran Kleider auf? Hätte ich mich zum Miss-Bikini-Wettbewerb eingemogelt, wie es geplant war, könnte ich dazu bestimmt mehr sagen. Allerdings auch zu Dingen wie "blaues Auge in Mannschaftsdusche" oder "Schmerzen in Umkleide". Darauf könnte ich verzichten.
19. güllefass aus unna billmerichZu weit entfernt. Da müßte es sehr günstig sein.
Das Lied heißt "Pflanzen brauchen Dünger". Und ist der Bringer zum Stammtisch an Wintersamstagabenden. Aber jetzt ist Sommer.
(
Herr Hegmann hat mich auf diese Idee gebracht.)