Einmal mehr erleben, als man verarbeiten kann.
Nächteweise unterwegs, tageweise unterwegs. Schneecross bei Nacht, mal eben den Schlepper holen, um den Sieger aus dem Graben zu ziehen. Auf dem Heimweg mal eben so in den Stall schauen, und der Rausch verfliegt, sobald ich den Overall überstreife. Ganz Hand, als ich tastend die Schnauze des Kalbs suche, ganz Geduld, als ich merke, daß es sicher noch eine Stunde dauern wird, ganz Glück, als ich mal eben in der Hocke einnicke, auf dem Stroh an die Wand gelehnt, und von einem Schnauben wieder aufgeweckt werde. Ganz ich. Und ganz.
Mehr, als man erzählen kann. Streiflichter wischen vorbei wie entgegenkommende Autos, während man selbst am Steuer sitzt, die Hände ums Lenkrad geklammert, und die Tropfen beobachtet, bevor sie vom Scheibenwischer weggefegt werden.
Einmal die ganzen Probleme ausblenden, und einfach keine neuen annehmen.
Die Verpflichtungen und Zusagen sind nächstes Jahr noch genauso da wie heute. Aber jetzt - zwischen den Jahren - wird sie niemand einfordern. Viele kleine und große Ärgernisse, zu denen mir jetzt die Worte nicht einfallen, weil ich sie auch nicht suche. Kleine und große Entscheidungen, mal fünstellig, mal für ein Dutzend Jahre. Oder nur mal die eine Mark, mal für fünf Minuten. Proportionen erkennen, Verhältnisse geraderücken, Maßstäbe setzen fürs neue Jahr.
Das Tal liegt unter einem halben Meter Schnee begraben, oben auf der Alb wird es noch mehr sein. Atemloses, erschöptes Telefonat, auf meiner Seite der Leitung Ruhe. Arbeit, wie sie verstanden sein will. Mit Maß und Ziel, und genau so lange, bis entweder sie oder der Kaffee fertig ist. In der Ruhe liegt die Kraft. Auftanken fürs nächste Jahr, laden, speichern, Energie konservieren. Ruhig behäbige Kraft und hurra schnellende.
Eine Wunde, die vernarbt. Unter schützendem Schorf ist sie ganz langsam zugewachsen, neues Fleisch, stärker und fester, neue Muskeln, länger und ausdauernder, neue Haut, biegsam und zäh, ledrig. Langsam beginnt es zu jucken, mal sehen, was sich unter dem Schorf verbirgt.
Die Woche zwischen Heiligabend und Neujahr.
Nächteweise unterwegs, tageweise unterwegs. Schneecross bei Nacht, mal eben den Schlepper holen, um den Sieger aus dem Graben zu ziehen. Auf dem Heimweg mal eben so in den Stall schauen, und der Rausch verfliegt, sobald ich den Overall überstreife. Ganz Hand, als ich tastend die Schnauze des Kalbs suche, ganz Geduld, als ich merke, daß es sicher noch eine Stunde dauern wird, ganz Glück, als ich mal eben in der Hocke einnicke, auf dem Stroh an die Wand gelehnt, und von einem Schnauben wieder aufgeweckt werde. Ganz ich. Und ganz.
Mehr, als man erzählen kann. Streiflichter wischen vorbei wie entgegenkommende Autos, während man selbst am Steuer sitzt, die Hände ums Lenkrad geklammert, und die Tropfen beobachtet, bevor sie vom Scheibenwischer weggefegt werden.
Einmal die ganzen Probleme ausblenden, und einfach keine neuen annehmen.
Die Verpflichtungen und Zusagen sind nächstes Jahr noch genauso da wie heute. Aber jetzt - zwischen den Jahren - wird sie niemand einfordern. Viele kleine und große Ärgernisse, zu denen mir jetzt die Worte nicht einfallen, weil ich sie auch nicht suche. Kleine und große Entscheidungen, mal fünstellig, mal für ein Dutzend Jahre. Oder nur mal die eine Mark, mal für fünf Minuten. Proportionen erkennen, Verhältnisse geraderücken, Maßstäbe setzen fürs neue Jahr.
Das Tal liegt unter einem halben Meter Schnee begraben, oben auf der Alb wird es noch mehr sein. Atemloses, erschöptes Telefonat, auf meiner Seite der Leitung Ruhe. Arbeit, wie sie verstanden sein will. Mit Maß und Ziel, und genau so lange, bis entweder sie oder der Kaffee fertig ist. In der Ruhe liegt die Kraft. Auftanken fürs nächste Jahr, laden, speichern, Energie konservieren. Ruhig behäbige Kraft und hurra schnellende.
Eine Wunde, die vernarbt. Unter schützendem Schorf ist sie ganz langsam zugewachsen, neues Fleisch, stärker und fester, neue Muskeln, länger und ausdauernder, neue Haut, biegsam und zäh, ledrig. Langsam beginnt es zu jucken, mal sehen, was sich unter dem Schorf verbirgt.
Die Woche zwischen Heiligabend und Neujahr.
2 Comments:
Das ist keine Woche, es nennt sich "Zwischen den Tagen"
Ja, das trifft es hervorragend.
Kommentar veröffentlichen
<< Home