Was sage ich, wenn jemand vor mir auf dem Schlepper sitzt, mit dem ich eigentlich gleich Futter laden will? - Nix.
Was sage ich, als er, anstatt kurz abzusteigen, nur zur Seite rutscht, und ich mich artistisch vorbeizwängen muß? - Nix.
Was sage ich, als er auf die Frage, ob er denn schon mit seiner Arbeit durch sei, immer heftig "fertig" nickt? - Nix.
Was sage ich, als er "Ich fahren" meint? - Nix. Abgelehnt. Kein Einspruch möglich.
Was sage ich, als er sich verzogen hat, und ich entdecke, daß seine gesamte Arbeit liegengeblieben ist, und er stattdessen faul bei mir mitgefahren ist? - Denken Sie sich einfach alle Flüche des nächstbesten Hafenarbeiters und denken sich dazu, was sogar diesen erröten lassen würde. Genau das.
Und ausgerechnet da taucht der geschwätzige Nachbar auf. Der kann von Glück reden, daß ich ihm nicht einfach ein paar zusätzliche Körperöffnungen verpasst habe. Operativ ohne Narkose. Rede nie mit jemandem, der schnaubt und schäumt, und über dessen rotem Kopf sich bereits erste Gewitterwolken bilden.
Ansonsten wird hier noch der unveränderte Text des Hausaufsatzes beigefügt:
Gefahr im Verkehr oder GSX-R 750
Still steht sie da, ganz glänzende Kraft;
der schwarze Panther, blankpoliert;
bis zum Frühjahr nun in Haft.
Einmal noch das Biest erwecken.
Kein Brüllen weicht aus ihrer Kehle;
glitzert ihr Auge lockend nur;
im Sprung erstarrt, als ob ihr Leben fehle.
Einmal noch die Kraft entdecken.
Geduckt gespannt, zum Sprung bereit;
pure Angriffslust nur konzentriert;
gezügelt schon zu lange Zeit.
Einmal noch die Straßen schrecken.
Sie zu zwingen, auf ihr reiten;
pack sie fest, jetzt wild entschlossen;
muß sie treiben, will sie leiten;
Ist mir treu und wild ergeben;
fordert immer mehr von mir;
reiß an ihr, spür nun ihr Beben.
Zwing sie zu mir, will sie spüren;
preß sie an mich und laß sie führen;
wir verlassen die vertrauten Bahnen;
weg von hier, sind auf der Flucht;
was uns erwartet, nur zu erahnen.
Wind preßt mir den Atem in die Lungen;
lehn mich auf, schrei gegenan;
nie hat ein Mensch mir so geklungen.
In jede Biegung will ich tauchen;
uns´re Kräfte mit Fortuna messen;
Wir trotzen ihr, machen sie fauchen.
Fortuna stellt uns, hör mich schnauben;
in klarstem Wahnsinn, Raserei;
uns soll niemand uns´re Freiheit rauben!
Niemand wird uns heut besiegen,
wir heben ab, beginnen zu fliegen;
den Kopf gesenkt, ein rasender Stier;
das rote Tuch annehmen;
ein Feuerball, ein Blitz sind wir.
Erneutes Zerren, wieder Steigen;
ihre Unbändigkeit aufs Neue zeigen.
Heißer Körper, bebende Flanken;
fühl´ mich am Ende, ausgebrannt;
welchem Gott für Freude danken?
Reines Glück, einfach nur zu leben;
kann mich vor Müdigkeit kaum halten;
werd´ immer wieder danach streben.
Aus diesem Rausch zu früh erwacht;
bin vertrocknet, taub und stumm;
steh´ an der Tür nach dieser Nacht.
Still steht sie da, erscheint, gelähmt;
kann doch nie von ihr lassen;
hatte sie doch lang gezähmt.
Einmal noch die Götter wecken.
Man möge mir zugute halten, daß ich noch jung und dumm war. Und Satzzeichen gab es damals in Hülle und Fülle. Nicht so wie heute, wo jeder spart.
Außerdem erklärt das vielleicht, weshalb einige Damen von diesem Augenblick an einen Bogen um meine Person machten. Und weshalb andere es nicht taten.
Für alle Unwissenden: Motorradfahren IST besser als Sex. Wußte ich schon damals. Dabei hatte ich in beidem kaum Erfahrung.
Was sage ich, als er, anstatt kurz abzusteigen, nur zur Seite rutscht, und ich mich artistisch vorbeizwängen muß? - Nix.
Was sage ich, als er auf die Frage, ob er denn schon mit seiner Arbeit durch sei, immer heftig "fertig" nickt? - Nix.
Was sage ich, als er "Ich fahren" meint? - Nix. Abgelehnt. Kein Einspruch möglich.
Was sage ich, als er sich verzogen hat, und ich entdecke, daß seine gesamte Arbeit liegengeblieben ist, und er stattdessen faul bei mir mitgefahren ist? - Denken Sie sich einfach alle Flüche des nächstbesten Hafenarbeiters und denken sich dazu, was sogar diesen erröten lassen würde. Genau das.
Und ausgerechnet da taucht der geschwätzige Nachbar auf. Der kann von Glück reden, daß ich ihm nicht einfach ein paar zusätzliche Körperöffnungen verpasst habe. Operativ ohne Narkose. Rede nie mit jemandem, der schnaubt und schäumt, und über dessen rotem Kopf sich bereits erste Gewitterwolken bilden.
Ansonsten wird hier noch der unveränderte Text des Hausaufsatzes beigefügt:
Gefahr im Verkehr oder GSX-R 750
Still steht sie da, ganz glänzende Kraft;
der schwarze Panther, blankpoliert;
bis zum Frühjahr nun in Haft.
Einmal noch das Biest erwecken.
Kein Brüllen weicht aus ihrer Kehle;
glitzert ihr Auge lockend nur;
im Sprung erstarrt, als ob ihr Leben fehle.
Einmal noch die Kraft entdecken.
Geduckt gespannt, zum Sprung bereit;
pure Angriffslust nur konzentriert;
gezügelt schon zu lange Zeit.
Einmal noch die Straßen schrecken.
Sie zu zwingen, auf ihr reiten;
pack sie fest, jetzt wild entschlossen;
muß sie treiben, will sie leiten;
Ist mir treu und wild ergeben;
fordert immer mehr von mir;
reiß an ihr, spür nun ihr Beben.
Zwing sie zu mir, will sie spüren;
preß sie an mich und laß sie führen;
wir verlassen die vertrauten Bahnen;
weg von hier, sind auf der Flucht;
was uns erwartet, nur zu erahnen.
Wind preßt mir den Atem in die Lungen;
lehn mich auf, schrei gegenan;
nie hat ein Mensch mir so geklungen.
In jede Biegung will ich tauchen;
uns´re Kräfte mit Fortuna messen;
Wir trotzen ihr, machen sie fauchen.
Fortuna stellt uns, hör mich schnauben;
in klarstem Wahnsinn, Raserei;
uns soll niemand uns´re Freiheit rauben!
Niemand wird uns heut besiegen,
wir heben ab, beginnen zu fliegen;
den Kopf gesenkt, ein rasender Stier;
das rote Tuch annehmen;
ein Feuerball, ein Blitz sind wir.
Erneutes Zerren, wieder Steigen;
ihre Unbändigkeit aufs Neue zeigen.
Heißer Körper, bebende Flanken;
fühl´ mich am Ende, ausgebrannt;
welchem Gott für Freude danken?
Reines Glück, einfach nur zu leben;
kann mich vor Müdigkeit kaum halten;
werd´ immer wieder danach streben.
Aus diesem Rausch zu früh erwacht;
bin vertrocknet, taub und stumm;
steh´ an der Tür nach dieser Nacht.
Still steht sie da, erscheint, gelähmt;
kann doch nie von ihr lassen;
hatte sie doch lang gezähmt.
Einmal noch die Götter wecken.
Man möge mir zugute halten, daß ich noch jung und dumm war. Und Satzzeichen gab es damals in Hülle und Fülle. Nicht so wie heute, wo jeder spart.
Außerdem erklärt das vielleicht, weshalb einige Damen von diesem Augenblick an einen Bogen um meine Person machten. Und weshalb andere es nicht taten.
Für alle Unwissenden: Motorradfahren IST besser als Sex. Wußte ich schon damals. Dabei hatte ich in beidem kaum Erfahrung.
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