31.3.05
26.3.05
Spread your wings
"He spends his evenings alone in his hotel room
Keeping his thoughts to himself he'd be leaving soon
Wishing he was miles and miles away
Nothing in this world nothing would make him stay"
(Blind Guardian - Spread your wings)
Ich würde mich riesig auf dieses Fest freuen:
Einer der Jungs wird achtzehn und feiert im Bauwagen.
Die anderen haben ihm ein wirklich irres Geschenk gekauft.
Ich bin wie selbstverständlich dabei.
Meine Meinung ist gefragt.
Meine Arbeit wird geachtet.
Meine Musik wird gespielt.
Gestern war Vollmond.
Morgen früh nur kurz melken, dann den ganzen Tag verschlafen.
Morgen nachmittag als Neumitglied im Motorradclub die Ausfahrt anschreien.
Du bist nicht da.
Ach, fuck Welt.
(Kennt noch jemand diese "Insider" aus der Schulzeit, die eine Clique vom Rest abhob? Dieser eine Satz, der immer weiter reduziert wurde, weil man wußte, was gemeint war. Und weil alle anderen es nicht wußten. Was ganz unbewußt entstand. Was bleibt.)
Mich alleine zu amüsieren hast Du mir ganz nett ausgetrieben. Respekt.
(Bis hier habe ich den Artikel am Samstag geschrieben. Heute ist Montag. Alles ist anders.)
Ich habe mich in letzter Zeit immer wieder gemeldet, bin mit ihr gelaufen, und habe ihr auch sonst versucht, jede Gelegenheit zu geben, sich irgendwie zu zeigen. Aber sie flieht mich. Sie kommt nicht mehr zu den Jungs in den Bauwagen, sie geht nicht mehr zu den selben Festen wie wir. Sie hängt sich sehr in ihre TaeBo-Gruppe, geht mit den Mädels aus.
Heute abend habe ich sie gefragt, wie denn der Urlaub verlaufen sei. Ihre Antwort war eher spärlich. Da ich bei der Taufe heute mittag diese ganzen glücklichen Pärchen ertragen mußte, war die Mischung schon recht brisant.
Ich fuhr also bei ihr vorbei. Ich stand tropfend vor dem Sofa, und nur N. redete mit mir. Sie beteiligte sich nur wenig, wollte nur ein paar Details vom Wochenende wissen. Als F. kam, war sie sofort voll aufgedreht. Wir saßen auf dem Sofa, und plötzlich lief es. Alles lachte, laberte. Und die Themen gingen voll an mir vorbei. Weder bei den Mädels vom Studio noch bei irgendwelchen flotten Dreiern kann ich mitreden. Ich hasse es, so außen vor zu sein. Und irgendwie scheint sie sich zu entfernen. Gewollt. Von der Skiausfahrt im November kamen an drei Tagen noch zehn "Grüße aus dem Schnee" mit dem Neuesten. Jetzt kam nichts mehr. Sie sieht auch fertig aus.
Meine Grenze ist erreicht. Mittlerweile tut sie so, als hätte nicht ich unseren Urlaub gecancelt sondern sie ihn zugunsten eines anderen. Ich will nicht mehr. Ich kam ohne sie besser klar. Was sie mir geschenkt hat, vermisse ich freilich. Aber es hilft nichts, nur zurückzuschauen. Und in Front sehe ich sie nicht. Keine gemeinsamen Anhaltspunkte mehr.
Ich werde nicht, wie schon des öfteren, alle ihre Nachrichten und ihre Nummer löschen. Das funktiniert nicht. Ich versuche es mit dem Entschluß, ihren zu akzeptieren. Vielleicht komme ich damit klar. Und ich hasse den Tag, als ich sie kennenlernte. Seither schlägt meine vorher so ruhige See Wellen, die mich ersäufen. Und kein Boot in Sicht. Ich kann hier nicht weg. Sie will nicht weg. Sie geht mir aus dem Weg, verlässt die Kreise. Dieser Prozess hat, wie ich jetzt sehe, schon länger begonnen. Zu Anfang war ich eher ein Fixpunkt darin, wichtig und regelmäßig. Jetzt bin ich Peripherie, bald falle ich über den Rand. Natürlich schmerzt das. Aber so kann es nicht ewig weitergehen. Ich wüte nicht mehr, ich ruhe. Apathisch. In mir brennt es zwar, doch wohin mit dem Feuer? Interessant wird die Zeitspanne, bis es gelöscht ist. Auch ihre Dauer. Zeugt diese doch von der Intensität.
An einem Gummiseil darf man nicht ruckartig reißen. Man wird zurückgezogen. Zieht man aber langsam und stetig, und schneidet im rechten Moment ein wenig daran, reißt es, und nur ein kleiner Teil fliegt einem um die Ohren.
Alles, was ich sagen wollte, klang falsch. Was so schön zurechtgelegt war, verflog. Nichts blieb. Außer der Gewissheit, daß es keinen Wert mehr hat, sich zu mühen. Das beantwortet die erste Frage, die ich stellen wollte. Ich hoffe, ich kann langsam genug ziehen. Und auf ein scharfes Messer.
Tschüss, meine Rote. Vieles erinnert noch an Dich. Wer jetzt den Piano Man spielt, wird standrechtlich erschossen. Und wer mich zum nächsten Konzert der 12Strings schleift, ebenso. Was quäle ich mich eigentlich?
So langsam komme ich mir vor wie ein JoJo. Und ich wollte mal was über Konservative schreiben. Memo!
Aber vorerst ist hier dicht. Bis sich aus der persönlichen Krise etwas Schreibenswertes ergibt. Ich ermüde. Mich und andere. Meine Faszination versteht nicht, wer sie nicht kennt.
Addicted to red.
Keeping his thoughts to himself he'd be leaving soon
Wishing he was miles and miles away
Nothing in this world nothing would make him stay"
(Blind Guardian - Spread your wings)
Ich würde mich riesig auf dieses Fest freuen:
Einer der Jungs wird achtzehn und feiert im Bauwagen.
Die anderen haben ihm ein wirklich irres Geschenk gekauft.
Ich bin wie selbstverständlich dabei.
Meine Meinung ist gefragt.
Meine Arbeit wird geachtet.
Meine Musik wird gespielt.
Gestern war Vollmond.
Morgen früh nur kurz melken, dann den ganzen Tag verschlafen.
Morgen nachmittag als Neumitglied im Motorradclub die Ausfahrt anschreien.
Du bist nicht da.
Ach, fuck Welt.
(Kennt noch jemand diese "Insider" aus der Schulzeit, die eine Clique vom Rest abhob? Dieser eine Satz, der immer weiter reduziert wurde, weil man wußte, was gemeint war. Und weil alle anderen es nicht wußten. Was ganz unbewußt entstand. Was bleibt.)
Mich alleine zu amüsieren hast Du mir ganz nett ausgetrieben. Respekt.
(Bis hier habe ich den Artikel am Samstag geschrieben. Heute ist Montag. Alles ist anders.)
Ich habe mich in letzter Zeit immer wieder gemeldet, bin mit ihr gelaufen, und habe ihr auch sonst versucht, jede Gelegenheit zu geben, sich irgendwie zu zeigen. Aber sie flieht mich. Sie kommt nicht mehr zu den Jungs in den Bauwagen, sie geht nicht mehr zu den selben Festen wie wir. Sie hängt sich sehr in ihre TaeBo-Gruppe, geht mit den Mädels aus.
Heute abend habe ich sie gefragt, wie denn der Urlaub verlaufen sei. Ihre Antwort war eher spärlich. Da ich bei der Taufe heute mittag diese ganzen glücklichen Pärchen ertragen mußte, war die Mischung schon recht brisant.
Ich fuhr also bei ihr vorbei. Ich stand tropfend vor dem Sofa, und nur N. redete mit mir. Sie beteiligte sich nur wenig, wollte nur ein paar Details vom Wochenende wissen. Als F. kam, war sie sofort voll aufgedreht. Wir saßen auf dem Sofa, und plötzlich lief es. Alles lachte, laberte. Und die Themen gingen voll an mir vorbei. Weder bei den Mädels vom Studio noch bei irgendwelchen flotten Dreiern kann ich mitreden. Ich hasse es, so außen vor zu sein. Und irgendwie scheint sie sich zu entfernen. Gewollt. Von der Skiausfahrt im November kamen an drei Tagen noch zehn "Grüße aus dem Schnee" mit dem Neuesten. Jetzt kam nichts mehr. Sie sieht auch fertig aus.
Meine Grenze ist erreicht. Mittlerweile tut sie so, als hätte nicht ich unseren Urlaub gecancelt sondern sie ihn zugunsten eines anderen. Ich will nicht mehr. Ich kam ohne sie besser klar. Was sie mir geschenkt hat, vermisse ich freilich. Aber es hilft nichts, nur zurückzuschauen. Und in Front sehe ich sie nicht. Keine gemeinsamen Anhaltspunkte mehr.
Ich werde nicht, wie schon des öfteren, alle ihre Nachrichten und ihre Nummer löschen. Das funktiniert nicht. Ich versuche es mit dem Entschluß, ihren zu akzeptieren. Vielleicht komme ich damit klar. Und ich hasse den Tag, als ich sie kennenlernte. Seither schlägt meine vorher so ruhige See Wellen, die mich ersäufen. Und kein Boot in Sicht. Ich kann hier nicht weg. Sie will nicht weg. Sie geht mir aus dem Weg, verlässt die Kreise. Dieser Prozess hat, wie ich jetzt sehe, schon länger begonnen. Zu Anfang war ich eher ein Fixpunkt darin, wichtig und regelmäßig. Jetzt bin ich Peripherie, bald falle ich über den Rand. Natürlich schmerzt das. Aber so kann es nicht ewig weitergehen. Ich wüte nicht mehr, ich ruhe. Apathisch. In mir brennt es zwar, doch wohin mit dem Feuer? Interessant wird die Zeitspanne, bis es gelöscht ist. Auch ihre Dauer. Zeugt diese doch von der Intensität.
An einem Gummiseil darf man nicht ruckartig reißen. Man wird zurückgezogen. Zieht man aber langsam und stetig, und schneidet im rechten Moment ein wenig daran, reißt es, und nur ein kleiner Teil fliegt einem um die Ohren.
Alles, was ich sagen wollte, klang falsch. Was so schön zurechtgelegt war, verflog. Nichts blieb. Außer der Gewissheit, daß es keinen Wert mehr hat, sich zu mühen. Das beantwortet die erste Frage, die ich stellen wollte. Ich hoffe, ich kann langsam genug ziehen. Und auf ein scharfes Messer.
Tschüss, meine Rote. Vieles erinnert noch an Dich. Wer jetzt den Piano Man spielt, wird standrechtlich erschossen. Und wer mich zum nächsten Konzert der 12Strings schleift, ebenso. Was quäle ich mich eigentlich?
So langsam komme ich mir vor wie ein JoJo. Und ich wollte mal was über Konservative schreiben. Memo!
Aber vorerst ist hier dicht. Bis sich aus der persönlichen Krise etwas Schreibenswertes ergibt. Ich ermüde. Mich und andere. Meine Faszination versteht nicht, wer sie nicht kennt.
Addicted to red.
25.3.05
Ich denke darüber nach, meinen Polo gegen einen Samurai zu tauschen. So ein Geländewagen hätte schon was. Mein Vater ist zwar derzeit Feuer und Flamme, hofft er doch, mich vom Motorradfahren abzubringen, aber wenn es ums Bezahlen geht, darf ich mich wieder alleine durchwühlen. Geld ist nicht alles - aber ohne Geld ist alles nichts.
Heute morgen kurze Notoperation mit dem Tierarzt. Labmagenverlagerung. Alles klar bei der Kalbin, weniger bei mir. Das Biest hat mich ganz nett in den Magen getreten. Wer sich wundert, wie das geht: Um einen Labmagen wieder richtig hinzubekommen, wird das Tier betäubt und auf den Rücken gerollt. Dann hält man die Beine (des Tieres) nach oben, und das Geraffel unter dem Leder wird festgenäht. Hört sich einfacher an, als es ist. Und wenn es da mal länger dauert, und die Betäubung nachlässt, und dann auch noch so ein doofer Texaner die Hinterhand halten muß...
Ich gehe jetzt wieder ins Bett. Aua.
Heute morgen kurze Notoperation mit dem Tierarzt. Labmagenverlagerung. Alles klar bei der Kalbin, weniger bei mir. Das Biest hat mich ganz nett in den Magen getreten. Wer sich wundert, wie das geht: Um einen Labmagen wieder richtig hinzubekommen, wird das Tier betäubt und auf den Rücken gerollt. Dann hält man die Beine (des Tieres) nach oben, und das Geraffel unter dem Leder wird festgenäht. Hört sich einfacher an, als es ist. Und wenn es da mal länger dauert, und die Betäubung nachlässt, und dann auch noch so ein doofer Texaner die Hinterhand halten muß...
Ich gehe jetzt wieder ins Bett. Aua.
24.3.05
Wenn es alle tun, zweiter Akt: Auch ich korrigiere den Spiegel. Und fühle mich verdammt gut dabei. Außerdem weiger ich mich, die Abbreviation SpOn zu verwenden. Diese stößt mir doch sehr sauer auf.
Im Zwiebelfisch zum Thema "E-Mail for you" darf schon mal scharf geschossen werden. Kein Problem. Aber die USA "intellektuell unterentwickelt" zu schimpfen, und dabei gleichzeitig die guten alten "Kommata" gegen die ebenso schlechten wie falschen "Kommas" einzutauschen, während man gleichzeitig den Strichpunkt ein Semikolon, und den Gedankenstrich einen Divis heißen muß, erscheint mir eines Herrn Sick nicht besonders gut anzustehen. Vielleicht ist er gerade im Urlaub. Oder mit seinem Fremdwörterbuch noch nicht ganz durch.
Weiter ärgert er sich über den Papierverbrauch beim Anhängen von Antwortmails. Ja, Herrgott, da redet einer davon, daß man im "Zeitalter der elektronischen Textverarbeitung" ein "freundlich" nicht mehr selbst und vollständig tippen muß, während er gleichzeitig zu behämmert ist, um eine simple Telefonnummer einfach abzutippen oder eben nur einen Teil auszudrucken. Selbst die von ihm vielgescholtenen "verkrachten PISA-Existenzen" können das doch. Und wer die Wendung "äußerst bedenklich" noch immer nicht aus seinem Sprachschatz verbannt hat, der gehört sogar beim Spiegel vor die Türe gesetzt. Oder er soll zur Printausgabe wechseln. Die suchen sicher noch solch tintenklecksende Fingersauger.
Zudem trägt dieser Eintrag absichtlich keinen Titel. So kann ich den Herrn Sick vielleicht noch ein wenig mehr auf die Palme bringen. Steht er doch so auf die "Quintessenz des Anliegens". Hier kann ich beim besten Willen keinen Smilie mehr setzen. Ob männlich oder weiblich.
Und wer heute noch verkennt, daß der Smilie die Sprache nicht kastrieren muß, sondern sie, klug gesetzt, auch bereichern kann, der hat auch keinen solchen verdient. So ;-) .
Im Zwiebelfisch zum Thema "E-Mail for you" darf schon mal scharf geschossen werden. Kein Problem. Aber die USA "intellektuell unterentwickelt" zu schimpfen, und dabei gleichzeitig die guten alten "Kommata" gegen die ebenso schlechten wie falschen "Kommas" einzutauschen, während man gleichzeitig den Strichpunkt ein Semikolon, und den Gedankenstrich einen Divis heißen muß, erscheint mir eines Herrn Sick nicht besonders gut anzustehen. Vielleicht ist er gerade im Urlaub. Oder mit seinem Fremdwörterbuch noch nicht ganz durch.
Weiter ärgert er sich über den Papierverbrauch beim Anhängen von Antwortmails. Ja, Herrgott, da redet einer davon, daß man im "Zeitalter der elektronischen Textverarbeitung" ein "freundlich" nicht mehr selbst und vollständig tippen muß, während er gleichzeitig zu behämmert ist, um eine simple Telefonnummer einfach abzutippen oder eben nur einen Teil auszudrucken. Selbst die von ihm vielgescholtenen "verkrachten PISA-Existenzen" können das doch. Und wer die Wendung "äußerst bedenklich" noch immer nicht aus seinem Sprachschatz verbannt hat, der gehört sogar beim Spiegel vor die Türe gesetzt. Oder er soll zur Printausgabe wechseln. Die suchen sicher noch solch tintenklecksende Fingersauger.
Zudem trägt dieser Eintrag absichtlich keinen Titel. So kann ich den Herrn Sick vielleicht noch ein wenig mehr auf die Palme bringen. Steht er doch so auf die "Quintessenz des Anliegens". Hier kann ich beim besten Willen keinen Smilie mehr setzen. Ob männlich oder weiblich.
Und wer heute noch verkennt, daß der Smilie die Sprache nicht kastrieren muß, sondern sie, klug gesetzt, auch bereichern kann, der hat auch keinen solchen verdient. So ;-) .
Volkswirtschaft, Jeans und Jon Bon Jovi
"She was a Venus to Milo in her sister´s jeans"
(Jon Bon Jovi, Queen of New Orleans)
Schwirrte den ganzen Morgen während der Prüfung durch meinen Schädel. Kein Entrinnen. Und keine Möglichkeit, nur ganz kurz das "Shalala" zu hören. Und selber singen war nicht drin. Nicht in einer VWL-Prüfung.
(Jon Bon Jovi, Queen of New Orleans)
Schwirrte den ganzen Morgen während der Prüfung durch meinen Schädel. Kein Entrinnen. Und keine Möglichkeit, nur ganz kurz das "Shalala" zu hören. Und selber singen war nicht drin. Nicht in einer VWL-Prüfung.
23.3.05
Give it to me, baby...
aha...aha (Geklaut bei The Offspring - Pretty Fly (for a white guy))
Die Sonne scheint. Mein Chef hat mich mal bezahlt.
Und mein Zweitchef, der eigentlich mein Drittchef ist, aber gerne mein Chef wäre, redet die ganze Zeit von "uns". Das macht mir Angst. Ich bin letztes Jahr nicht allzuviel für ihn unterwegs gewesen. Dieses Jahr muß es mehr sein. Meinen wir beide. Aber daß ich beim Fahren eingeschlafen bin, weil sechzig Stunden einfach nicht gehen, muß er nun wirklich nicht wissen. Ist ja auch nix passiert, bin ja vom Gas gerutscht und stehengeblieben. Dann aufgeschreckt und weitergemacht. Nochmal achtzehn Stunden. Aber da habe ich schon angefangen zu telefonieren, um mich wachzuhalten, und Kinder um ein Knoppers anzubetteln, um mich am Leben zu erhalten. Das Kühlwasser zu trinken habe ich dann aber verworfen. Ich kann meinem Großen doch nichts so Wichtiges wegtrinken.
Heute war ich im Büro. Wir haben ja, heureka!, eine neue Praktikantin. Und was für eine... Irgendwoher kannte ich ihr Gesicht. Und als ich dazu verpflichtet wurde, ihr beim Zeichnen ein wenig über die Schulter zu schauen, hatte ich ja ausreichend Gelegenheit, außer der zweifellos einwandfreien Schulter auch anderes zu betrachten. Ich erkannte nicht das Gesicht wieder, sondern eine Tätowierung. Da sich diese jedoch an einem etwas verfänglichen Ort befindet, beziehungsweise sich dorthin hinabschlängelt, konnte ich sie ja schlecht darauf ansprechen. Die Form erschien mir jedoch bestens geeignet, sie mit dem Zeigefinger nachzufahren, und ich begann, den Tätowierer zu beneiden. Bei der kleinen Verästelung, die sich wunderbar an eine sanfte Körperrundung anschmiegte, hätte ich bereits die zweite Hand, oder ähnliches Zeigegerät, Zur Hilfe nehmen müssen. Ich schob also meine Hände in die Taschen, wohlbemerkt in meine eigenen, was mich an der Durchführung dieser Ideen hinderte. Ihre Hose hatte ja keine solchen, ließ aber dafür den anderen umso mehr Raum, was sie dadurch bewerkstelligte, dem zu beherbergenden Körperteil sehr viel weniger Raum zu gewähren. Oder sie ängstigte diesen so, daß er sich mit aller Kraft an seine Hülle presste.
Eingedenk eines meiner literarischen Lieblinge machte ich "Ha-hmm" und wandte mich wieder ihrer Zeichnung zu. Sonst wäre mir die Bewegung in ihrem Blickfeld noch um einiges unangenehmer gewesen, eingedenk sowohl der Bewegung selbst als auch der dadurch hervorgerufenen Betrachtung meiner Person durch die ihre. Ich fand Gefallen an diesem nichtssagenden Laut und probierte ihn noch einige Male in verschiedenen Tonlagen aus. Sie sah mich etwas fragend an, und reichte mir wortlos aus ihrer Tasche ein Taschentuch. Da ihre Hose aber über eine solche wie erwähnt nicht verfügte, und an der restlichen Bekleidung beileibe kein Platz für einen aufgenähten Stoffetzen in Handflächengröße war, zog sie dieses aus ihrer Tasche unter dem Zeichentisch, während ich noch bei der Betrachtung stehengeblieben war, ob ich mittels meiner Handfläche nicht den geeigneten Platz für eine Tasche auf ihrer Oberbekleidung eruieren könnte. Eine sehr geeignete Prüfmethode, wie mir schien.
Ich nahm ihr also ebenso wortlos das Taschentuch aus der Hand, und schob es in meine Tasche. Schließlich mußte ich ihr ja vorführen, welch positive Errungenschaft eine solche ist, wenn ich diese bei ihr anbringen wollte. Meine geistreiche Bemerkung wurde bösartig erstickt durch das Gegacker einer unserer Mitarbeiterinnen, die neben uns nichts Besseres zu tun gehabt hatte, als mich zu beobachten. Daraufhin unterzog ich zunächst die Zeichnung der Praktikantin einer flüchtigen und dem Serverraum einer umso eingehenderen Sichtprüfung. Dort ist es immerhin kühl.
Mit dem Gedanken spielend, ob sich ein düner Tuschestift eventuell auch zum Tätowieren nutzen ließe, machte ich mich wieder an meine eigene Arbeit. Schließlich habe ich von einem solchen Stift bereits ein Andenken von einer früheren Praktikantin, die mit violettem Haar und freizügigem Auftreten bis auf meinen Vater jeden aus der Fassung brachte. Dieses würde meinen Hautarzt, so ich denn über einen verfügte, sicher sehr interessieren, hält es sich doch beharrlich schon jahrelang auf meinem Handrücken. Wie es dahingekommen ist, sei derFanta Phantasie (ich kann es einfach nicht...) des Lesers anheimgestellt. Damals erfuhr ich außerdem, und weit weniger schmerzhaft, daß es kußechten Lippenstift in der von ihr bevorzugten Farbe nicht gibt. Und daß dieses Zeug überall haftet, wo es das nicht tun sollte, weil es da eben nicht hingehört. Zumindest nicht in der Öffentlichkeit.
Heute mittag habe ich erfahren, daß sie ums Leben gekommen ist. (Stimmt ja garnicht, wäre aber ein toller Schluß für die Geschichte. Mir wurde selber ganz blümerant zumute, als ich ihn gelesen habe. Aber ich will auf etwas anderes hinaus.)
Ich beantwortete also die Fragen der Praktikantin mit der gebotenen Ruhe und Sorgfalt, daß heißt, ich hechelte weder noch ließ ich die Zunge oder andere Extremitäten heraushängen. Daß sie aber nach einem halben Jahr an der Universität immer noch nicht zeichnen kann, verblüffte mich doch. Uns haben sie das im ersten Semester derart eingeprügelt, daß ich heute noch schreiend erwache, wenn ich eine dimetrische Projetion mit dem falschen Maßstab oder eine falsche Sichtkante gesehen habe. Sobald sie sich jedoch mit ihrem Duft, der mehr wie eine Armee bösartiger Pheromone denn wie eine Wolke umgab, zu mir begab, um ihr Blatt vor mir auszubreiten, und sich über meine Schulter beugte, sich mit einer Hand auf meine Schulter stützte, während ihre Finger auf irgendwelche verschwommenen Linien und Formen auf dem Blatt deuteten (ja, ich höre gleich auf:1. Schachtelsätze sind schwer, 2. diese Beschreibung zu ertragen ist sicher hart, 3. das Ganze war wirklich etwas verschwommen, sie hatte beim Zeichnen wohl mit der Hand drübergewischt) und etwas erklärt haben wollte, mußte ich wie jetzt den Anfang meines Satzes erneut suchen bzw. den mittleren Teil, der üblicherweise im Deutschen doch ab und an ein Verb enthalten sollte, des öfteren von neuem beginnen. Dank Herrn Hoischen gelang es mir jedoch, ihr die Feinheiten des konstruktiven Zeichnens und dessen Unterschiede zum bloßen Malen näherzubringen.
Die Dame ist noch drei Wochen da, und ich habe den Verdacht, daß sie nur Teil des großen Plans ist, der mich in meinen Ferien ans Büro fesseln soll. Derart verschlagenes und hinterhältiges Handeln ähnelt meinem Boss, der sich mein Vater nennt, doch sehr.
Ich ende also heute damit, daß ich schwöre, S. noch anzurufen und habe das meine zur weiteren Sexualisierung der Welt, wie sie zweckgebundener nicht sein könnte, beigetragen, plump und verabscheuungswürdig, wie das Leben nach manchereiner Auffasung eben ist. Schließlich muß auch ich mich dem Klischee, das einige Leser bei Fräulein Lyssa offensichtlich noch in ihren Köpfen haben (wo sie es sonst noch hintragen, wage ich mir beim besten Willen nicht auszudenken), beugen. Wo kämen wir denn sonst hin, wenn es draußen längst ganz anders zuginge, jeder nach seiner Fasson leben könnte, und für seine eigenen Fehler selbst verantwortlich wäre? Hoch leben die Alice Schwarzers dieser Welt. So hoch, daß keiner mehr sie sehe.
Was wahr ist: Wir haben eine Praktikantin. Was unsicher ist: Wie weit geht die verdammte Tätowierung? Was gelogen ist: Es gibt sehr wohl kußfesten Lippenstift.
Die Sonne scheint. Mein Chef hat mich mal bezahlt.
Und mein Zweitchef, der eigentlich mein Drittchef ist, aber gerne mein Chef wäre, redet die ganze Zeit von "uns". Das macht mir Angst. Ich bin letztes Jahr nicht allzuviel für ihn unterwegs gewesen. Dieses Jahr muß es mehr sein. Meinen wir beide. Aber daß ich beim Fahren eingeschlafen bin, weil sechzig Stunden einfach nicht gehen, muß er nun wirklich nicht wissen. Ist ja auch nix passiert, bin ja vom Gas gerutscht und stehengeblieben. Dann aufgeschreckt und weitergemacht. Nochmal achtzehn Stunden. Aber da habe ich schon angefangen zu telefonieren, um mich wachzuhalten, und Kinder um ein Knoppers anzubetteln, um mich am Leben zu erhalten. Das Kühlwasser zu trinken habe ich dann aber verworfen. Ich kann meinem Großen doch nichts so Wichtiges wegtrinken.
Heute war ich im Büro. Wir haben ja, heureka!, eine neue Praktikantin. Und was für eine... Irgendwoher kannte ich ihr Gesicht. Und als ich dazu verpflichtet wurde, ihr beim Zeichnen ein wenig über die Schulter zu schauen, hatte ich ja ausreichend Gelegenheit, außer der zweifellos einwandfreien Schulter auch anderes zu betrachten. Ich erkannte nicht das Gesicht wieder, sondern eine Tätowierung. Da sich diese jedoch an einem etwas verfänglichen Ort befindet, beziehungsweise sich dorthin hinabschlängelt, konnte ich sie ja schlecht darauf ansprechen. Die Form erschien mir jedoch bestens geeignet, sie mit dem Zeigefinger nachzufahren, und ich begann, den Tätowierer zu beneiden. Bei der kleinen Verästelung, die sich wunderbar an eine sanfte Körperrundung anschmiegte, hätte ich bereits die zweite Hand, oder ähnliches Zeigegerät, Zur Hilfe nehmen müssen. Ich schob also meine Hände in die Taschen, wohlbemerkt in meine eigenen, was mich an der Durchführung dieser Ideen hinderte. Ihre Hose hatte ja keine solchen, ließ aber dafür den anderen umso mehr Raum, was sie dadurch bewerkstelligte, dem zu beherbergenden Körperteil sehr viel weniger Raum zu gewähren. Oder sie ängstigte diesen so, daß er sich mit aller Kraft an seine Hülle presste.
Eingedenk eines meiner literarischen Lieblinge machte ich "Ha-hmm" und wandte mich wieder ihrer Zeichnung zu. Sonst wäre mir die Bewegung in ihrem Blickfeld noch um einiges unangenehmer gewesen, eingedenk sowohl der Bewegung selbst als auch der dadurch hervorgerufenen Betrachtung meiner Person durch die ihre. Ich fand Gefallen an diesem nichtssagenden Laut und probierte ihn noch einige Male in verschiedenen Tonlagen aus. Sie sah mich etwas fragend an, und reichte mir wortlos aus ihrer Tasche ein Taschentuch. Da ihre Hose aber über eine solche wie erwähnt nicht verfügte, und an der restlichen Bekleidung beileibe kein Platz für einen aufgenähten Stoffetzen in Handflächengröße war, zog sie dieses aus ihrer Tasche unter dem Zeichentisch, während ich noch bei der Betrachtung stehengeblieben war, ob ich mittels meiner Handfläche nicht den geeigneten Platz für eine Tasche auf ihrer Oberbekleidung eruieren könnte. Eine sehr geeignete Prüfmethode, wie mir schien.
Ich nahm ihr also ebenso wortlos das Taschentuch aus der Hand, und schob es in meine Tasche. Schließlich mußte ich ihr ja vorführen, welch positive Errungenschaft eine solche ist, wenn ich diese bei ihr anbringen wollte. Meine geistreiche Bemerkung wurde bösartig erstickt durch das Gegacker einer unserer Mitarbeiterinnen, die neben uns nichts Besseres zu tun gehabt hatte, als mich zu beobachten. Daraufhin unterzog ich zunächst die Zeichnung der Praktikantin einer flüchtigen und dem Serverraum einer umso eingehenderen Sichtprüfung. Dort ist es immerhin kühl.
Mit dem Gedanken spielend, ob sich ein düner Tuschestift eventuell auch zum Tätowieren nutzen ließe, machte ich mich wieder an meine eigene Arbeit. Schließlich habe ich von einem solchen Stift bereits ein Andenken von einer früheren Praktikantin, die mit violettem Haar und freizügigem Auftreten bis auf meinen Vater jeden aus der Fassung brachte. Dieses würde meinen Hautarzt, so ich denn über einen verfügte, sicher sehr interessieren, hält es sich doch beharrlich schon jahrelang auf meinem Handrücken. Wie es dahingekommen ist, sei der
Heute mittag habe ich erfahren, daß sie ums Leben gekommen ist. (Stimmt ja garnicht, wäre aber ein toller Schluß für die Geschichte. Mir wurde selber ganz blümerant zumute, als ich ihn gelesen habe. Aber ich will auf etwas anderes hinaus.)
Ich beantwortete also die Fragen der Praktikantin mit der gebotenen Ruhe und Sorgfalt, daß heißt, ich hechelte weder noch ließ ich die Zunge oder andere Extremitäten heraushängen. Daß sie aber nach einem halben Jahr an der Universität immer noch nicht zeichnen kann, verblüffte mich doch. Uns haben sie das im ersten Semester derart eingeprügelt, daß ich heute noch schreiend erwache, wenn ich eine dimetrische Projetion mit dem falschen Maßstab oder eine falsche Sichtkante gesehen habe. Sobald sie sich jedoch mit ihrem Duft, der mehr wie eine Armee bösartiger Pheromone denn wie eine Wolke umgab, zu mir begab, um ihr Blatt vor mir auszubreiten, und sich über meine Schulter beugte, sich mit einer Hand auf meine Schulter stützte, während ihre Finger auf irgendwelche verschwommenen Linien und Formen auf dem Blatt deuteten (ja, ich höre gleich auf:1. Schachtelsätze sind schwer, 2. diese Beschreibung zu ertragen ist sicher hart, 3. das Ganze war wirklich etwas verschwommen, sie hatte beim Zeichnen wohl mit der Hand drübergewischt) und etwas erklärt haben wollte, mußte ich wie jetzt den Anfang meines Satzes erneut suchen bzw. den mittleren Teil, der üblicherweise im Deutschen doch ab und an ein Verb enthalten sollte, des öfteren von neuem beginnen. Dank Herrn Hoischen gelang es mir jedoch, ihr die Feinheiten des konstruktiven Zeichnens und dessen Unterschiede zum bloßen Malen näherzubringen.
Die Dame ist noch drei Wochen da, und ich habe den Verdacht, daß sie nur Teil des großen Plans ist, der mich in meinen Ferien ans Büro fesseln soll. Derart verschlagenes und hinterhältiges Handeln ähnelt meinem Boss, der sich mein Vater nennt, doch sehr.
Ich ende also heute damit, daß ich schwöre, S. noch anzurufen und habe das meine zur weiteren Sexualisierung der Welt, wie sie zweckgebundener nicht sein könnte, beigetragen, plump und verabscheuungswürdig, wie das Leben nach manchereiner Auffasung eben ist. Schließlich muß auch ich mich dem Klischee, das einige Leser bei Fräulein Lyssa offensichtlich noch in ihren Köpfen haben (wo sie es sonst noch hintragen, wage ich mir beim besten Willen nicht auszudenken), beugen. Wo kämen wir denn sonst hin, wenn es draußen längst ganz anders zuginge, jeder nach seiner Fasson leben könnte, und für seine eigenen Fehler selbst verantwortlich wäre? Hoch leben die Alice Schwarzers dieser Welt. So hoch, daß keiner mehr sie sehe.
Was wahr ist: Wir haben eine Praktikantin. Was unsicher ist: Wie weit geht die verdammte Tätowierung? Was gelogen ist: Es gibt sehr wohl kußfesten Lippenstift.
Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt
Ja, so wars. Ich hab sie angerufen, wir haben geredet, getratscht und gelacht. Dann meinte sie, ich solle am Wochenende auf ihre Wohnung achtgeben. Zwecks Liebesnest und N. und so. Da erzählte ich ihr von den Nachrichten. Und meinte, vielleicht sei ich ja sowieso dort. Dann würde ich ihr natürlich brühwarm berichten. Sie lachte etwas verhalten, immer noch gutgelaunt. Ich sagte noch etwas darüber, daß ich jetzt wüsste, was sie gerade denkt. Und ich lachte immer noch. Alles nur Flachs.
"Du weißt doch nie, was ich denke."
Schönen Dank, Welt. Ich hasse Dich.
Nachtrag: Vielleicht kommt nicht jeder auf den zweiten Gedanken hinter dem Titel. Der weitere Text ist:
"Doch das ist mir ernst: Ich war und bin und bleib´ in Dich verliebt."
Das dürfte alles klären.
22.3.05
Warum man Köpfe an Wände knallt oder Reue eines Riesenrindviehs
Ich könnte heute sagen, daß es mich anödet, wenn mein Vater mir nicht zuhört. Ein "Jaja" halte ich für eine Beleidigung.
Ich könnte heute sagen, daß ich endlich das Mädel erwischt habe, das immer über meine Wiesen galoppiert. Sie ist vom Nachbarhof. Und reitet nur auf meinen Wiesen.
Ich könnte auch sagen, daß ich heute etwas über Gleichberechtigung schreiben wollte. Irgend etwas mit Ungleichheit der Arbeit und dem Respekt vor ebendieser.
Ich könnte sagen, daß mein Nachbar offensichtlich seinen Führerschein wieder hat, aber nur auf 32 Kilometer gedrosselt fahren darf. Und nur für Betriebszwecke. Alles andere hätte seinen Betrieb in kürzester Zeit ruiniert.
Was ich sage, ist, daß ich die letzten Tage am Anschlag gearbeitet habe. Und daß ich tatsächlich tagsüber kurz an Kunst gedacht habe. Ich wollte unbedingt ein Foto vom durch einen Jaucheregen halbverdeckten Sonnenuntergang machen. Aber die Nässe des Bodens zwingt mich zu absurden Fahrmanövern, möglichst bergab, um die Grasnarbe nicht zu schädigen. Und so fuhr ich eben stinkend und Jauche spritzend der Sonne entgegen. Natürlich ohne die Möglichkeit, mich selbst aus etwa zwanzig Metern Abstand von hinten zu fotografieren. Ich stehe offensichtlich noch nicht weit genug neben mir. Und dabei hatte ich bereits einen so schönen Titel für das Bild. Kunststudenten aller Länder wären in Tränen ausgebrochen und zu mir gepilgert, um sich zu Ehren der Kunst einsauen zu lassen. Denn Fotografieren bei Gegenwind sorgt für trübe Linsen.
Aufgefallen sind mir die zahllosen Jogger, Hausfrauen, die irgendwie den Abgang des Schnees noch nicht mitbekommen haben und mit Skistöcken herumrennen und meine Augen mit Leggings versengen, junge Mütter mit überbreiten Kinderwägen und Hundebesitzer. Und keiner denkt auch nur daran, für einen hoffnungsvollen Junglandwirt ein wenig zur Seite zu gehen, dem es erstens pressiert wie Sau und der zweitens ein total idiotisches 118PS-6-Liter-Hubraum-Grinsen im Gesicht hat. Stattdessen darf ich jedesmal meine Tonnage herunterbremsen und wieder hochjubeln. Grundsätzlich habe ich dagegen ja nichts, aber hier geht es ja auch um meine Zeit und das Geld meines Chefs.
Gestern rauschte ich zufällig an S. vorbei, die mit dem Hund unterwegs war. Ich liebe Menschen, die mit dem ganzen Arm winken. Ich hielt also ein paar Meter weiter an, und machte mich ans Säubern des Verteilers, das sowieso wieder angestanden hatte. Man will ja nicht so aussehen, als ob man auf jemand warten würde. Idiotisch, aber nicht ungewöhnlich.
Ich also auf dem Faß balancierend, die Arme bis zu den Schultern tiefbraun, sie unten gegen die Sonne hochblinzelnd, eine Hand am Hund, um diesen an einer freiwilligen Farb- und Geruchsänderung zu hindern. Und als erstes das Übliche: "Sind wir hier auf der Autobahn? Dich erkennt man auf den ersten Blick! So schnell wie Du fährt hier niemand." Ich verstecke das schmutzige Grinsen meines gebauchpinselten Rennfahreregos hinter meiner ebenso schmutzigen Hand und suche nach Worten, um zu sagen, daß ich nur für sie am steilsten Abschnitt des Weges von megamäßigen 45 auf schlappe 30 abgebremst habe, und das unter keinen Umständen garnie nicht für irgendjemand anderen tun würde. Aber ich bremse mich selbst rechtzeitig und sage nichts.
"Am Samstag war es noch toll, hättest ruhig noch kommen können..." fängt sie an und erzählt munter von ihrem Samstagabend. Ich murmle etwas von Schwergeburt und Kalbin in meinen Bart, der glücklicherweise derart blond ist wie ich früher war und deshalb gerne übersehen wird. Sie fragt nach, wie immer. Wer interessiert sich denn wirklich dafür? Normalerweise verschweige ich solche Geschichten, oder wimmle damit jemanden ab. Ich hake bei ihr nach:"Was war denn so Tolles?" Sie hatte sich zum erstmals "richtig" mit B. unterhalten, den sie immer als meinen Freund bezeichnet, seit er ihr Auto beim Bockbierfest versaut hat. Und ich hatte ihn da reingesetzt. Außerdem war C. da, den sie sowieso liebt. Und S. hat erneut versucht, sie anzugraben. Diesmal allerdings ohne handgreiflich zu werden, dafür aber umso anhänglicher. Das war er: Der ideale Ort und Zeitpunkt (wenn man von meinem Gestank und Dreck ebenso absieht wie von der Tatsache, daß ich auf dem Güllefaß lag und sie davorstand), ihr zu erklären, warum ich so durchgedreht war. Und zu sagen, daß ich sie schützen will. Daß ich mich mit allem schwertue. Daß ich eben noch lerne. Daß es für mich ausreicht, wenn sie lacht. Daß ich es nicht ertrage, daß nur sie etwas bedeutet, daß sie die Farbe in mein Grau malt, daß sie wichtig ist und gut.
Stattdessen sehe ich dieses Mädel über meine Wiese galoppieren. Ich springe ab, ziehe meine Arme kurz durchs Gras und springe vorne wieder auf. Die drei Tritte wackeln, der Reihensechser springt an, alle Lastschaltstufen durchjagend röhre ich an ihr vorbei und schreie ihr im Davonfahren einen Gruß zu. Im Rückspiegel sehe ich sie kurz den Kopf schütteln, das Rot hinterlässt einen Fleck in meinem Blick, als hätte ich in meine Augen beim Schweißen verblitzt. Sie tritt zur Seite als ich an ihr vorbei auf die Straße brenne. Erst viel weiter oben ziehe ich die Türe zu.
Übrigens: Das Reitermädel hats überlebt. So bin ich.
Heute ist S. die Route gelaufen, auf der sie mir nicht begegnet.
Und jetzt darf geschimpft werden.
Nachtrag: "Reue eines Riesenrindviehs" ist erstens mein Gedanke, wenn ich morgens tastend alleine erwache, und zweitens der schönste Artikel, den die FAZ je veröffentlicht hat. Von Ulrich Holbein. Über maurische Architektur, 3sat, ein Cembalo, Telefonkosten und die Frau seines Lebens. Oder eben nicht. Wie passend.
Ich könnte heute sagen, daß ich endlich das Mädel erwischt habe, das immer über meine Wiesen galoppiert. Sie ist vom Nachbarhof. Und reitet nur auf meinen Wiesen.
Ich könnte auch sagen, daß ich heute etwas über Gleichberechtigung schreiben wollte. Irgend etwas mit Ungleichheit der Arbeit und dem Respekt vor ebendieser.
Ich könnte sagen, daß mein Nachbar offensichtlich seinen Führerschein wieder hat, aber nur auf 32 Kilometer gedrosselt fahren darf. Und nur für Betriebszwecke. Alles andere hätte seinen Betrieb in kürzester Zeit ruiniert.
Was ich sage, ist, daß ich die letzten Tage am Anschlag gearbeitet habe. Und daß ich tatsächlich tagsüber kurz an Kunst gedacht habe. Ich wollte unbedingt ein Foto vom durch einen Jaucheregen halbverdeckten Sonnenuntergang machen. Aber die Nässe des Bodens zwingt mich zu absurden Fahrmanövern, möglichst bergab, um die Grasnarbe nicht zu schädigen. Und so fuhr ich eben stinkend und Jauche spritzend der Sonne entgegen. Natürlich ohne die Möglichkeit, mich selbst aus etwa zwanzig Metern Abstand von hinten zu fotografieren. Ich stehe offensichtlich noch nicht weit genug neben mir. Und dabei hatte ich bereits einen so schönen Titel für das Bild. Kunststudenten aller Länder wären in Tränen ausgebrochen und zu mir gepilgert, um sich zu Ehren der Kunst einsauen zu lassen. Denn Fotografieren bei Gegenwind sorgt für trübe Linsen.
Aufgefallen sind mir die zahllosen Jogger, Hausfrauen, die irgendwie den Abgang des Schnees noch nicht mitbekommen haben und mit Skistöcken herumrennen und meine Augen mit Leggings versengen, junge Mütter mit überbreiten Kinderwägen und Hundebesitzer. Und keiner denkt auch nur daran, für einen hoffnungsvollen Junglandwirt ein wenig zur Seite zu gehen, dem es erstens pressiert wie Sau und der zweitens ein total idiotisches 118PS-6-Liter-Hubraum-Grinsen im Gesicht hat. Stattdessen darf ich jedesmal meine Tonnage herunterbremsen und wieder hochjubeln. Grundsätzlich habe ich dagegen ja nichts, aber hier geht es ja auch um meine Zeit und das Geld meines Chefs.
Gestern rauschte ich zufällig an S. vorbei, die mit dem Hund unterwegs war. Ich liebe Menschen, die mit dem ganzen Arm winken. Ich hielt also ein paar Meter weiter an, und machte mich ans Säubern des Verteilers, das sowieso wieder angestanden hatte. Man will ja nicht so aussehen, als ob man auf jemand warten würde. Idiotisch, aber nicht ungewöhnlich.
Ich also auf dem Faß balancierend, die Arme bis zu den Schultern tiefbraun, sie unten gegen die Sonne hochblinzelnd, eine Hand am Hund, um diesen an einer freiwilligen Farb- und Geruchsänderung zu hindern. Und als erstes das Übliche: "Sind wir hier auf der Autobahn? Dich erkennt man auf den ersten Blick! So schnell wie Du fährt hier niemand." Ich verstecke das schmutzige Grinsen meines gebauchpinselten Rennfahreregos hinter meiner ebenso schmutzigen Hand und suche nach Worten, um zu sagen, daß ich nur für sie am steilsten Abschnitt des Weges von megamäßigen 45 auf schlappe 30 abgebremst habe, und das unter keinen Umständen garnie nicht für irgendjemand anderen tun würde. Aber ich bremse mich selbst rechtzeitig und sage nichts.
"Am Samstag war es noch toll, hättest ruhig noch kommen können..." fängt sie an und erzählt munter von ihrem Samstagabend. Ich murmle etwas von Schwergeburt und Kalbin in meinen Bart, der glücklicherweise derart blond ist wie ich früher war und deshalb gerne übersehen wird. Sie fragt nach, wie immer. Wer interessiert sich denn wirklich dafür? Normalerweise verschweige ich solche Geschichten, oder wimmle damit jemanden ab. Ich hake bei ihr nach:"Was war denn so Tolles?" Sie hatte sich zum erstmals "richtig" mit B. unterhalten, den sie immer als meinen Freund bezeichnet, seit er ihr Auto beim Bockbierfest versaut hat. Und ich hatte ihn da reingesetzt. Außerdem war C. da, den sie sowieso liebt. Und S. hat erneut versucht, sie anzugraben. Diesmal allerdings ohne handgreiflich zu werden, dafür aber umso anhänglicher. Das war er: Der ideale Ort und Zeitpunkt (wenn man von meinem Gestank und Dreck ebenso absieht wie von der Tatsache, daß ich auf dem Güllefaß lag und sie davorstand), ihr zu erklären, warum ich so durchgedreht war. Und zu sagen, daß ich sie schützen will. Daß ich mich mit allem schwertue. Daß ich eben noch lerne. Daß es für mich ausreicht, wenn sie lacht. Daß ich es nicht ertrage, daß nur sie etwas bedeutet, daß sie die Farbe in mein Grau malt, daß sie wichtig ist und gut.
Stattdessen sehe ich dieses Mädel über meine Wiese galoppieren. Ich springe ab, ziehe meine Arme kurz durchs Gras und springe vorne wieder auf. Die drei Tritte wackeln, der Reihensechser springt an, alle Lastschaltstufen durchjagend röhre ich an ihr vorbei und schreie ihr im Davonfahren einen Gruß zu. Im Rückspiegel sehe ich sie kurz den Kopf schütteln, das Rot hinterlässt einen Fleck in meinem Blick, als hätte ich in meine Augen beim Schweißen verblitzt. Sie tritt zur Seite als ich an ihr vorbei auf die Straße brenne. Erst viel weiter oben ziehe ich die Türe zu.
Übrigens: Das Reitermädel hats überlebt. So bin ich.
Heute ist S. die Route gelaufen, auf der sie mir nicht begegnet.
Und jetzt darf geschimpft werden.
Nachtrag: "Reue eines Riesenrindviehs" ist erstens mein Gedanke, wenn ich morgens tastend alleine erwache, und zweitens der schönste Artikel, den die FAZ je veröffentlicht hat. Von Ulrich Holbein. Über maurische Architektur, 3sat, ein Cembalo, Telefonkosten und die Frau seines Lebens. Oder eben nicht. Wie passend.
20.3.05
Ich war noch niemals in New York... / Zitat (V)
Na und?
Dafür bin ich hier. Und das gerne. Es freut mich einfach, morgens aus dem Stall zu kommen, einen Arm aus dem Fenster hängend The Police mitzugröhlen, die Sonne bewundern und vom Bäcker freundlich gegrüßt werden, der gerade seine Filiale beliefert.
Every little thing she does is magic
Everything she do just turns me on
Even though my life before was tragic
Now I know my love for her goes on
S. und ich waren gestern eine Runde laufen. Wir machten die große Runde und hatten genug Zeit, uns ausgiebig zu unterhalten. Ich habe wie immer zuviel über meine landwirtschaftlichen Beobachtungen erzählt, sie hat mir geduldig zugehört und sich ihrerseits über die Beziehungskisten ihrer Freunde längstens und breitestens ausgelassen. Dabei kann ich mangels einschlägiger Erfahrungen nicht mitreden, höre also einfach zu. So redet erzählt jeder von Dingen, die der andere nicht kennt.
Richtig so.
Sie wollte gestern abend noch ausgehen. Da war ich aber zu müde, und habe sie nur hingefahren. Auch den früher üblichen Kommentar: "Falls ich Dich holen soll,..." habe ich mir verkniffen. So weit sind wir noch nicht wieder. Stattdessen erklärte ich, daß ich nochmal zu meinen Mädels schauen ginge, und dann ins Bett.
Ich wollte auch nicht mit. Ohne nachzudenken sagte ich, mein Telefon sein mal wieder defekt und ich könne die Jungs nicht anrufen, ob sie mitgehen wollten. Sie wählte schon.
Als ich die Jungs unauffällig überzeugt hatte, daß sie nicht mitwollten, sagte sie, ich könne sie um neun abholen. Ich wand mich wie ein Aal. Ich wollte einfach nicht.
Sie enthob mich weiterer fadenscheiniger Begründungen und akzeptierte einfach. Ihr einziger Kommentar, als ich an ihrer Tür stand, um sie abzuholen, war: "Ah. So geht man also neuerdings auf Parties." Ich schaute an mir herunter. Durch Rollkragenpullunder, Jogginghosen und Jesuslatschen hatte ich mein Bedürfnis nach meinem Sofa doch recht anschaulich verdeutlicht. Außerdem bringt der Pullunder Brust und Arme ganz nett zur Geltung. Ganz blöde bin ich ja auch nicht.
Wenn ich ehrlich bin gehe ich nicht mehr mit, wenn sie vorher erwähnt, eine Person sei auch dort. Das muß ich mir nicht antun. Schließlich hat sie mir lang und breit von seinen sexuellen Qualitäten vorgeschwärmt. Und ich bin nicht Masochist genug, mir das auch noch anzuhören oder die Begegnung der beiden zu beobachten. Außerdem hat das Vertrauen noch einen Knacks. Ich habe oft genug gesagt, daß ich ihr alles zutraue. Und dem ist so. Traue ich ihr auch zu, daß sie uns beide konfrontiert und einen auflaufen lässt?
Das Risiko gehe ich nicht ein. Dafür habe ich mich nicht gut genug unter Kontrolle.
Ein schöner Tag. Später noch eine Runde Motorradfahren. Ohne den Kollegen, der mich mit 34 PS und unvernünftiger Fahrweise aufhält.
Unvernünftig ist, in Ortschaften im Zweiten mit achtzig zu fahren, und außerorts mit achtzig im Zweiten. Wenn schon auffallen, dann richtig. Dann mit hundert im Ersten. Oder eben ganz normal. Also richtig schnell.
Sitze zuhause und frage mich, was sie gerade tut. Wir sind uns heute zweimal begegnet, haben einmal telefoniert, und ich bekomme nicht genug.
Es ist eben doch so, wie ich ihr letzten Sommer bereits erklärt habe:
"Du bist meine perfekte Droge. Ich weiß nicht, ob Du mich umbringen wirst, aber ich weiß, daß ich abhängig bin. Ich hasse die Abstinenzler."
Soma hatte ich gestrichen. Ich wußte nicht, ob sie Huxley gelesen hat. Hat sie. Außerdem ist Soma ja nicht tödlich. Sie schon.
Aber die Drogenanalogie gefällt mir trotzdem. Dazu passt so wunderbar der Song, auf den ich vor kurzem gestoßen bin: Hier
Stimmung: Gelöst. Wecker gestellt. Noch eine Kurznachricht verfassen. Denn wer jeden Tag Drogen nimmt, führt schließlich auch ein geregeltes Leben.
Es ist eben doch so, wie ich ihr letzten Sommer bereits erklärt habe:
"Du bist meine perfekte Droge. Ich weiß nicht, ob Du mich umbringen wirst, aber ich weiß, daß ich abhängig bin. Ich hasse die Abstinenzler."
Soma hatte ich gestrichen. Ich wußte nicht, ob sie Huxley gelesen hat. Hat sie. Außerdem ist Soma ja nicht tödlich. Sie schon.
Aber die Drogenanalogie gefällt mir trotzdem. Dazu passt so wunderbar der Song, auf den ich vor kurzem gestoßen bin: Hier
Stimmung: Gelöst. Wecker gestellt. Noch eine Kurznachricht verfassen. Denn wer jeden Tag Drogen nimmt, führt schließlich auch ein geregeltes Leben.
200
BOLD i have done. 94 out of 200.
01. Bought everyone in the pub a drink
eine der besten Möglichkeiten, Geld zu verdummen
02. Swam with wild dolphins
03. Climbed a mountain
meine Besteigung des Montserrat hat die Spanier sicher in ihrer Meinung bestärkt, daß alle Teutonen Idioten sind. Kommt ein Irrer in abgeschnittenen Bundeswehrhosen und Sicherheitsstiefeln mit drei Promille auf den Berg gerannt, um einem Lehrer was zu beweisen. Vorsprung am Gipfel betrug übrigens dreißig Minuten. Wiederbelebung erfolgte durch Alkohol intravenös.
04. Taken a Ferrari for a test drive
dafür eine Kawasaki Ninja ZX9-R. 160 PS. 300 km/h. Mehr?
05. Been inside the Great Pyramid
06. Held a tarantula.
07. Taken a candlelit bath with someone
keines bei Kerzenlicht, aber viele mit den Begleitern meiner Kinderjahre, den Büchern
08. Said 'I love you' and meant it
meinte es, habe es aber nicht gesagt.
09. Hugged a tree
einen? Hunderte?
10. Done a striptease
Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
11. Bungee jumped
12. Visited Paris
auf der Durchfahrt
13. Watched a lightning storm at sea
die beiden Sommer an der Ostsee. Der Wohnwagen. Der 190er Fiat.
14. Stayed up all night long, and watch the sun rise
15. Seen the Northern Lights
16. Gone to a huge sports game
ich war mal beim VfB gegen die Bayern. Als wir Meister wurden.
17. Walked the stairs to the top of the leaning Tower of Pisa
18. Grown and eaten my own vegetables
Klaro. Gutes Gefühl. Aber Gekauftes schmeckt nicht anders. Nur nach weniger Arbeit.
19. Touched an iceberg
zählen die Eisberge in einer Caipirinha?
20. Slept under the stars
ich brachte das Zelt. Sie hatte keines. Ich bot meines an. Dann hatte ich keines mehr. Frauen brauchen Platz.
21. Changed a baby's diaper
na. Und? Schlimmeres gesehen.
22. Taken a trip in a hot air balloon
23. Watched a meteor shower
24. Gotten drunk on champagne
Ich bin jetzt mal frech und zähle Freixenet dazu...
25. Given more than you can afford to charity
Reicht ein Leben? Günstig im Angebot.
26. Looked up at the night sky through a telescope
27. Had an uncontrollable giggling fit at the worst possible moment
Ähnlich: Krampfhaftes Augenzwinkern in angespannten Situationen
28. Had a food fight
29. Bet on a winning horse (even if it was only $1)
30. Taken a sick day when I was not ill
31. Asked out a stranger
Auch Männer können nach dem Weg fragen.
32. Had a snowball fight
33. Photocopied your bottom on the office photocopier
34. Screamed as loudly as you possibly can
Aber es hörte mich niemand. Und mein Hals schmerzt noch. Ich nenne es Gesang.
35. Held a lamb
Wozu sitze ich ab und an beim Schäfer?
36. Enacted a favorite fantasy
37. Taken a midnight skinny dip
38. Taken an ice cold bath
Es gibt Häuser ohne Heizung, glaubt mir.
39. Had a meaningful conversation with a beggar.
40. Seen a total eclipse. (Through one of those fourth grade cardboard "save your eyes" thingies...)
Also dabei war ich damals. Aber beim "Reinfeiern" hatte ich meine persönliche Sonnenfinsternis.
41. Ridden a roller coaster
Nie wieder Spanien. Nie wieder Port Aventura.
42. Hit a home run
43. Fit three weeks miraculously into three days
Nicht in drei, aber in fünf Tage.
44. Danced like a fool and not cared who was looking
Und hört erst auf, als keine Musik mehr spielte und alle mich anstarrten.
45. Adopted an accent for an entire day
Ich kann ein wenig platt.
46. Visited the birthplace of your ancestors
Ich lebe da.
47. Actually felt happy about your life, even for just a moment
Benziner: ab 8000, Diesel, ab 1500. Umdrehungen.
48. Had two hard drives for your computer
Zwanzig?
49. Visited all 50 states
50. Loved your job for all accounts
Und dann kam Josef H. Du Arsch.
51. Taken care of someone who was shit faced
52. Had enough money to be truly satisfied (maybe now?)
Es kam damals nicht darauf an.
53. Had amazing friends
54. Danced with a stranger in a foreign country
Wieder Spanienfahrt. Diese Klassenfahrt bringt Punkte.
55. Watched wild whales
56. Stolen a sign
Tollwutgefährdeter Bezirk. Turnierteilnehmer. Erogene Zone.
57. Backpacked in Europe
58. Taken a road-trip
59. Rock climbing
In der Halle am Übungsfelsen
60. Lied to foreign government's official in that country to avoid notice
61. Midnight walk on the beach
a) Spanien. b) das Moped im Sand versenkt. Fluchend heimgelaufen, Schlepper holen.
62. Sky diving
63. Visited Ireland
64. Been heartbroken longer then you were actually in love
Beides gleichzeitig?
65. In a restaurant, sat at a stranger's table and had a meal with them
66. Visited Japan
67. Benchpressed your own weight
68. Milked a cow
Darf ich mir zwei Punkte geben, bitte?
69. Alphabetized your records (and CD's and tapes and and and...)
Ich besaß vier Platten.
70. Pretended to be a superhero
Wieso so tun als ob?
71. Sung karaoke
72. Lounged around in bed all day
Weisheitszähne. Unangenehm.
73. Posed nude in front of strangers
74. Scuba diving
75. Got it on to "Let's Get It On" by Marvin Gaye
76. Kissed in the rain
77. Played in the mud
ach ja... Offene Knie, ausgeschlagene Zähne und verdreckte Klamotten. Ein Prachtkerl.
78. Played in the rain
siehe 77.
79. Gone to a drive-in theater
80. Done something you should regret, but don't regret it.
Kommt Zeit, kommt Bedauern.
81. Visited the Great Wall of China
82. Discovered that someone who's not supposed to have known about your blog has discovered your blog
83. Dropped Windows in favor of something better
Und ließ OS/2 wieder fallen.
84. Started a business
Texas-Jim´s Tankreinigungen.
85. Fallen in love and not had your heart broken
Die übliche Schwärmerei für die Klassenschönheit. Und das panisch-würgende Gefühl, als etwas zurückkam.
86. Toured ancient sites
87. Taken a martial arts class
Ich lasse mich nicht mehr von einer Minderjährigen flachlegen.
88. Swordfought for the honor of a woman
Wir warem jung. Unsere Schwerter waren Haselnußreiser. Weh taten sie trotzdem.
89. Played D&D for more than 6 hours straight
90. Gotten married
91. Been in a movie
Yeah. Kein anderer konnte mein Dieselross fahren. Also war ein Sechzehnjähriger im Film. Rock ´n Roll. Und die Klofick-Szene.
92. Crashed a party
93. Loved someone you shouldn't have
siehe 88.
94. Kissed someone so passionately it made them dizzy
Wir waren bereits betrunken. Aber wir atmeten zusätzlich Alkohol. Ich denke, das gilt.
95. Gotten divorced
96. Had sex at the office
97. Gone without food for 5 days
Wieder die Weisheitszähne. Und der Blinddarm, der mal zickte.
98. Made cookies from scratch
99. Won first prize in a costume contest
100. Ridden a gondola in Venice
101. Gotten a tattoo
102. Found that the texture of some materials can turn you on
103. Rafted the Snake River
104. Been on television news programs as an "expert"
105. Got flowers for no reason
106. Masturbated in a public place
107. Got so drunk you don't remember anything
So richtig? Einmal. Nie wieder. WEIL ich mich erinnere.
108. Been addicted to some form of illegal drug
109. Performed on stage
Technik beim Musical. Männerballett an Fasching.
110. Been to Las Vegas
111. Recorded music
112. Eaten shark
113. Had a one-night stand
114. Gone to Thailand
115. Seen Siouxsie live
116. Bought a house
117. Been in a combat zone
118. Buried one/both of your parents
119. Shaved or waxed your pubic hair off
120. Been on a cruise ship
121. Spoken more than one language fluently
Englisch-Abitur 15 Punkte. Okay?
122. Gotten into a fight while attempting to defend someone
Es gab da mal ein Hiddale, das zusammenhielt wie Pech und Schwefel. Und brannte wie Feuer.
123. Bounced a check (I didn't mean to! But alas, more than once...)
124. Performed in Rocky Horror
125. Read - and understood - your credit report
126. Raised children
127. Recently bought and played with a favorite childhood toy
128. Followed your favorite band/singer on tour
129. Created and named your own constellation of stars
130. Taken an exotic bicycle tour in a foreign country
131. Found out something significant that your ancestors did
Sie waren Handwerker, Flieger, Lehrer, Bauern. Ich will alles sein.
132. Called or written your Congress person
133. Picked up and moved to another city to just start over to be with the one you love
134. ...more than once? - More than thrice?
135. Walked the Golden Gate Bridge
136. Sang loudly in the car, and didn't stop when you knew someone was looking
137. Had an abortion or your female partner did
138. Had plastic surgery
139. Survived an accident that you shouldn't have survived.
140. Wrote articles for a large publication
141. Lost over 100 pounds
142. Held someone while they were having a flashback
143. Piloted an airplane
144. Petted a stingray
145. Broken someone's heart
146. Helped an animal give birth
Ich gebe mir erneut zwei Punkte, okay? Oder kann jemand mit einem Kaiserschnitt am Rind mithalten?
147. Been fired or laid off from a job
148. Won money on a T.V. game show
149. Broken a bone
Ein Stockbett. Ein Snowboard. Ein Absturz. Ein Eisenrohr.
150. Killed a human being
151. Gone on an African photo safari
152. Ridden a motorcycle
Ich gebe mir mal wieder 2 Punkte, ja?
153. Driven any land vehicle at a speed of greater than 100mph
Polo rocks!
154. Had a body part of yours below the neck pierced
155. Fired a rifle, shotgun, or pistol
156. Eaten mushrooms that were gathered in the wild
157. Ridden a horse
158. Had major surgery
159. Had sex on a moving train
160. Had a snake as a pet
161. Hiked to the bottom of the Grand Canyon
162. Slept through an entire flight: takeoff, flight, and landing
163. Slept for more than 30 hours over the course of 48 hours
164. Visited more foreign countries than U.S. states
Klar. Eines zu null.
165. Visited all 7 continents
166. Taken a canoe trip that lasted more than 2 days
167. Eaten kangaroo meat
168. Fallen in love at an ancient Mayan burial ground
169. Been a sperm or egg donor
170. Eaten sushi
171. Had your picture in the newspaper
172. Had 2 (or more) healthy romantic relationships for over a year in your lifetime.
173. Changed someone's mind about something you care deeply about
174. Gotten someone fired for their actions
175. Gone back to school
176. Parasailed
177. Changed your name
178. Petted a cockroach
179. Eaten fried green tomatoes
180. Read The Iliad
181. Selected one "important" author who you missed in school, and read.
182. Dined in a restaurant and stolen silverware, plates, cups because your apartment needed them
183. ...and gotten 86'ed from the restaurant because you did it so many times, they figured out it was you
184. Taught yourself an art from scratch
185. Killed and prepared an animal for eating
186. Apologized to someone years after inflicting the hurt
187. Skipped all your school reunions
188. Had sex with someone half your age or twice your age.
189. Been elected to public office
190. Written your own computer language
191. Thought to yourself that you're living your dream
Ich bin aufgewacht.
192. Had to put someone you love into hospice care
193. Built your own PC from parts
194. Sold your own artwork to someone who didn't know you
195. Had a booth at a street fair
196. Dyed your hair
Der "Scheck". Der "Einstein". Und rot.
197. Been a DJ
198. Found out someone was going to dump you via LiveJournal
199. Written your own role playing game
200. Been arrested
Mitten in Frankreich. Illegaler Waffenbesitz. Was haben die gegen Schweizer? Und deren Offiziersmesser?
Uärgs. Endlich durch. Zählt mal einer?
01. Bought everyone in the pub a drink
eine der besten Möglichkeiten, Geld zu verdummen
02. Swam with wild dolphins
03. Climbed a mountain
meine Besteigung des Montserrat hat die Spanier sicher in ihrer Meinung bestärkt, daß alle Teutonen Idioten sind. Kommt ein Irrer in abgeschnittenen Bundeswehrhosen und Sicherheitsstiefeln mit drei Promille auf den Berg gerannt, um einem Lehrer was zu beweisen. Vorsprung am Gipfel betrug übrigens dreißig Minuten. Wiederbelebung erfolgte durch Alkohol intravenös.
04. Taken a Ferrari for a test drive
dafür eine Kawasaki Ninja ZX9-R. 160 PS. 300 km/h. Mehr?
05. Been inside the Great Pyramid
06. Held a tarantula.
07. Taken a candlelit bath with someone
keines bei Kerzenlicht, aber viele mit den Begleitern meiner Kinderjahre, den Büchern
08. Said 'I love you' and meant it
meinte es, habe es aber nicht gesagt.
09. Hugged a tree
einen? Hunderte?
10. Done a striptease
Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
11. Bungee jumped
12. Visited Paris
auf der Durchfahrt
13. Watched a lightning storm at sea
die beiden Sommer an der Ostsee. Der Wohnwagen. Der 190er Fiat.
14. Stayed up all night long, and watch the sun rise
15. Seen the Northern Lights
16. Gone to a huge sports game
ich war mal beim VfB gegen die Bayern. Als wir Meister wurden.
17. Walked the stairs to the top of the leaning Tower of Pisa
18. Grown and eaten my own vegetables
Klaro. Gutes Gefühl. Aber Gekauftes schmeckt nicht anders. Nur nach weniger Arbeit.
19. Touched an iceberg
zählen die Eisberge in einer Caipirinha?
20. Slept under the stars
ich brachte das Zelt. Sie hatte keines. Ich bot meines an. Dann hatte ich keines mehr. Frauen brauchen Platz.
21. Changed a baby's diaper
na. Und? Schlimmeres gesehen.
22. Taken a trip in a hot air balloon
23. Watched a meteor shower
24. Gotten drunk on champagne
Ich bin jetzt mal frech und zähle Freixenet dazu...
25. Given more than you can afford to charity
Reicht ein Leben? Günstig im Angebot.
26. Looked up at the night sky through a telescope
27. Had an uncontrollable giggling fit at the worst possible moment
Ähnlich: Krampfhaftes Augenzwinkern in angespannten Situationen
28. Had a food fight
29. Bet on a winning horse (even if it was only $1)
30. Taken a sick day when I was not ill
31. Asked out a stranger
Auch Männer können nach dem Weg fragen.
32. Had a snowball fight
33. Photocopied your bottom on the office photocopier
34. Screamed as loudly as you possibly can
Aber es hörte mich niemand. Und mein Hals schmerzt noch. Ich nenne es Gesang.
35. Held a lamb
Wozu sitze ich ab und an beim Schäfer?
36. Enacted a favorite fantasy
37. Taken a midnight skinny dip
38. Taken an ice cold bath
Es gibt Häuser ohne Heizung, glaubt mir.
39. Had a meaningful conversation with a beggar.
40. Seen a total eclipse. (Through one of those fourth grade cardboard "save your eyes" thingies...)
Also dabei war ich damals. Aber beim "Reinfeiern" hatte ich meine persönliche Sonnenfinsternis.
41. Ridden a roller coaster
Nie wieder Spanien. Nie wieder Port Aventura.
42. Hit a home run
43. Fit three weeks miraculously into three days
Nicht in drei, aber in fünf Tage.
44. Danced like a fool and not cared who was looking
Und hört erst auf, als keine Musik mehr spielte und alle mich anstarrten.
45. Adopted an accent for an entire day
Ich kann ein wenig platt.
46. Visited the birthplace of your ancestors
Ich lebe da.
47. Actually felt happy about your life, even for just a moment
Benziner: ab 8000, Diesel, ab 1500. Umdrehungen.
48. Had two hard drives for your computer
Zwanzig?
49. Visited all 50 states
50. Loved your job for all accounts
Und dann kam Josef H. Du Arsch.
51. Taken care of someone who was shit faced
52. Had enough money to be truly satisfied (maybe now?)
Es kam damals nicht darauf an.
53. Had amazing friends
54. Danced with a stranger in a foreign country
Wieder Spanienfahrt. Diese Klassenfahrt bringt Punkte.
55. Watched wild whales
56. Stolen a sign
Tollwutgefährdeter Bezirk. Turnierteilnehmer. Erogene Zone.
57. Backpacked in Europe
58. Taken a road-trip
59. Rock climbing
In der Halle am Übungsfelsen
60. Lied to foreign government's official in that country to avoid notice
61. Midnight walk on the beach
a) Spanien. b) das Moped im Sand versenkt. Fluchend heimgelaufen, Schlepper holen.
62. Sky diving
63. Visited Ireland
64. Been heartbroken longer then you were actually in love
Beides gleichzeitig?
65. In a restaurant, sat at a stranger's table and had a meal with them
66. Visited Japan
67. Benchpressed your own weight
68. Milked a cow
Darf ich mir zwei Punkte geben, bitte?
69. Alphabetized your records (and CD's and tapes and and and...)
Ich besaß vier Platten.
70. Pretended to be a superhero
Wieso so tun als ob?
71. Sung karaoke
72. Lounged around in bed all day
Weisheitszähne. Unangenehm.
73. Posed nude in front of strangers
74. Scuba diving
75. Got it on to "Let's Get It On" by Marvin Gaye
76. Kissed in the rain
77. Played in the mud
ach ja... Offene Knie, ausgeschlagene Zähne und verdreckte Klamotten. Ein Prachtkerl.
78. Played in the rain
siehe 77.
79. Gone to a drive-in theater
80. Done something you should regret, but don't regret it.
Kommt Zeit, kommt Bedauern.
81. Visited the Great Wall of China
82. Discovered that someone who's not supposed to have known about your blog has discovered your blog
83. Dropped Windows in favor of something better
Und ließ OS/2 wieder fallen.
84. Started a business
Texas-Jim´s Tankreinigungen.
85. Fallen in love and not had your heart broken
Die übliche Schwärmerei für die Klassenschönheit. Und das panisch-würgende Gefühl, als etwas zurückkam.
86. Toured ancient sites
87. Taken a martial arts class
Ich lasse mich nicht mehr von einer Minderjährigen flachlegen.
88. Swordfought for the honor of a woman
Wir warem jung. Unsere Schwerter waren Haselnußreiser. Weh taten sie trotzdem.
89. Played D&D for more than 6 hours straight
90. Gotten married
91. Been in a movie
Yeah. Kein anderer konnte mein Dieselross fahren. Also war ein Sechzehnjähriger im Film. Rock ´n Roll. Und die Klofick-Szene.
92. Crashed a party
93. Loved someone you shouldn't have
siehe 88.
94. Kissed someone so passionately it made them dizzy
Wir waren bereits betrunken. Aber wir atmeten zusätzlich Alkohol. Ich denke, das gilt.
95. Gotten divorced
96. Had sex at the office
97. Gone without food for 5 days
Wieder die Weisheitszähne. Und der Blinddarm, der mal zickte.
98. Made cookies from scratch
99. Won first prize in a costume contest
100. Ridden a gondola in Venice
101. Gotten a tattoo
102. Found that the texture of some materials can turn you on
103. Rafted the Snake River
104. Been on television news programs as an "expert"
105. Got flowers for no reason
106. Masturbated in a public place
107. Got so drunk you don't remember anything
So richtig? Einmal. Nie wieder. WEIL ich mich erinnere.
108. Been addicted to some form of illegal drug
109. Performed on stage
Technik beim Musical. Männerballett an Fasching.
110. Been to Las Vegas
111. Recorded music
112. Eaten shark
113. Had a one-night stand
114. Gone to Thailand
115. Seen Siouxsie live
116. Bought a house
117. Been in a combat zone
118. Buried one/both of your parents
119. Shaved or waxed your pubic hair off
120. Been on a cruise ship
121. Spoken more than one language fluently
Englisch-Abitur 15 Punkte. Okay?
122. Gotten into a fight while attempting to defend someone
Es gab da mal ein Hiddale, das zusammenhielt wie Pech und Schwefel. Und brannte wie Feuer.
123. Bounced a check (I didn't mean to! But alas, more than once...)
124. Performed in Rocky Horror
125. Read - and understood - your credit report
126. Raised children
127. Recently bought and played with a favorite childhood toy
128. Followed your favorite band/singer on tour
129. Created and named your own constellation of stars
130. Taken an exotic bicycle tour in a foreign country
131. Found out something significant that your ancestors did
Sie waren Handwerker, Flieger, Lehrer, Bauern. Ich will alles sein.
132. Called or written your Congress person
133. Picked up and moved to another city to just start over to be with the one you love
134. ...more than once? - More than thrice?
135. Walked the Golden Gate Bridge
136. Sang loudly in the car, and didn't stop when you knew someone was looking
137. Had an abortion or your female partner did
138. Had plastic surgery
139. Survived an accident that you shouldn't have survived.
140. Wrote articles for a large publication
141. Lost over 100 pounds
142. Held someone while they were having a flashback
143. Piloted an airplane
144. Petted a stingray
145. Broken someone's heart
146. Helped an animal give birth
Ich gebe mir erneut zwei Punkte, okay? Oder kann jemand mit einem Kaiserschnitt am Rind mithalten?
147. Been fired or laid off from a job
148. Won money on a T.V. game show
149. Broken a bone
Ein Stockbett. Ein Snowboard. Ein Absturz. Ein Eisenrohr.
150. Killed a human being
151. Gone on an African photo safari
152. Ridden a motorcycle
Ich gebe mir mal wieder 2 Punkte, ja?
153. Driven any land vehicle at a speed of greater than 100mph
Polo rocks!
154. Had a body part of yours below the neck pierced
155. Fired a rifle, shotgun, or pistol
156. Eaten mushrooms that were gathered in the wild
157. Ridden a horse
158. Had major surgery
159. Had sex on a moving train
160. Had a snake as a pet
161. Hiked to the bottom of the Grand Canyon
162. Slept through an entire flight: takeoff, flight, and landing
163. Slept for more than 30 hours over the course of 48 hours
164. Visited more foreign countries than U.S. states
Klar. Eines zu null.
165. Visited all 7 continents
166. Taken a canoe trip that lasted more than 2 days
167. Eaten kangaroo meat
168. Fallen in love at an ancient Mayan burial ground
169. Been a sperm or egg donor
170. Eaten sushi
171. Had your picture in the newspaper
172. Had 2 (or more) healthy romantic relationships for over a year in your lifetime.
173. Changed someone's mind about something you care deeply about
174. Gotten someone fired for their actions
175. Gone back to school
176. Parasailed
177. Changed your name
178. Petted a cockroach
179. Eaten fried green tomatoes
180. Read The Iliad
181. Selected one "important" author who you missed in school, and read.
182. Dined in a restaurant and stolen silverware, plates, cups because your apartment needed them
183. ...and gotten 86'ed from the restaurant because you did it so many times, they figured out it was you
184. Taught yourself an art from scratch
185. Killed and prepared an animal for eating
186. Apologized to someone years after inflicting the hurt
187. Skipped all your school reunions
188. Had sex with someone half your age or twice your age.
189. Been elected to public office
190. Written your own computer language
191. Thought to yourself that you're living your dream
Ich bin aufgewacht.
192. Had to put someone you love into hospice care
193. Built your own PC from parts
194. Sold your own artwork to someone who didn't know you
195. Had a booth at a street fair
196. Dyed your hair
Der "Scheck". Der "Einstein". Und rot.
197. Been a DJ
198. Found out someone was going to dump you via LiveJournal
199. Written your own role playing game
200. Been arrested
Mitten in Frankreich. Illegaler Waffenbesitz. Was haben die gegen Schweizer? Und deren Offiziersmesser?
Uärgs. Endlich durch. Zählt mal einer?
18.3.05
Zusammengestrichen
Kurz:
Die Brötchenverkäuferin vom Donnerstag behauptet, sexbesessen zu sein. Ich habe nichts davon bemerkt. Wird an mir liegen.
Das Tankschloß an der KLR ging nicht auf. Im Zorn habe ich es ruiniert.
Morgen gehe ich mit S. eine Runde spazieren. Genug Zeit, sich zu unterhalten. Eingehend.
S. plant bereits für Samstagabend. Mit mir. Erfolgsorientiert. Selbstbewußt.
Das InstallShield lässt sich nicht mehr überlisten. Nach vier Jahren scheint diese Windowa-Installation ausgedient zu haben.
Die Prüfung lief miserabel. Ich stelle mal wieder meine Studienbefähigung in Frage.
Ferien sind klasse.
Die Brötchenverkäuferin vom Donnerstag behauptet, sexbesessen zu sein. Ich habe nichts davon bemerkt. Wird an mir liegen.
Das Tankschloß an der KLR ging nicht auf. Im Zorn habe ich es ruiniert.
Morgen gehe ich mit S. eine Runde spazieren. Genug Zeit, sich zu unterhalten. Eingehend.
S. plant bereits für Samstagabend. Mit mir. Erfolgsorientiert. Selbstbewußt.
Das InstallShield lässt sich nicht mehr überlisten. Nach vier Jahren scheint diese Windowa-Installation ausgedient zu haben.
Die Prüfung lief miserabel. Ich stelle mal wieder meine Studienbefähigung in Frage.
Ferien sind klasse.
16.3.05
Wenn was tragisch ist, dann das hier.
Eine dieser Geschichten, die man lesen muß, obwohl man den Inhalt hassen wird.
Schwacher Schluß, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, daß "schluß" selten "gut" heißt.
Wo wir schon dabei sind: Gegen halb elf kam eine Nachricht von A.:
"Hallo [Texas-Jim], und alles klar bei Dir und der Roten? Warst Du schon beim Friseur?"
Meine Antwort fiel diesmal etwas länglicher aus, ich brauchte alle Zeichen, die mein M65 zur Verfügung stellt, um mir einmal die Seele aus dem Leib zu kotzen.
Wahrscheinlich liest sie noch. Und genauso wahrscheinlich ignoriert sie meine Bitte, S. nicht zu zeigen, was ich ihr geschrieben habe. Mittelsmänner mag ich eigentlich nicht. Ich kann selbst sagen, was ich denke. Und wenn ich das eben nicht kann, muß ich es für mich behalten. Aber heute morgen hatte ich keine Chance. Auf dem falschen Fuß erwischt. Und meine vorbereitete Mitteilung an S., die mittlerweile allein für ein Ozonloch von der Größe einer Schaferde gesorgt hat, weil ich sie tausendmal gelöscht und verbessert habe und dabei dem Telefon zigmale der Saft ausging, liegt immer noch bei den Entwürfen. Könnte jemand für mich auf "Senden "drücken? Aber dazu müßt ihr mich schon umbringen...
Nebenbei: Der Verkauf bei ebay war problemlos, alle waren glücklich. Ich ging noch darauf ein, das Möbel einige Zeit aufzubewahren, weil es eben seine Zeit dauert, einen Bus für den Transport zu finden. Okay. Als die Dame heute erschien, umkreiste sie den Schrank und meinte, sie sei etwas "enttäuscht" ob des Zustandes. Ich meine, was will man erwarten, wenn es heißt, daß der Schrank lange Jahre in einem Büro gedient hat, und danach als Bastelecke? Als sie zu lamentieren anfing, habe ich sie eiinfach vom Hof gejagt. Verarschen kann ich mich alleine. Ich rufe den Zweitbieter an, und der bekommt ihn. Wie von Anfang an gesagt: Von mir aus umsonst, nur weg muß er.
Toller Tag das. Mal sehen, was noch kommt? Ein Erdbeben? Oder S.?
Eine dieser Geschichten, die man lesen muß, obwohl man den Inhalt hassen wird.
Schwacher Schluß, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, daß "schluß" selten "gut" heißt.
Wo wir schon dabei sind: Gegen halb elf kam eine Nachricht von A.:
"Hallo [Texas-Jim], und alles klar bei Dir und der Roten? Warst Du schon beim Friseur?"
Meine Antwort fiel diesmal etwas länglicher aus, ich brauchte alle Zeichen, die mein M65 zur Verfügung stellt, um mir einmal die Seele aus dem Leib zu kotzen.
Wahrscheinlich liest sie noch. Und genauso wahrscheinlich ignoriert sie meine Bitte, S. nicht zu zeigen, was ich ihr geschrieben habe. Mittelsmänner mag ich eigentlich nicht. Ich kann selbst sagen, was ich denke. Und wenn ich das eben nicht kann, muß ich es für mich behalten. Aber heute morgen hatte ich keine Chance. Auf dem falschen Fuß erwischt. Und meine vorbereitete Mitteilung an S., die mittlerweile allein für ein Ozonloch von der Größe einer Schaferde gesorgt hat, weil ich sie tausendmal gelöscht und verbessert habe und dabei dem Telefon zigmale der Saft ausging, liegt immer noch bei den Entwürfen. Könnte jemand für mich auf "Senden "drücken? Aber dazu müßt ihr mich schon umbringen...
Nebenbei: Der Verkauf bei ebay war problemlos, alle waren glücklich. Ich ging noch darauf ein, das Möbel einige Zeit aufzubewahren, weil es eben seine Zeit dauert, einen Bus für den Transport zu finden. Okay. Als die Dame heute erschien, umkreiste sie den Schrank und meinte, sie sei etwas "enttäuscht" ob des Zustandes. Ich meine, was will man erwarten, wenn es heißt, daß der Schrank lange Jahre in einem Büro gedient hat, und danach als Bastelecke? Als sie zu lamentieren anfing, habe ich sie eiinfach vom Hof gejagt. Verarschen kann ich mich alleine. Ich rufe den Zweitbieter an, und der bekommt ihn. Wie von Anfang an gesagt: Von mir aus umsonst, nur weg muß er.
Toller Tag das. Mal sehen, was noch kommt? Ein Erdbeben? Oder S.?
15.3.05
Jahreszeiten
Ich komme eigentlich mit jeder Jahreszeit klar. Mehr noch, ich freue mich, daß sie eben so sind. Der Frühling klar, kalt, wechselhaft, der Sommer heiß gewittrig, der Herbst ein Farbenmeer und der Winter richtig dunkel. Zumindest hier im Tal.
Das kommt daher, daß jede Jahreszeit eben ihre Tätigkeiten hat. Mal geht man tagelang in den Wald und schwitzt bei 10° Kälte. Sobald man zum Mittag kurz die Jacke auszieht, dampft der ganze Oberkörper. Im Frühjahr passt man das schöne Wetter ab, und schürt dann wieder bürgerliche Vorurteile gegen die Landwirtschaft. Na schön, es stinkt - aber was soll ich machen? Ich kann mir die Gülle ja nicht in die Haare schmieren. Außerdem gibt es einen himmelweiten Unterschied zwischen Rindern, Schweinen, Geflügel oder Pferden. Nur letztgenannte riechen wirklich bestialisch. Rindergülle ist da eher dezent, wenn der Ausdruck erlaubt ist.
Im Sommer brennt der Rücken, der Schweiß läuft brennend in die Augen, weil die Augenbrauen eben mal einen kleinen Unfall hatten und jetzt denSabber Schweiß nicht mehr richtig ableiten. Abends sitzt man gemütlich hinter der JiL am Grill, im Garten bei Geburtstagen, und genießt den Himmel und ein Bier.
Im Herbst wird die Zeit wieder knapper, Studium und Hobby verschlingen alle Zeit. Und wenn man abends bei den Jungs am Feuer sitzt, darf man die Weste auch mal abgeben, wenn eine besonders verfrorene Dame nebenan sitzt. Eben die zeit von kurzen Hemden und Lammfellwesten zu kurzen Hosen. Die beste Kombination für den Herbst.
Im Winter frieren einem die Haare an den Kopf, die Schnürsenkel lassen sich nur noch mit dem Messer lösen, und Metall klebt an den Händen. Ein gefrorener Boden, und wir sind draußen. Ob mit dem Pflug im Acker oder mit dem Spalter im Wald, eben draußen. Aber wenn alles das erledigt ist, und dann immer noch Schnee liegt, dann schläft man eben länger. Ist ja auch dunkel draußen.
Heute nacht hatte es zum ersten Mal für dieses Jahr Plusgrade. Und jetzt scheint die Sonne.
Es geht aufwärts, ein neues Jahr fängt an. Ich fühle mich, als hätte ich kochendes Wasser in den Adern, als hätte mein Herz auf Doppelhub umgestellt.
Ich habe noch ein Problem des Winters übrig. Doch ich kann es loswerden, wenn ich nicht mehr eingesperrt bin. Am Donnerstag nach der Prüfung stürze ich mich ins Vergnügen. Und, wie das so ist, wenn ein neues Jahr beginnt, man hat gute Vorsätze. Endlich die Siebzig-Stunden-Grenze knacken. Handgas auf Anschlag, nur Drehzahl zählt. Und dabei viel vergessen, was winters war. Der Streit mit B., das Ende mit S., das Abenteuer mit T. Hinfort, böse Geister! Gutes bleibt, Böses vergeht. Der Sonntagabend beim Silage mähen mit S., die sich einfach stundenlang zu mir gesetzt hat, die langen Abende auf ihrem Sofa, die Bißwunden bleiben. Die Sonntage im Bauwagen mit T.,T.,C. und B., gemeinsames Trinken, Reden, Lachen bleiben. Die Freitagabende mit den Jungs, die samstagnachmittäglichen Stammtische mit Fußball, Palaver und Gesang, die sich oft bis in die Nacht zogen, bleiben. Die Bilder vom Fasching, von der Bauwagentour, vom Gompendschdig bleiben. Die Erinnerung an die Nacht auf dem Pflug, als gegen zwei der Chef dastand und meinte, heute bekäme ich ja garnicht genug, bleibt. Die Spaziergänge durch den Schnee mit S. und dem Hund bleiben. Neue Bekanntschaften, neue Freunde bleiben. Neue Verantwortung bleibt. Ein Jahr älter, ein Jahr erwachsener. Ein Jahr mehr, das noch weniger geradlinig verlief als das vorhergehende. Doch Kurven, Höhen und Tiefen machen den Weg länger. Und so soll es sein.
Außerdem kann ich mir sommers keine alkoholbedingten Ausfälle leisten. Und damit bleibt mir vieles erspart.
Vieles bleibt, vieles vergeht. Langsam. Mal sehen, was kommt.
JETZT ist Rock ´n Roll.
(Naja, ab Donnerstag.)
Das kommt daher, daß jede Jahreszeit eben ihre Tätigkeiten hat. Mal geht man tagelang in den Wald und schwitzt bei 10° Kälte. Sobald man zum Mittag kurz die Jacke auszieht, dampft der ganze Oberkörper. Im Frühjahr passt man das schöne Wetter ab, und schürt dann wieder bürgerliche Vorurteile gegen die Landwirtschaft. Na schön, es stinkt - aber was soll ich machen? Ich kann mir die Gülle ja nicht in die Haare schmieren. Außerdem gibt es einen himmelweiten Unterschied zwischen Rindern, Schweinen, Geflügel oder Pferden. Nur letztgenannte riechen wirklich bestialisch. Rindergülle ist da eher dezent, wenn der Ausdruck erlaubt ist.
Im Sommer brennt der Rücken, der Schweiß läuft brennend in die Augen, weil die Augenbrauen eben mal einen kleinen Unfall hatten und jetzt den
Im Herbst wird die Zeit wieder knapper, Studium und Hobby verschlingen alle Zeit. Und wenn man abends bei den Jungs am Feuer sitzt, darf man die Weste auch mal abgeben, wenn eine besonders verfrorene Dame nebenan sitzt. Eben die zeit von kurzen Hemden und Lammfellwesten zu kurzen Hosen. Die beste Kombination für den Herbst.
Im Winter frieren einem die Haare an den Kopf, die Schnürsenkel lassen sich nur noch mit dem Messer lösen, und Metall klebt an den Händen. Ein gefrorener Boden, und wir sind draußen. Ob mit dem Pflug im Acker oder mit dem Spalter im Wald, eben draußen. Aber wenn alles das erledigt ist, und dann immer noch Schnee liegt, dann schläft man eben länger. Ist ja auch dunkel draußen.
Heute nacht hatte es zum ersten Mal für dieses Jahr Plusgrade. Und jetzt scheint die Sonne.
Es geht aufwärts, ein neues Jahr fängt an. Ich fühle mich, als hätte ich kochendes Wasser in den Adern, als hätte mein Herz auf Doppelhub umgestellt.
Ich habe noch ein Problem des Winters übrig. Doch ich kann es loswerden, wenn ich nicht mehr eingesperrt bin. Am Donnerstag nach der Prüfung stürze ich mich ins Vergnügen. Und, wie das so ist, wenn ein neues Jahr beginnt, man hat gute Vorsätze. Endlich die Siebzig-Stunden-Grenze knacken. Handgas auf Anschlag, nur Drehzahl zählt. Und dabei viel vergessen, was winters war. Der Streit mit B., das Ende mit S., das Abenteuer mit T. Hinfort, böse Geister! Gutes bleibt, Böses vergeht. Der Sonntagabend beim Silage mähen mit S., die sich einfach stundenlang zu mir gesetzt hat, die langen Abende auf ihrem Sofa, die Bißwunden bleiben. Die Sonntage im Bauwagen mit T.,T.,C. und B., gemeinsames Trinken, Reden, Lachen bleiben. Die Freitagabende mit den Jungs, die samstagnachmittäglichen Stammtische mit Fußball, Palaver und Gesang, die sich oft bis in die Nacht zogen, bleiben. Die Bilder vom Fasching, von der Bauwagentour, vom Gompendschdig bleiben. Die Erinnerung an die Nacht auf dem Pflug, als gegen zwei der Chef dastand und meinte, heute bekäme ich ja garnicht genug, bleibt. Die Spaziergänge durch den Schnee mit S. und dem Hund bleiben. Neue Bekanntschaften, neue Freunde bleiben. Neue Verantwortung bleibt. Ein Jahr älter, ein Jahr erwachsener. Ein Jahr mehr, das noch weniger geradlinig verlief als das vorhergehende. Doch Kurven, Höhen und Tiefen machen den Weg länger. Und so soll es sein.
Außerdem kann ich mir sommers keine alkoholbedingten Ausfälle leisten. Und damit bleibt mir vieles erspart.
Vieles bleibt, vieles vergeht. Langsam. Mal sehen, was kommt.
JETZT ist Rock ´n Roll.
(Naja, ab Donnerstag.)
The memory remains / ROT sehen (VI)
(Ich gebe es ja zu, der Titel ist von Metallica geklaut.)
Wird es immer so sein, daß ich trotz Hochstimmung in manchen Augenblicken abrupt am Agrund stehe, die Arme in der Luft rührend, die typische Comicpose, mit dem Schwerpunkt bereits längst außerhalb des sicheren Bereiches?
Situation: Durst beim Lernen, Flasche Wasser aus dem Keller holen. Ich stelle die Flasche ans Fenster, durch das die Sonne hereinexplodiert, um sie zu wärmen.
Habe ich früher nie gemacht. Ich war stolz auf meinen Eisenmagen.
Das habe ich von ihr. Ich denke an sie, wie sie im Büro ihre Wasserflasche auf die Heizung legt, und das beinahe kochende Wasser trinkt. Den Kopf in den Nacken gelegt, die Augen halb geschlossen, die Haare auf den Schultern. Jetzt gerade eben vielleicht.
Und ich denke daran, wie ich mich an schalwarmes Mineralwasser einer teuren Marke, das ich immer für pures Leitungswasser gehalten und verabscheut habe, gewöhnte. Kein "Wasser? Da ficken doch Fische drin!?" mehr.
Ich denke an die Abende vor dem Fernseher, als wir CDs durchwühlend und schwatzend literweise Wasser tranken. Und ich denke daran, was unseren Durst verursacht hatte. Um jetzt Spekulationen bezüglich Flüssigkeitsaustausches, bzw. -verlustes vorzubeugen, nenne ich als Grund den Rausch vom Abend zuvor. Und ich denke an die Karten für das Konzert am Samstag, das wir besuchen wollten, und die immer noch über meinem Schreibtisch hängen. Ich wollte sie ihr schenken, weil ihr die Band gefällt, und ich sie gerne tanzen sehe. (Quasi eine win-win-Situation.)
Ich schütte das Wasser weg, und zerreiße die Karten. Besser.
Finde ich noch irgendwo Apfelsaft? Und warum spielt das Radio jetzt den "Piano man"? Ich hasse es, wenn es das tut, mein Leben. Ich schneide ihm eine Grimasse. Viel besser.
Wird es immer so sein, daß ich trotz Hochstimmung in manchen Augenblicken abrupt am Agrund stehe, die Arme in der Luft rührend, die typische Comicpose, mit dem Schwerpunkt bereits längst außerhalb des sicheren Bereiches?
Situation: Durst beim Lernen, Flasche Wasser aus dem Keller holen. Ich stelle die Flasche ans Fenster, durch das die Sonne hereinexplodiert, um sie zu wärmen.
Habe ich früher nie gemacht. Ich war stolz auf meinen Eisenmagen.
Das habe ich von ihr. Ich denke an sie, wie sie im Büro ihre Wasserflasche auf die Heizung legt, und das beinahe kochende Wasser trinkt. Den Kopf in den Nacken gelegt, die Augen halb geschlossen, die Haare auf den Schultern. Jetzt gerade eben vielleicht.
Und ich denke daran, wie ich mich an schalwarmes Mineralwasser einer teuren Marke, das ich immer für pures Leitungswasser gehalten und verabscheut habe, gewöhnte. Kein "Wasser? Da ficken doch Fische drin!?" mehr.
Ich denke an die Abende vor dem Fernseher, als wir CDs durchwühlend und schwatzend literweise Wasser tranken. Und ich denke daran, was unseren Durst verursacht hatte. Um jetzt Spekulationen bezüglich Flüssigkeitsaustausches, bzw. -verlustes vorzubeugen, nenne ich als Grund den Rausch vom Abend zuvor. Und ich denke an die Karten für das Konzert am Samstag, das wir besuchen wollten, und die immer noch über meinem Schreibtisch hängen. Ich wollte sie ihr schenken, weil ihr die Band gefällt, und ich sie gerne tanzen sehe. (Quasi eine win-win-Situation.)
Ich schütte das Wasser weg, und zerreiße die Karten. Besser.
Finde ich noch irgendwo Apfelsaft? Und warum spielt das Radio jetzt den "Piano man"? Ich hasse es, wenn es das tut, mein Leben. Ich schneide ihm eine Grimasse. Viel besser.
Statistik
Heute ist Weltverbrauchertag. Kam gerade im Radio.
Und eine Zahl beeindruckte mich besonders: Es werden in Baden-Württemberg pro Tag und Person 2,3 Kondome verbraucht.
Gehen wir mal davon aus, daß eine Person alleine keine derartigen Sicherheitsvorkehrungen benötigt. Macht also 4,6 Kondome pro Paar und Tag.
Gehen wir nun davon aus, daß der durchschnittliche Schwabe sein Kondom dreimal benutzt... Das lassen wir besser weg.
Lassen wir nun die Anzahl gleichgeschlechtlicher Paare mal weg, von denen ja jeder ein Kondom braucht. (Denke ich doch). Ebenso vernachlässigen wir die Anzahl sexueller Aktivitäten mit mehr als zwei Beteiligten.
Gehen wir nun davon aus, daß ein Mann ungefähr einmalpro Jahr keine Lust hat in der Woche abends ausgeht und danach eben zu müde ist.
Gehen wir nun davon aus, daß eine Frau zwei Tage im Monat keine Lust hat (jaja, schreit ihr nur. Rechnet doch selber! Vielleicht macht ihr Herren was verkehrt?) Darüber hinaus kann davon ausgegangen werden, daß eine Frau im Leben 1,3 mal schwanger ist. Wenn ich hier die geschlechtsverkehrsfreieZone Zeit von insgesamt 12 Monaten annehme, könnten wir ganz gut liegen. (Oder ich mache mich gerade lächerlich. Seis drum.) Das Ganze berechnen wir auf die "sexuelle Lebenszeit" (uh-uh, jetzt werden die Begriffe aber schlüpfrig) einer Frau, die ich mal über den Daumen mit 45 Jahren ansetze.
Weiter können wir davon ausgehen, daß bei 1,3 Kindern pro Frau und derDummheit der Jugend Auswertung der PISA-Studie etwa 10% des Geschlechtsverkehrs schutzlos ablaufen. Also nicht 10% von jedem, sondern insgesamt. Wäre sonst zu mühsam. Die Anzahl derjenigen, die sich anderweitig schützen, dürfte so bei einem Drittel liegen, in festen Beziehungen etwas höher.
Zwischenstand:
4,6*365=1679 Verbrauch/Jahr
+10% ungeschützt +33% anderweitig geschützt = 2462,5 Sexuelle Kontakte/ Jahr und Person
den halben ziehen wir mit, auch wenn ich nicht weiß, wie der aussehen soll
365 Tage
-52 Mann keine Lust
-24 Frau keine Lust
-8,11 Schwangerschaft
=281 Tage pro Jahr
Ergibt :
8,76 durchgeführte Geschlechtsverkehre (gibts den Plural?) je Tag und Person
Bei einer durchschnittlichen Zeit von etwa 1,5 Stunden (inklusive Duschen und Kleider zusammensuchen, Kaffeekochen und Zigarettenrauchen, Bedanken und/oder Bezahlen...)
->13,14 Stunden pro Tag purer Sex
Wann soll man denn da noch arbeiten?
Die Statistik über den Kalorienverbrauch und die Umweltverschmutzung durch Verpackung und so weiter erspare ich uns.
Nicht ersparen kann ich es uns, diejenigen aufzurechnen, die in den letzten zwei Wochen (14 Tage) keinen Verkehr hatten, und deren sexuelles Aufkommen durch Mehrarbeit anderer ausgeglichen werden musste. Wenn ich als Muster die Anzahl an Personen nehme, die eindeutig am letzten Wochenende zu betrunken waren, um noch Dummheiten zu machen, und diejenigen, die nicht auf der Pirsch waren zu denjenigen hinzuzähle, die nichtschnell oder nicht gut genug waren den richtigen Partner gefunden haben, erhöht sich das sexuelle Aufkommen um ein weiters Drittel auf etwa 17,5 Stunden am Tag respektive 11,68 sexuelle Kontakte. Und das ist noch gnädig gerechnet, hier auf dem Land. Da müssen die Großstädter ganz anders ranklotzen.
Jetzt dürfen wir noch die abziehen, dieso blöd sind wie ich ab und an mal ein solches Kondom zerstören, bevor es seinen eigentlichen Zweck erfüllen kann, und dann ein zweites benötigen. Naja, wie wäre es mit 2%? Einverstanden?
Bleiben 11,45 sexuelle Kontakte respektive 17 Stunden und 10 Minuten, 30 Sekunden am Tag.
Schweigen im Walde.
Und jetzt stellen Sie sich vor, für sie arbeitet keiner mit. Und da kommen Sie nach einem Monat der Abstinez wieder und...
Entweder blasen die die Dinger alle auf, oder ich habe zuviel vernachlässigt...
Und ich bin froh, daß ich den Eintrag von gestern über spätpubertäres Verhalten nicht veröffentlich habe!
Ich werde Kondomverkäufer...
Neidisch? Ich auch...
Wohl denen, die dabei die Schuhe anbehalten. Braucht man zu oft frische Schnürsenkel...
Und das im schönen Baden-Württemberg. Sodom und Gomorrha!
Also los jetzt! Raus, und erfüllen Sie Ihre Pflicht wie ein Mann (beziehungsweise eine Frau)!
Aber ich trage keine Verantwortung, wenn Sie morgen im Knast sitzen, weil sie unbedingt heute noch ihre Quote erfüllen wollten.
Und noch was zur Beruhigung: ich kenne nur eine Person, die annähernd an diese Zahlen heranreicht. Demsntsprechend sieht man diese Person auch sehr selten. Und wenn, dann läuft sie sehr gekrümmt.
Und eine Zahl beeindruckte mich besonders: Es werden in Baden-Württemberg pro Tag und Person 2,3 Kondome verbraucht.
Gehen wir mal davon aus, daß eine Person alleine keine derartigen Sicherheitsvorkehrungen benötigt. Macht also 4,6 Kondome pro Paar und Tag.
Lassen wir nun die Anzahl gleichgeschlechtlicher Paare mal weg, von denen ja jeder ein Kondom braucht. (Denke ich doch). Ebenso vernachlässigen wir die Anzahl sexueller Aktivitäten mit mehr als zwei Beteiligten.
Gehen wir nun davon aus, daß ein Mann ungefähr einmal
Gehen wir nun davon aus, daß eine Frau zwei Tage im Monat keine Lust hat (jaja, schreit ihr nur. Rechnet doch selber! Vielleicht macht ihr Herren was verkehrt?) Darüber hinaus kann davon ausgegangen werden, daß eine Frau im Leben 1,3 mal schwanger ist. Wenn ich hier die geschlechtsverkehrsfreie
Weiter können wir davon ausgehen, daß bei 1,3 Kindern pro Frau und der
Zwischenstand:
4,6*365=1679 Verbrauch/Jahr
+10% ungeschützt +33% anderweitig geschützt = 2462,5 Sexuelle Kontakte/ Jahr und Person
den halben ziehen wir mit, auch wenn ich nicht weiß, wie der aussehen soll
365 Tage
-52 Mann keine Lust
-24 Frau keine Lust
-8,11 Schwangerschaft
=281 Tage pro Jahr
Ergibt :
8,76 durchgeführte Geschlechtsverkehre (gibts den Plural?) je Tag und Person
Bei einer durchschnittlichen Zeit von etwa 1,5 Stunden (inklusive Duschen und Kleider zusammensuchen, Kaffeekochen und Zigarettenrauchen, Bedanken und/oder Bezahlen...)
->13,14 Stunden pro Tag purer Sex
Wann soll man denn da noch arbeiten?
Die Statistik über den Kalorienverbrauch und die Umweltverschmutzung durch Verpackung und so weiter erspare ich uns.
Nicht ersparen kann ich es uns, diejenigen aufzurechnen, die in den letzten zwei Wochen (14 Tage) keinen Verkehr hatten, und deren sexuelles Aufkommen durch Mehrarbeit anderer ausgeglichen werden musste. Wenn ich als Muster die Anzahl an Personen nehme, die eindeutig am letzten Wochenende zu betrunken waren, um noch Dummheiten zu machen, und diejenigen, die nicht auf der Pirsch waren zu denjenigen hinzuzähle, die nicht
Jetzt dürfen wir noch die abziehen, die
Bleiben 11,45 sexuelle Kontakte respektive 17 Stunden und 10 Minuten, 30 Sekunden am Tag.
Schweigen im Walde.
Und jetzt stellen Sie sich vor, für sie arbeitet keiner mit. Und da kommen Sie nach einem Monat der Abstinez wieder und...
Entweder blasen die die Dinger alle auf, oder ich habe zuviel vernachlässigt...
Und ich bin froh, daß ich den Eintrag von gestern über spätpubertäres Verhalten nicht veröffentlich habe!
Ich werde Kondomverkäufer...
Neidisch? Ich auch...
Wohl denen, die dabei die Schuhe anbehalten. Braucht man zu oft frische Schnürsenkel...
Und das im schönen Baden-Württemberg. Sodom und Gomorrha!
Also los jetzt! Raus, und erfüllen Sie Ihre Pflicht wie ein Mann (beziehungsweise eine Frau)!
Aber ich trage keine Verantwortung, wenn Sie morgen im Knast sitzen, weil sie unbedingt heute noch ihre Quote erfüllen wollten.
Und noch was zur Beruhigung: ich kenne nur eine Person, die annähernd an diese Zahlen heranreicht. Demsntsprechend sieht man diese Person auch sehr selten. Und wenn, dann läuft sie sehr gekrümmt.
14.3.05
Des Dramas dritter Akt
Ich habe diesen einen Fehler mehrfach gemacht. Wie es keiner tun darf.
Ich hatte das unverdiente Glück, Vergebung zu erfahren. Wie es zu einem Fehler gehört.
Ich hatte dieses Glück mehrfach.
Ich habe die Vergebung abgelehnt, ignoriert, weggeworfen.
Und was sollte ich an der Reaktion auszusetzen haben? Mir gegenüber wurde mehr Geduld bewiesen, als mein Ungestüm jemals aufzubringen vermag. Mir wurde mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht, als ich zeigen konnte. Mir wurde zuteil, was ich gesucht hatte. Und mehr. Und ich warf es weg.
Und wer bin ich, wütend zu sein?
Gerne würde ich selbstzerstörerisch handeln, und dadurch um erneute Vergebung und Aufmerksamkeit betteln. Doch ich werde es nicht tun.
Fehler lassen sich nie ungeschehen machen. Und, vergeben oder nicht, aus Fehlern lernt man. Und wenn nicht auf die sanfte Tour, dann auf die schmerzhafte, die den Fehler auf ewig im Gedenken hält. Ich kann es nur mir verübeln. Und das tue ich. Fehler machen uns reicher, Bitterkeit macht uns hart.
Ich wünsche ihr noch ein schönes Leben; das schönste.
Nachtrag: Ich denke mir meist zuviel bei belanglosen Gesprächen. Aber der Satz "Ich melde mich, ja?" hat etwas Bedrückendes.
13.3.05
Von außen betrachtet die klassisch-einfallslose Tragödie:
Streit, Zorn, Verweigerung der Kontaktaufnahme, anheizen des eigenen Zorns, rationales Begründen, Reue, Versuch, die Zeit zurückzudrehen, Scheitern.
Von innen betrachtet:
Das Glück, das einzige Glück, böswillig zerstört. Nicht aus Unachtsamkeit. Aus reiner Böswilligkeit.
In der Werkstoffkunde nennt man dies eine zerstörende Werkstoffprüfung.
Alles andere ist belanglos.
Streit, Zorn, Verweigerung der Kontaktaufnahme, anheizen des eigenen Zorns, rationales Begründen, Reue, Versuch, die Zeit zurückzudrehen, Scheitern.
Von innen betrachtet:
Das Glück, das einzige Glück, böswillig zerstört. Nicht aus Unachtsamkeit. Aus reiner Böswilligkeit.
In der Werkstoffkunde nennt man dies eine zerstörende Werkstoffprüfung.
Alles andere ist belanglos.
12.3.05
Vom Melkstand aus mit ihr telefoniert.
Bei ihr gewesen, ihr Telefon zurückgebracht.
Kommentar gefangen: "Was machst Du heute abend? Ich gehe zu den 12 Strings. Du magst ja die Band sowieso nicht..."
Unterwegs mit den Jungs.
Eine Unbekannte total fähig angequatscht:
Szene1: irgendwo im Raum
U: "Möchtest Du Dich nicht vorstellen?"
TJ: "Eigentlich nicht."
U (zum Kollegen): "Der ist ja ein richtiger Bauer"
Kollege fängt an zu lachen, verteilt seinen Schnaps großflächig.
TJ (zu U): "Siehst Du, Du kennst mich doch schon..."
Szene2: an der Bar
U: "Ich hol´ dann mal noch zwei." Und das tut sie.
TJ: "Ich kann auch mal laufen, kein Thema."
U: " Ne, laß mal stecken, ich mach das schon."
Szene3: vor der Bühne
U:"Es macht mir wirklich nichts aus..."
TJ konsterniert: "Was?"
U: "Naja, daß Du noch so jung bist."
TJ: "Aha, wie alt bin ich denn?"
U:"Naja, jedenfalls der Jüngste von euch fünf. Aber mich wundert es, daß ein Fünfundzwanzigjähriger wie T. mit Dir weggeht. Du bist ja gerade mal sechzehn."
TJ:"Das ist aber schön, daß Dir das nichts ausmacht."
Szene4: immer noch vor der Bühne
U tanzend:" Jetzt tanz´ doch mal mit mir."
TJ:"Dafür hast Du die falschen Schuhe an."
U:"Du stehst immer nur da. Höchstens mal mit dem Fuß wippen."
TJ:"Das ist das Zucken im Gasfuß. Das habe ich immer im Winter. Im Sommer hält es sich in Grenzen."
Szene5: gemütliche, etwas leisere Ecke
U:"T. hat mir gesagt, daß Du keine sechzehn mehr bist."
TJ:"Aha. Und was hat er sonst noch erzählt."
U:"Naja, daß Du eben Student bist und aus L-Town kommst."
TJ verstohlen: "Aber erzähl es niemandem weiter, ja?"
U lachend: "Was ist da schlimm dran?"
TJ:"Es ist wahr."
U:"Und wie alt bist Du wirklich?"
TJ ernst:"Zweiundzwanzig."
U: "Du Scherzkeks..."
TJ mit Blick zum Himmel: "Naja, achtzehn. Und Schüler, kein Student."
U:" Na siehst Du, es geht doch. Das hat T. auch gesagt."
Manchen wollen es aber wirklich so. Und wenn es ihr nichts ausmacht, daß ich sechzehn bin...
Nachricht an S.: Seit heute nacht bin ich wieder offiziell sechzehn. Kannst Du mithalten?
Antwort: Ich kann garnicht so alt werden, wie ich mich fühle... Es folgte noch eine Schilderung ihrer Erlebnisse von gestern.
Anruf T.: "Was hast Du dem Mädel denn für einen Mist erzählt?"
T:"Wieso, hat doch geklappt, oder?"
TJ:"Nein, ich hab ihre Nummer nicht gespeichert."
T. lachend:"Deswegen hat sie die mir auch gegeben. Du hättest ja nicht gefragt, und sie hat sich nicht getraut, Dich zu fragen."
TJ:"Na, wozu habe ich denn Dich?"
T."Genau. Und außerdem fahre ich jetzt zu ihrer Freundin zum Mittagessen."
TJ:"Die kranke Schwester? Stehst Du auf Blut und weiße Häubchen?"
T:"Klar, die Krankenschwester. Ich muß los - ich schick Dir die Nummer gleich."
Wozu sind denn Freunde da? Wozu? Dazu!
Ich bringe ihm Statik bei, und er schleppt mir Damen an. Guter Tausch. Ich bin heute auch nicht zu alt für sowas. Und ich pfeife auf die Drei-Tage-Regel. Schließlich hat sie die erste Prüfung überstanden. Mein dummes Geschwätz kann ich also jetzt für mich behalten, und mich ganz normal aufführen.
Bei ihr gewesen, ihr Telefon zurückgebracht.
Kommentar gefangen: "Was machst Du heute abend? Ich gehe zu den 12 Strings. Du magst ja die Band sowieso nicht..."
Unterwegs mit den Jungs.
Eine Unbekannte total fähig angequatscht:
Szene1: irgendwo im Raum
U: "Möchtest Du Dich nicht vorstellen?"
TJ: "Eigentlich nicht."
U (zum Kollegen): "Der ist ja ein richtiger Bauer"
Kollege fängt an zu lachen, verteilt seinen Schnaps großflächig.
TJ (zu U): "Siehst Du, Du kennst mich doch schon..."
Szene2: an der Bar
U: "Ich hol´ dann mal noch zwei." Und das tut sie.
TJ: "Ich kann auch mal laufen, kein Thema."
U: " Ne, laß mal stecken, ich mach das schon."
Szene3: vor der Bühne
U:"Es macht mir wirklich nichts aus..."
TJ konsterniert: "Was?"
U: "Naja, daß Du noch so jung bist."
TJ: "Aha, wie alt bin ich denn?"
U:"Naja, jedenfalls der Jüngste von euch fünf. Aber mich wundert es, daß ein Fünfundzwanzigjähriger wie T. mit Dir weggeht. Du bist ja gerade mal sechzehn."
TJ:"Das ist aber schön, daß Dir das nichts ausmacht."
Szene4: immer noch vor der Bühne
U tanzend:" Jetzt tanz´ doch mal mit mir."
TJ:"Dafür hast Du die falschen Schuhe an."
U:"Du stehst immer nur da. Höchstens mal mit dem Fuß wippen."
TJ:"Das ist das Zucken im Gasfuß. Das habe ich immer im Winter. Im Sommer hält es sich in Grenzen."
Szene5: gemütliche, etwas leisere Ecke
U:"T. hat mir gesagt, daß Du keine sechzehn mehr bist."
TJ:"Aha. Und was hat er sonst noch erzählt."
U:"Naja, daß Du eben Student bist und aus L-Town kommst."
TJ verstohlen: "Aber erzähl es niemandem weiter, ja?"
U lachend: "Was ist da schlimm dran?"
TJ:"Es ist wahr."
U:"Und wie alt bist Du wirklich?"
TJ ernst:"Zweiundzwanzig."
U: "Du Scherzkeks..."
TJ mit Blick zum Himmel: "Naja, achtzehn. Und Schüler, kein Student."
U:" Na siehst Du, es geht doch. Das hat T. auch gesagt."
Manchen wollen es aber wirklich so. Und wenn es ihr nichts ausmacht, daß ich sechzehn bin...
Nachricht an S.: Seit heute nacht bin ich wieder offiziell sechzehn. Kannst Du mithalten?
Antwort: Ich kann garnicht so alt werden, wie ich mich fühle... Es folgte noch eine Schilderung ihrer Erlebnisse von gestern.
Anruf T.: "Was hast Du dem Mädel denn für einen Mist erzählt?"
T:"Wieso, hat doch geklappt, oder?"
TJ:"Nein, ich hab ihre Nummer nicht gespeichert."
T. lachend:"Deswegen hat sie die mir auch gegeben. Du hättest ja nicht gefragt, und sie hat sich nicht getraut, Dich zu fragen."
TJ:"Na, wozu habe ich denn Dich?"
T."Genau. Und außerdem fahre ich jetzt zu ihrer Freundin zum Mittagessen."
TJ:"Die kranke Schwester? Stehst Du auf Blut und weiße Häubchen?"
T:"Klar, die Krankenschwester. Ich muß los - ich schick Dir die Nummer gleich."
Wozu sind denn Freunde da? Wozu? Dazu!
Ich bringe ihm Statik bei, und er schleppt mir Damen an. Guter Tausch. Ich bin heute auch nicht zu alt für sowas. Und ich pfeife auf die Drei-Tage-Regel. Schließlich hat sie die erste Prüfung überstanden. Mein dummes Geschwätz kann ich also jetzt für mich behalten, und mich ganz normal aufführen.
11.3.05
Gedankensprünge
Mir fielen heute nacht einige Dinge zur "Macht" ein:
körperliche Überlegenheit ist einfache Macht.
Angst vor köperlicher Überlegenheit ist erweiterte Macht, da sie keinen direkten Einfluß mehr benötigt (Drohung).
Relative Macht ist Macht über Gesagtes, also über die Wortwahl eines Anderen. Wenn jemand bestimmt, was ich sage, hat er Macht. Auch hier wieder Abstufung in einfache und erweiterte relative Macht.
Absolute Macht ist Macht über Gedanken. Einstufung in zwanghafte Macht und erweiterte absolute Macht, die keine Reflexion über Machtausübung zulässt.
Einschub:
"Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten?
Sie ziehen vorbei, wie fliehende Schatten." wäre erweiterte relative Macht.
"Wenn ich sage komm, so kommt er. Und wenn ich sage geh, so geht er." wäre zwanghafte absolute Macht, da Widerspruch nicht einmal in Erwägung gezogen wird. Es gibt ihn einfach nicht.
Jetzt kann ich zum Eigentlichen kommen:
Sie übte Macht aus. Und zwar die "erweiterte absolute Macht", da ich nicht einmal darauf kam, daß ich Dinge gegen meinen Willen tat. Ich hatte nämlich keinen, bzw. mir ihren zu eigen gemacht.
Ab und an, wenn ich durchgedreht bin, meinte ich, das zu erkennen. Ich streifte sie ab, ging nicht ans Telefon und rannte davon, um ihrer Macht zu entkommen. Dann rannte ich zurück, weil es kalt ist ohne eigenen Willen. Sie schützte mich gleichzeitig. Dementsprechend kann ich ihr nicht einmal vorwerfen, mehr genommen als gegeben zu haben.
Ich wa freiwillig dort, um mir eben diesen freien Willen abnehmen zu lassen. Und mein Wille, der immer noch nicht wieder aufgetaucht ist, wird sich sicher etwas dabei gedacht haben, als er mich verließ.
Und nur, indem ich den erwähnten Graben zog, konnte ich mich befreien. Und laufe jetzt willensamputiert herum.
Ich habe bereits den Versuch gemacht, zurückzuspringen. Und sie tat, als helfe sie mir. Gestern schrieb ich ihr vorsichtig, ob sie denn Lust hätte,, mit uns ins B29 zu gehen. Sie rief an und war Feuer und Flamme, und ich begann, einem Holzscheit gleich, Feuer zu fangen. Ich kam gestern abend spät aus dem Stall. Es dauerte alles eben ein wenig länger. Und dann wurde hin- und hertelefoniert, wie es eben mit den unentschlossenen Bartholomäern so ist. Die fuhren dann also alleine los, und ich wartete auf S., die nicht ans Telefon ging. Beim Sport hat sie es eben im Spind liegen, kein Problem. Irgendwann rief sie zurück, und hatte genau diese Stimme, die bei mir den Schutzinstinkt weckt. Sie gehe nicht mit, es sei ihr heute alles zuviel. Sie sitze noch im Studio und dies und jenes. Ich weigerte mich zufragen, was denn passiert sei. Ich spürte, wie sie mich dazu drängte. Sie meinte, es würde mir doch nichts ausmachen, ohne sie zu gehen. Ich antwortete nur, sie solle sich keine Sorgen um mich machen, und legte auf.
Heute nacht hatte ich stundenlang mein Telefon in der Hand. Ich wußte nicht, was ich sagen sollte. Die Quintessenz: "Soll ich mehr oder nichts mehr sagen?" ist schon so lange als unversandte Nachricht gespeichert. Ich habe tatsächlich noch Angst.
Wir sind bereits weit genug auseinander, um mich innehalten zu lassen, bevor ich sie anrufe, um mich einsilbig und mißtrauisch zu geben, wenn sie anruft, und um sie abzulehnen, wenn ich gerade keine Hand frei habe oder keinen Platz im Kopf. Doch noch beherrscht sie mich. Und das weiß sie.
körperliche Überlegenheit ist einfache Macht.
Angst vor köperlicher Überlegenheit ist erweiterte Macht, da sie keinen direkten Einfluß mehr benötigt (Drohung).
Relative Macht ist Macht über Gesagtes, also über die Wortwahl eines Anderen. Wenn jemand bestimmt, was ich sage, hat er Macht. Auch hier wieder Abstufung in einfache und erweiterte relative Macht.
Absolute Macht ist Macht über Gedanken. Einstufung in zwanghafte Macht und erweiterte absolute Macht, die keine Reflexion über Machtausübung zulässt.
Einschub:
"Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten?
Sie ziehen vorbei, wie fliehende Schatten." wäre erweiterte relative Macht.
"Wenn ich sage komm, so kommt er. Und wenn ich sage geh, so geht er." wäre zwanghafte absolute Macht, da Widerspruch nicht einmal in Erwägung gezogen wird. Es gibt ihn einfach nicht.
Jetzt kann ich zum Eigentlichen kommen:
Sie übte Macht aus. Und zwar die "erweiterte absolute Macht", da ich nicht einmal darauf kam, daß ich Dinge gegen meinen Willen tat. Ich hatte nämlich keinen, bzw. mir ihren zu eigen gemacht.
Ab und an, wenn ich durchgedreht bin, meinte ich, das zu erkennen. Ich streifte sie ab, ging nicht ans Telefon und rannte davon, um ihrer Macht zu entkommen. Dann rannte ich zurück, weil es kalt ist ohne eigenen Willen. Sie schützte mich gleichzeitig. Dementsprechend kann ich ihr nicht einmal vorwerfen, mehr genommen als gegeben zu haben.
Ich wa freiwillig dort, um mir eben diesen freien Willen abnehmen zu lassen. Und mein Wille, der immer noch nicht wieder aufgetaucht ist, wird sich sicher etwas dabei gedacht haben, als er mich verließ.
Und nur, indem ich den erwähnten Graben zog, konnte ich mich befreien. Und laufe jetzt willensamputiert herum.
Ich habe bereits den Versuch gemacht, zurückzuspringen. Und sie tat, als helfe sie mir. Gestern schrieb ich ihr vorsichtig, ob sie denn Lust hätte,, mit uns ins B29 zu gehen. Sie rief an und war Feuer und Flamme, und ich begann, einem Holzscheit gleich, Feuer zu fangen. Ich kam gestern abend spät aus dem Stall. Es dauerte alles eben ein wenig länger. Und dann wurde hin- und hertelefoniert, wie es eben mit den unentschlossenen Bartholomäern so ist. Die fuhren dann also alleine los, und ich wartete auf S., die nicht ans Telefon ging. Beim Sport hat sie es eben im Spind liegen, kein Problem. Irgendwann rief sie zurück, und hatte genau diese Stimme, die bei mir den Schutzinstinkt weckt. Sie gehe nicht mit, es sei ihr heute alles zuviel. Sie sitze noch im Studio und dies und jenes. Ich weigerte mich zufragen, was denn passiert sei. Ich spürte, wie sie mich dazu drängte. Sie meinte, es würde mir doch nichts ausmachen, ohne sie zu gehen. Ich antwortete nur, sie solle sich keine Sorgen um mich machen, und legte auf.
Heute nacht hatte ich stundenlang mein Telefon in der Hand. Ich wußte nicht, was ich sagen sollte. Die Quintessenz: "Soll ich mehr oder nichts mehr sagen?" ist schon so lange als unversandte Nachricht gespeichert. Ich habe tatsächlich noch Angst.
Wir sind bereits weit genug auseinander, um mich innehalten zu lassen, bevor ich sie anrufe, um mich einsilbig und mißtrauisch zu geben, wenn sie anruft, und um sie abzulehnen, wenn ich gerade keine Hand frei habe oder keinen Platz im Kopf. Doch noch beherrscht sie mich. Und das weiß sie.
10.3.05
Leben im Netz
Ich habe diese Woche zum ersten Mal etwas bei ebay verkauft.
Wieso habe ich eugentlich an dieser Stelle keine Werbung gemacht? Aber ich bin nicht wirklich davon ausgegangen, daß jemand, der meine Ergüsse liest, auch gleich meinen Schrank haben möchte.
Jedenfalls war ich fasziniert davon, wie ein Preis tagelang konstant bleiben, und dann innerhalb einer halben Stunde auf beinahe das Zehnfache steigen kann. Es funktioniert tatsächlich.
Ich habe alle Anfragen gewissenhaft und ausführlich beantwortet, auch wenn die Frage nach meiner Postleitzahl (ja, ich bin so wichtig, daß ich eine eigene habe), oder besser der meines Schranks mehrmals gestellt wurde.
Ich hatte mit dem Käufer mehrfach Kontakt zwecks Transport und Termin, und habe von ihm wirklich nette Nachrichten erhalten. Er hat sich wirklich gefreut. Und auch der Bieter, der den Zuschlag nicht erhielt, hat sich gemeldet. R. trägt es mit Fassung und bittet nur um eine Tasse Kaffee für seine "Preistreiberei". Finde ich großartig. Denn letztendlich bin ich kein professioneller Verkäufer, habe keine Möglichkeiten, mehr als dieses eine Teil zu verkaufen oder dieses eine Teil länger aufzubewahren. Mit diesen Einschränkungen trotzdem noch jemandem eine Freude zu machen, und nebenbei noch Geld für das Möbel zu bekommen, ist großartig. Auch wenn ich zugeben muß, daß ich während des Verkaufs solange bei ebay um die Ecken schlich, bis ich das verdiente Geld glatt wieder ausgegeben habe.
Dafür besitze ich jetzt einige alte CDs, die schon lange auf meiner "Beobachten"-Liste standen, ein Hemd mit einem Aufdruck, der wie für S. gemacht scheint, und eine "Kawasaki Green Team"-Jacke, der ich zwar meine Haut auf dem Moped nicht anvertrauen werde, die ich aber umso lieber zum Stammtisch des Motorradclubs anziehen werde.
Verdient habe ich also nichts, dafür die Wirtschaft angekurnelt und der Deutschen Post auch noch Geld zukommen lassen. Ich fühle mich wohl.
Und die Tasse Kaffee - ich lade aus Prinzip nur Damen zu solchem ein. Ich hoffe jedoch, R. folgt meiner Anleitung und liest diese Zeilen mit einer Tasse frischen Kaffees in der Hand. Aber nichts über die Tastatur schütten!
Wieso habe ich eugentlich an dieser Stelle keine Werbung gemacht? Aber ich bin nicht wirklich davon ausgegangen, daß jemand, der meine Ergüsse liest, auch gleich meinen Schrank haben möchte.
Jedenfalls war ich fasziniert davon, wie ein Preis tagelang konstant bleiben, und dann innerhalb einer halben Stunde auf beinahe das Zehnfache steigen kann. Es funktioniert tatsächlich.
Ich habe alle Anfragen gewissenhaft und ausführlich beantwortet, auch wenn die Frage nach meiner Postleitzahl (ja, ich bin so wichtig, daß ich eine eigene habe), oder besser der meines Schranks mehrmals gestellt wurde.
Ich hatte mit dem Käufer mehrfach Kontakt zwecks Transport und Termin, und habe von ihm wirklich nette Nachrichten erhalten. Er hat sich wirklich gefreut. Und auch der Bieter, der den Zuschlag nicht erhielt, hat sich gemeldet. R. trägt es mit Fassung und bittet nur um eine Tasse Kaffee für seine "Preistreiberei". Finde ich großartig. Denn letztendlich bin ich kein professioneller Verkäufer, habe keine Möglichkeiten, mehr als dieses eine Teil zu verkaufen oder dieses eine Teil länger aufzubewahren. Mit diesen Einschränkungen trotzdem noch jemandem eine Freude zu machen, und nebenbei noch Geld für das Möbel zu bekommen, ist großartig. Auch wenn ich zugeben muß, daß ich während des Verkaufs solange bei ebay um die Ecken schlich, bis ich das verdiente Geld glatt wieder ausgegeben habe.
Dafür besitze ich jetzt einige alte CDs, die schon lange auf meiner "Beobachten"-Liste standen, ein Hemd mit einem Aufdruck, der wie für S. gemacht scheint, und eine "Kawasaki Green Team"-Jacke, der ich zwar meine Haut auf dem Moped nicht anvertrauen werde, die ich aber umso lieber zum Stammtisch des Motorradclubs anziehen werde.
Verdient habe ich also nichts, dafür die Wirtschaft angekurnelt und der Deutschen Post auch noch Geld zukommen lassen. Ich fühle mich wohl.
Und die Tasse Kaffee - ich lade aus Prinzip nur Damen zu solchem ein. Ich hoffe jedoch, R. folgt meiner Anleitung und liest diese Zeilen mit einer Tasse frischen Kaffees in der Hand. Aber nichts über die Tastatur schütten!
Zitat (IV)
Father and son auf amerikanisch:
"What is democracy? What is democracy?"
"It got something to do with young men killing each other, Arthur"
"When it comes my turn - will you want me to go?"
"For democracy, any man would give his only begotten son."
Metallica - One
Erinnert an Sky Pilot von Eric Burdon und den Animals:
"As the young men move out into the battle zone
He feels good, with God you're never alone."
Umd die Lage zu entspannen, und mich vor FBI und CIA zu schützen, ende ich, wie könnte es anders sein, mit einem Zitat:
"Die spinnen, die Amerikaner..."
Obelix
"What is democracy? What is democracy?"
"It got something to do with young men killing each other, Arthur"
"When it comes my turn - will you want me to go?"
"For democracy, any man would give his only begotten son."
Metallica - One
Erinnert an Sky Pilot von Eric Burdon und den Animals:
"As the young men move out into the battle zone
He feels good, with God you're never alone."
Umd die Lage zu entspannen, und mich vor FBI und CIA zu schützen, ende ich, wie könnte es anders sein, mit einem Zitat:
"Die spinnen, die Amerikaner..."
Obelix
9.3.05
Zitat (III)
heute leid ich,
morgen sterb ich.
Dennoch denk ich
heut und morgen
gern an gestern.
Bert Brecht - Lied aus dem Spanischen
Diesmal wirklich unkommentiert.
sweet little sixteen
Ein Autor schreibt an dieser Stelle über seine Zeit mit sechzehn. Ich hatte mir das schon längst einmal vorgenommen, und werde das im Laufe des Tages auch tun. Bis heute abend!
Allerdings war meine Zeit mit sechzehn so ganz anders als seine - also erwartet man besser nicht zuviel, bzw. zuwenig. Zur Not könnte ich ein Zelt in die Geschichte einbauen, sofern gewünscht. Zur Not auch noch einen Hund.
Allerdings war meine Zeit mit sechzehn so ganz anders als seine - also erwartet man besser nicht zuviel, bzw. zuwenig. Zur Not könnte ich ein Zelt in die Geschichte einbauen, sofern gewünscht. Zur Not auch noch einen Hund.
Zu cool zum bloggen
http://www.gespraechsfetzen.de/comments/A902_0_1_0_C/
Leider hat der gute Parka Lewis aufgehört zu schreiben. Zumindest für umsonst. Aber weil ich seinen Stil mag und Kishon vergöttert habe, sei er hier erwähnt.
Leider hat der gute Parka Lewis aufgehört zu schreiben. Zumindest für umsonst. Aber weil ich seinen Stil mag und Kishon vergöttert habe, sei er hier erwähnt.
7.3.05
Zitat (II)
You showed me colours I´d never seen
There was so much we used to share
You took me places that I´d never been
I close my eyes again and think of you
I hear your voice with every passing day
I see my sister´s laughing face
I think about the things you used to say
I close my eyes again and think of you
I see myself in you
in all those little things you do
took you in bed at night
knowin´ that everything´s alright
Time slips away so fast
sunny skies get overcast
I know I can´t be there beside you
I can´t be there to guide you
I can´t be there to hold you now
(Beatsteaks - Mietzi´s Song)
Ganz unkommentiert? Nein!
Ich werde nicht bei Douglas Adams abkupfern.
Ich werde nicht bei Douglas Adams abkupfern.
Ich werde nicht...
Warum zum Henker schreibt alle Welt Liebeslieder? Und wo ist die Kamera, die mein Leben filmt, um die Leute diese Lieder schreiben zu lassen? (Und um sie anderweitig zu amüsieren.)
Ich vergaß: Ihr lest diese Kamera gerade. Naja, fast.
Und widerspricht es der Kampagne für die Realzeit, daß dieses Lied erschienen ist, bevor all das passiert ist?
Ich werde nicht bei Douglas Adams abkupfern.
Ich werde nicht...
...per Ctrl+C und Ctrl+V meine Wiederholsätze einfügen. Das wäre keine Strafe für den Schreiber, sondern nur noch für den Leser. Und das wollen wir doch nicht. (Das kann man jetzt glauben, oder auch nicht.)
6.3.05
Verbung
Ich stelle beim Lesen meines letzten Eintrages fest, daß mir anscheinend die Verben ausgegangen sind, oder ich sie, sofern unvermeidbar, durch gewaltsames Substantivieren (da - schon wieder!) verstümmelt habe.
Den psychologischen Hintergrund lassen wir mal außer Acht, und ich bitte an dieser Stelle um Entschuldigung für schlechte Lesbarkeit. Ich verstehe mich ja selbst kaum noch.
Den psychologischen Hintergrund lassen wir mal außer Acht, und ich bitte an dieser Stelle um Entschuldigung für schlechte Lesbarkeit. Ich verstehe mich ja selbst kaum noch.
Morgen/heute
geht es an dieser Stelle weiter. Jetzt erhole ich mich von Freitag, Samstag und von heute morgen.
Nachtrag: Von hier an habe ich den Eintrag editiert, konnte ja kein Mensch lesen. Und damit habe ich obiges Versprechen eingelöst.
Freitagabend war ich bei den Junioren. Dort bin ich oft in letzter Zeit, seit sich die Bartholomäer nur noch selten melden. Außerdem komme ich mit den Jungs immer besser aus, kenne sie besser, und mag sie. Wir tranken also gemütlich vor uns hin, hörten Musik, und palaverten. Der langen Rede kurzer Sinn: Es war einfach gemütlich. Und diese gemütlichen Abende, an denen ich auf nichts achtgeben muss, liebe ich. Es entspannt ungemein, nicht auf Wortwahl und die vielgepriesene "political correctness" achten zu müssen, sondern zu reden, wie einem der Schnabel gewachsen ist, und Differenzen mit einem Schuß Wodka zu begraben.
Später erschienen S., N. und A. Es war wirklich schon spät, und nicht mehr allzuviel los. S. habe ich ignoriert, mit A. und N. gelacht und Pläne geschmiedet. Seltsame Situation, da zu wenige da waren, um sich unauffällig aus dem Weg zu gehen. Also saßen wir am selben Tisch, uns gegenseitig angestrengt ignorierend. Umso aufgedrehter wurde daher das Gespräch mit A. und N., die sofort einen gemeinsamen Trip zum Frühlingsfest nach Stuttgart planten, mit anschließender Übernachtung bei A. Ich kam ab und an mal zu Wort, und lud beide zum Motorradfahren ein. Wen die Götter verderben wollen, den strafen sie zuvor mit Blindheit. A. saß noch nie auf einem Motorrad, und hat wahrscheinlich furchtbare Angst. Da kann ich keine Tour mit der GPX-R anbieten. Und auf die KLR muß sie ja mit der Leiter steigen. N. ist nunmal schwerer als ich, und dementsprechend eine denkbar ungeeignete, weil zudem noch unerfahrene, Sozia. Aber da müssen wir eben durch. Fahre ich eben langsam. (Falls es ein Symbol für zähnefletschende Ironie gibt, bitte ich darum, es an dieser Stelle geistig einzufügen.)
Den Heimweg machte ich erstmals in unter zehn Minuten. Komme langsam in Form, kalte Nachtluft verträgt sich aber nicht mit Sport und Alkohol. Seitenstechen - sollte nicht vorkommen. Aber nächtliche Gewaltmärsche, zur Not mit Lebendballast, sind bei mir nichts Außergewöhnliches.
Den Samstag auf dem Hof verbracht. Ausgesehen, als wäre ich garnicht im Bett gewesen. Der Chef war richtiggehend besorgt um mich. Zurecht:
Das Silo vom Schnee befreien, um die Folie zurückziehen zu können. Trotz "Haix FireFlash" ausgleiten. Absturz. Sich freuen, daß man neben den Zinken der Greifschaufel aufgeschlagen ist. Alles andere hätte vermutlich eine Riesensauerei gegeben. Die hätte ich dann aber sehr gelassen von einer Wolke herab betrachten können. Der Tag gerät etwas aus dem Lot. Ich bin schon lange nicht mehr abgestürzt. Letztes Mal im Herbst beim Abriß der Scheune. Anscheinend macht der Schutzengel Überstunden. Wann er die wohl abfeiern will? Da bleibe ich dann besser im Bett.
Am Abend das Fest im Club. Viel los. Schon leicht angetrunken vom Stammtisch bei den Jungs, schon etwas aggressiv vom Musikhören. Da kommen mir die Kerle mit den weiten Hosen und den schiefen Kappen gerade recht. Keiner macht mich an - stell dir vor, Du bist in Prügellaune, und keiner geht hin. Viel Arbeit an der Bar. Auch viel Alkohol. Clubverweis für einen Betrüger. Aber da war meine Streitlust schon verraucht. Ich habe ihn nicht einmal über den Tresen geworfen, wie ich es ihm versprochen hatte. Ich schaue doch so gerne die alten "Bud Spencer - Terence Hill - Filme".
Nachricht an S., daß ich ein Riesenrindvieh bin und es ohne sie eben kein Fest gibt. Keine Nachricht mit Neuigkeitswert, aber wahr. Prompte Antwort vo ihr. Sie erinnert sich offensichtlich an die Wortwahl (Artikel vom 4. Februar). Damals war ich es, ohne den es kein Fest gab. Und das Riesenrindvieh war auch ich. Jedenfalls meinte sie, es sei mein Glück, daß sie nicht nachtragend wäre. DAS mußte ich erst einmal verdauen.
Dank des Absturzes und dem guten Zureden durch andere kam wieder die Kontaktaufnahme. Sogar mein Chef hatte mittags beim Holzspalten gemeint, mein Dickkopf würde den Achtzehn-Tonnen-Spalter zur Verzweiflung bringen. Andere meinten, ich sei quasi schon verheiratet gewesen. Wieder andere sagten, mir sähe man sofort an, wenn mit ihr etwas nicht stimmt. Und einer meinte, dann könne er sich ja bei ihr melden. (Alle leben noch, Blumen für den Letztgenannten nimmt das Kreiskrankenhaus sicher gerne entgegen. Spaß!)
Noch was: Es macht mich nicht mehr an. Mädchen zu küssen, die noch Zahnspangen ("Mofaketten") tragen. Ich bin zu alt. Taktischer Rückzug.
Und die andere, die sich unbedingt auf dem Fest mit mir treffen wollte, hatte ihren Freund dabei. Und ihn den ganzen Abend zu meinen Gunsten ignoriert. Mieses Gefühl. Kann seine Situation ja nachvollziehen. Ich bin zu alt. Taktischer Rückzug. Naja, ein wenig schreiben werde ich ihr schon noch. Ich muß zumindest herausfinden, was sie an mir findet. Meine Selbstbeherrschung kanns ja nicht sein. Vielleicht meine "MR Ostalb"-Mütze? Wobei ich bereits zigmal erklärt habe, daß MR für Maschinenring steht. Aber wer kennt den schon? Manchmal habe ich eine verdammt lange Leitung.
Nachtrag: Ich habe nicht alles an dem Artikel geändert, weil die Grundstimmung von gestern schon gepasst hat. Es war alles ein wenig kurzatmig. Und durcheinander.
Nachtrag: Von hier an habe ich den Eintrag editiert, konnte ja kein Mensch lesen. Und damit habe ich obiges Versprechen eingelöst.
Freitagabend war ich bei den Junioren. Dort bin ich oft in letzter Zeit, seit sich die Bartholomäer nur noch selten melden. Außerdem komme ich mit den Jungs immer besser aus, kenne sie besser, und mag sie. Wir tranken also gemütlich vor uns hin, hörten Musik, und palaverten. Der langen Rede kurzer Sinn: Es war einfach gemütlich. Und diese gemütlichen Abende, an denen ich auf nichts achtgeben muss, liebe ich. Es entspannt ungemein, nicht auf Wortwahl und die vielgepriesene "political correctness" achten zu müssen, sondern zu reden, wie einem der Schnabel gewachsen ist, und Differenzen mit einem Schuß Wodka zu begraben.
Später erschienen S., N. und A. Es war wirklich schon spät, und nicht mehr allzuviel los. S. habe ich ignoriert, mit A. und N. gelacht und Pläne geschmiedet. Seltsame Situation, da zu wenige da waren, um sich unauffällig aus dem Weg zu gehen. Also saßen wir am selben Tisch, uns gegenseitig angestrengt ignorierend. Umso aufgedrehter wurde daher das Gespräch mit A. und N., die sofort einen gemeinsamen Trip zum Frühlingsfest nach Stuttgart planten, mit anschließender Übernachtung bei A. Ich kam ab und an mal zu Wort, und lud beide zum Motorradfahren ein. Wen die Götter verderben wollen, den strafen sie zuvor mit Blindheit. A. saß noch nie auf einem Motorrad, und hat wahrscheinlich furchtbare Angst. Da kann ich keine Tour mit der GPX-R anbieten. Und auf die KLR muß sie ja mit der Leiter steigen. N. ist nunmal schwerer als ich, und dementsprechend eine denkbar ungeeignete, weil zudem noch unerfahrene, Sozia. Aber da müssen wir eben durch. Fahre ich eben langsam. (Falls es ein Symbol für zähnefletschende Ironie gibt, bitte ich darum, es an dieser Stelle geistig einzufügen.)
Den Heimweg machte ich erstmals in unter zehn Minuten. Komme langsam in Form, kalte Nachtluft verträgt sich aber nicht mit Sport und Alkohol. Seitenstechen - sollte nicht vorkommen. Aber nächtliche Gewaltmärsche, zur Not mit Lebendballast, sind bei mir nichts Außergewöhnliches.
Den Samstag auf dem Hof verbracht. Ausgesehen, als wäre ich garnicht im Bett gewesen. Der Chef war richtiggehend besorgt um mich. Zurecht:
Das Silo vom Schnee befreien, um die Folie zurückziehen zu können. Trotz "Haix FireFlash" ausgleiten. Absturz. Sich freuen, daß man neben den Zinken der Greifschaufel aufgeschlagen ist. Alles andere hätte vermutlich eine Riesensauerei gegeben. Die hätte ich dann aber sehr gelassen von einer Wolke herab betrachten können. Der Tag gerät etwas aus dem Lot. Ich bin schon lange nicht mehr abgestürzt. Letztes Mal im Herbst beim Abriß der Scheune. Anscheinend macht der Schutzengel Überstunden. Wann er die wohl abfeiern will? Da bleibe ich dann besser im Bett.
Am Abend das Fest im Club. Viel los. Schon leicht angetrunken vom Stammtisch bei den Jungs, schon etwas aggressiv vom Musikhören. Da kommen mir die Kerle mit den weiten Hosen und den schiefen Kappen gerade recht. Keiner macht mich an - stell dir vor, Du bist in Prügellaune, und keiner geht hin. Viel Arbeit an der Bar. Auch viel Alkohol. Clubverweis für einen Betrüger. Aber da war meine Streitlust schon verraucht. Ich habe ihn nicht einmal über den Tresen geworfen, wie ich es ihm versprochen hatte. Ich schaue doch so gerne die alten "Bud Spencer - Terence Hill - Filme".
Nachricht an S., daß ich ein Riesenrindvieh bin und es ohne sie eben kein Fest gibt. Keine Nachricht mit Neuigkeitswert, aber wahr. Prompte Antwort vo ihr. Sie erinnert sich offensichtlich an die Wortwahl (Artikel vom 4. Februar). Damals war ich es, ohne den es kein Fest gab. Und das Riesenrindvieh war auch ich. Jedenfalls meinte sie, es sei mein Glück, daß sie nicht nachtragend wäre. DAS mußte ich erst einmal verdauen.
Dank des Absturzes und dem guten Zureden durch andere kam wieder die Kontaktaufnahme. Sogar mein Chef hatte mittags beim Holzspalten gemeint, mein Dickkopf würde den Achtzehn-Tonnen-Spalter zur Verzweiflung bringen. Andere meinten, ich sei quasi schon verheiratet gewesen. Wieder andere sagten, mir sähe man sofort an, wenn mit ihr etwas nicht stimmt. Und einer meinte, dann könne er sich ja bei ihr melden. (Alle leben noch, Blumen für den Letztgenannten nimmt das Kreiskrankenhaus sicher gerne entgegen. Spaß!)
Noch was: Es macht mich nicht mehr an. Mädchen zu küssen, die noch Zahnspangen ("Mofaketten") tragen. Ich bin zu alt. Taktischer Rückzug.
Und die andere, die sich unbedingt auf dem Fest mit mir treffen wollte, hatte ihren Freund dabei. Und ihn den ganzen Abend zu meinen Gunsten ignoriert. Mieses Gefühl. Kann seine Situation ja nachvollziehen. Ich bin zu alt. Taktischer Rückzug. Naja, ein wenig schreiben werde ich ihr schon noch. Ich muß zumindest herausfinden, was sie an mir findet. Meine Selbstbeherrschung kanns ja nicht sein. Vielleicht meine "MR Ostalb"-Mütze? Wobei ich bereits zigmal erklärt habe, daß MR für Maschinenring steht. Aber wer kennt den schon? Manchmal habe ich eine verdammt lange Leitung.
Nachtrag: Ich habe nicht alles an dem Artikel geändert, weil die Grundstimmung von gestern schon gepasst hat. Es war alles ein wenig kurzatmig. Und durcheinander.
3.3.05
Grundsätzlich rede ich gerne. Ich philosophiere gerne alleine, halte also innere Monologe, die ich dann mehr oder minder redigiert und geordnet zu Papier bringe, und mag auch das Reden mit Anderen, den Austausch von Meinungen und Gedanken. Hier ist es oft sinnvoll, wenn Themen angeschnitten werden, die frei von eigenen Emotionen sind, weil diese leichter zu bereden sind, da man sich freier fühlt, seine Meinung zu äußern, als wenn die geäußerte Meinung direkt auf jemandes eigene Handlungen zurückfällt, und weil Emotionslosigkeit es eher ermöglicht, fremde Meinungen zu akzeptieren.
Warum also leide ich gerne? Oder besser, warum sieht es so aus, als litte ich gerne?
Grundsätzlich ist Schmerz nichts Schlechtes: Er warnt vor einer Verletzung. Das mag wie eine Binsenweisheit klingen, doch wer sich das Beispiel des rein körperlichen Schmerzes der Hand über offener Flamme vor Augen hält, kann dem nicht widersprechen. Ich messe psychischem Schmerz eine ähnliche Bedeutung zu. Wenn mich jemand verletzen kann, ist er mir bereits sehr nahe. Ein Fernsehsprecher kann mich garnicht, ein entfernter Bekannter nur unter Aufbietung aller Grobheit verletzen, wogegen mich eine Person, die mir sehr nahesteht, schnell und tief verletzen kann, ähnlich einem scharfen Messer auf der Haut, das nur noch einer Bewegung bedarf, um einen tiefen Schnitt zu erzeugen.
Und genau diese Nähe ist die Gefahr, vor der mich mein Schmerz warnt. Natürlich könnte ich gehen, jetzt so gut wie morgen, und ihr mein Herz ausschütten. Ich könnte ihr erzählen, warum ich so getroffen bin, daß es mir leid tut, und alles nur passiert ist, weil mir sie eben so viel mehr bedeutet als andere.
Warum ist Nähe gefährlich? Nähe bedeutet Verletzbarkeit, Verwundbarkeit. Nähe bedeutet eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Man sperre zwei Wildkatzen in ein Zimmer und erwarte das Blutbad. Nähe bedeutet stets Reibung, Konflikt und Kompromiss. Und für einen Kopf wie den meinen ist ein Kompromiss eine Niederlage, ein Bückling. Mir ist nicht bange vor der Niederlage an sich, es kann beileibe nicht jeder stets Sieger sein, und ich erwarte dies auch nicht für mich. Doch scheue ich davor, Niederlagen im Voraus zu akzeptieren, oder Konflikte zu meiden, um mich nicht als Verlierer zu sehen. (Das hat nichts mit meiner Flucht vor Diskussionen zu tun; bei diesen habe ich nur den Eindruck, daß kein Problem gelöst wird, sondern nur Palaver stattfndet.) Um mich ihr zu nähern, müsste ich öfter Konflikte bestehen. Und ich hasse es, mich auf die Niederlagen sogar zu freuen. Ich wünsche mir ihr Glück, und meine, es nur zu erreichen, indem ich ihr nachgebe. Ich kann in solchen Momenten neben mir stehen, und dem fröhlich lächelnden Idioten, den ich sehe, in den Allerwertesten treten wollen, weil er nicht versteht, daß er sich selbst aufgibt.
Weiter leide ich beileibe nicht gerne. Wie ein gebranntes Kind die Flamme scheut, scheue ich den Schmerz. Und wie die blinde Panik das Tier zwingt, durchs Feuer zu springen, kenne ich einen Drang, der mich den Schmerz suchen lässt: Meinen Stolz.
Ich bilde mir nicht viel darauf ein, was ich bin oder was ich habe. Noch habe ich nicht allzuviel erreicht, noch allzuwenig bewegt. Doch ich bin Teil derer, die ich verehre. Vor mir waren Menschen, die etwas auf ihren Namen gaben. Sie konnten das nur tun, weil wiedrum vor ihnen jemand diesen Namen zu etwas gemacht hatte. Ich gebe nichts auf meinen Namen, aber ich möchte der Leistungen meiner Vorgänger ebenbürtig sein. Sie waren Bauern, Offiziere, Lehrer, Baumeister, wie das Leben so spielt.
Wenn ich glaube, kriechen zu müssen, hält er mich aufrecht. Als ich aufgeben wollte, lachte er mich aus, und hieß mich mehr zu tun. Der Stolz hat mir viel gegeben, er trägt viel zu meiner Person bei. Daß ich mit Blinddarmentzündung meinen Stall fertigmachte, daß ich nachts nicht einmal mehr in der Lage war, auf allen Vieren vom Boden ins Bett zu kommen, daß ich am nächsten Tag darauf bestand, ins Krankenhaus hineinzugehen, anstatt mich auf eine Bahre legen zu lassen,
Warum also leide ich gerne? Oder besser, warum sieht es so aus, als litte ich gerne?
Grundsätzlich ist Schmerz nichts Schlechtes: Er warnt vor einer Verletzung. Das mag wie eine Binsenweisheit klingen, doch wer sich das Beispiel des rein körperlichen Schmerzes der Hand über offener Flamme vor Augen hält, kann dem nicht widersprechen. Ich messe psychischem Schmerz eine ähnliche Bedeutung zu. Wenn mich jemand verletzen kann, ist er mir bereits sehr nahe. Ein Fernsehsprecher kann mich garnicht, ein entfernter Bekannter nur unter Aufbietung aller Grobheit verletzen, wogegen mich eine Person, die mir sehr nahesteht, schnell und tief verletzen kann, ähnlich einem scharfen Messer auf der Haut, das nur noch einer Bewegung bedarf, um einen tiefen Schnitt zu erzeugen.
Und genau diese Nähe ist die Gefahr, vor der mich mein Schmerz warnt. Natürlich könnte ich gehen, jetzt so gut wie morgen, und ihr mein Herz ausschütten. Ich könnte ihr erzählen, warum ich so getroffen bin, daß es mir leid tut, und alles nur passiert ist, weil mir sie eben so viel mehr bedeutet als andere.
Warum ist Nähe gefährlich? Nähe bedeutet Verletzbarkeit, Verwundbarkeit. Nähe bedeutet eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Man sperre zwei Wildkatzen in ein Zimmer und erwarte das Blutbad. Nähe bedeutet stets Reibung, Konflikt und Kompromiss. Und für einen Kopf wie den meinen ist ein Kompromiss eine Niederlage, ein Bückling. Mir ist nicht bange vor der Niederlage an sich, es kann beileibe nicht jeder stets Sieger sein, und ich erwarte dies auch nicht für mich. Doch scheue ich davor, Niederlagen im Voraus zu akzeptieren, oder Konflikte zu meiden, um mich nicht als Verlierer zu sehen. (Das hat nichts mit meiner Flucht vor Diskussionen zu tun; bei diesen habe ich nur den Eindruck, daß kein Problem gelöst wird, sondern nur Palaver stattfndet.) Um mich ihr zu nähern, müsste ich öfter Konflikte bestehen. Und ich hasse es, mich auf die Niederlagen sogar zu freuen. Ich wünsche mir ihr Glück, und meine, es nur zu erreichen, indem ich ihr nachgebe. Ich kann in solchen Momenten neben mir stehen, und dem fröhlich lächelnden Idioten, den ich sehe, in den Allerwertesten treten wollen, weil er nicht versteht, daß er sich selbst aufgibt.
Weiter leide ich beileibe nicht gerne. Wie ein gebranntes Kind die Flamme scheut, scheue ich den Schmerz. Und wie die blinde Panik das Tier zwingt, durchs Feuer zu springen, kenne ich einen Drang, der mich den Schmerz suchen lässt: Meinen Stolz.
Ich bilde mir nicht viel darauf ein, was ich bin oder was ich habe. Noch habe ich nicht allzuviel erreicht, noch allzuwenig bewegt. Doch ich bin Teil derer, die ich verehre. Vor mir waren Menschen, die etwas auf ihren Namen gaben. Sie konnten das nur tun, weil wiedrum vor ihnen jemand diesen Namen zu etwas gemacht hatte. Ich gebe nichts auf meinen Namen, aber ich möchte der Leistungen meiner Vorgänger ebenbürtig sein. Sie waren Bauern, Offiziere, Lehrer, Baumeister, wie das Leben so spielt.
Wenn ich glaube, kriechen zu müssen, hält er mich aufrecht. Als ich aufgeben wollte, lachte er mich aus, und hieß mich mehr zu tun. Der Stolz hat mir viel gegeben, er trägt viel zu meiner Person bei. Daß ich mit Blinddarmentzündung meinen Stall fertigmachte, daß ich nachts nicht einmal mehr in der Lage war, auf allen Vieren vom Boden ins Bett zu kommen, daß ich am nächsten Tag darauf bestand, ins Krankenhaus hineinzugehen, anstatt mich auf eine Bahre legen zu lassen,
